13. September

      1950: In der Bundesrepublik Deutschland wird die erste Volkszählung durchgeführt: Es werden 47,3 Millionen Menschen ermittelt (ob da wohl Kriegsgefangene mitgezählt wurden?). :link:
      Anmerkung von mir:
      Wenn ich bedenke wieviel Widerstand einer späteren Volkszählung entgegengebracht wurde - werde versuchen mich zu erinnern wann es war, denn ich erinnere, das auch ich protestierte.


      1987: In Schleswig-Holstein finden Landtagswahlen statt, welche durch die Barschel-Affäre besondere Aufmerksamkeit bekommen. Die CDU verliert sechs ihrer 39 Mandate, wovon zwei der SPD und vier der wieder in den Landtag einziehenden FDP zufließen.

      1988: Der Bundesrat der :schweiz: lehnt den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) ab.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      1987: In Schleswig-Holstein finden Landtagswahlen statt, welche durch die Barschel-Affäre besondere Aufmerksamkeit bekommen. Die CDU verliert sechs ihrer 39 Mandate, wovon zwei der SPD und vier der wieder in den Landtag einziehenden FDP zufließen.


      Das war jedenfalls der Anfang vom Ende der jahrzehntelangen CDU-Herrschaft in Schleswig-Holstein -
      der "Wahlsieger" Barschel musste weniger als einen Monat nach seinem knappen Wahlsieg zurücktreten
      und wurde am 9. Oktober 1987 tot in einer Hotelbadewanne aufgefunden :link:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Original von Schnuppi
      1950: In der Bundesrepublik Deutschland wird die erste Volkszählung durchgeführt: Es werden 47,3 Millionen Menschen ermittelt (ob da wohl Kriegsgefangene mitgezählt wurden?). :link:
      Anmerkung von mir:
      Wenn ich bedenke wieviel Widerstand einer späteren Volkszählung entgegengebracht wurde - werde versuchen mich zu erinnern wann es war, denn ich erinnere, das auch ich protestierte.


      Ich weiß es wieder, jaha, ich weiß es wieder. Es war 1987!
      In der Zeit wollte ich von mir aus verschiedenen Gründen nicht so viel offenbaren, wie die Volkszählung es verlangte.

      Original von Schnuppi:
      1988: Der Bundesrat der :schweiz: lehnt den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) ab.

      Was mich noch interessiert:
      Warum hat die Schweiz den Beitritt zur EG eigentlich abgelehnt
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Original von Schnuppi
      Was mich noch interessiert:
      Warum hat die :schweiz: den Beitritt zur EG eigentlich abgelehnt :kratz:

      Ein Grund dürfte das Schweizer Bankengeheimnis sein,
      das wesentlich rigoroser ist als das deutsche bzw. das der EU :link:
      Letztere erlauben die Herausgabe von Bankdaten z.B. beim Verdacht auf Geldwäsche oder Steuerhinterziehung -
      die Schweizer lassen oft auch dubiose Gestalten unbehelligt, Hauptsache das Geld liegt in der :schweiz1:

      Jedenfalls ist das eine der Argumentationen, aufgrund derer am 6.6.1992 die Schweizer den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsabkommen (EWR) und damit auch zur EU per Volksabstimmung abgelehnt haben.
      :link:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      1914: Im Ersten Weltkrieg beginnt der „Wettlauf zum Meer“ zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. :link:

      1933: Mit der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte“ eröffnet Reichskanzler Adolf Hitler eine Propagandakampagne für das neue Winterhilfswerk zur Unterstützung Arbeitsloser.
      Das Winterhilfswerk wurde somit zu einem unentbehrlichen Finanzier der NS-Volkswohlfahrt, die ihrerseits eine „nationalsozialistisch rassisch-erbbiologische Volkspflege“ betrieb. Quelle:


      :senf1: Der Kerl ließ aber auch auch nichts aus.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Original von Schnuppi
      1933: Mit der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte“ eröffnet Reichskanzler Adolf Hitler eine Propagandakampagne für das neue Winterhilfswerk zur Unterstützung Arbeitsloser.
      Das Winterhilfswerk wurde somit zu einem unentbehrlichen Finanzier der NS-Volkswohlfahrt, die ihrerseits eine „nationalsozialistisch rassisch-erbbiologische Volkspflege“ betrieb. Quelle:


      :senf1: Der Kerl ließ aber auch auch nichts aus.


      ... und so ganz freiwillig war das Ganze auch nicht:
      Als obligatorisch wurden im Winterhalbjahr monatliche Gehaltsabzüge der Arbeitnehmer für das WHW angesehen. Die Arbeitgeber hielten bestimmte Anteile von Lohn oder Gehalt ein und überwiesen die Summe auf das Konto des Winterhilfswerks. Die Abzüge waren anfangs nicht reichseinheitlich geregelt. In Hamburg wurden bei einem Monatseinkommen von 200 RM von einer kinderlosen Familie 1,50 RM einbehalten; bei drei Kindern halbierte sich der Abzug.

      :link:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      1848: Der Eisenbahnarbeiter Phineas Gage überlebt einen Unfall bei einer Sprengung, die eine drei Zentimeter dicke Eisenstange durch seinen Kopf treibt. Gage liefert mit seinem Verhalten bis zum Tod im Jahr 1860 der Gehirnforschung neue Erkenntnisse.



      Dieses Werk ist in den Vereinigten Staaten gemeinfrei.
      Gemeinfreiheit bezieht sich immer auf die jeweilige nationale Rechtsordnung, und zwar sowohl der des Urhebers als auch der des Nutzers.
      So sind etwa Fotos von US-Regierungsbehörden, die in den USA keinem Copyright unterliegen, in Deutschland sehr wohl urheberrechtlich geschützt. Praktisch ist die Verwendung jedoch in den meisten Fällen erlaubt.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Original von Grizzly
      1813
      In München stürzt die Isarbrücke durch ein Hochwasser der Isar ein und reißt dabei über 100 Schaulustige mit in den Tod.

      Das ist heut genau 200 Jahre her :traurigdenkend: Mehr dazu hier:
      br.de/radio/bayern2/sendungen/…chwasser-bruecke-100.html
      Es ist die schlimmste Hochwasser-Katastrophe, die München je erlebt hat. Erst Jahre später beginnt der Architekt Leo von Klenze mit dem Bau einer neuen, prächtigeren Brücke, die zu Ehren des Königs "Ludwigsbrücke" heißt. Im Jahr 1899 stürzt dann noch einmal eine Isarbrücke im Stadtgebiet ein - weiter flussabwärts. Diesmal kommt gottseidank niemand ums Leben. Das Unglück geschieht jedoch wieder an einem 13. September. Abergläubische Münchner überqueren die Isar an diesem Datum möglichst nicht. Sicherer erscheint da heutzutage die Unterquerung, mittels S- und U-Bahn.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      1999: In Moskau werden 130 Menschen bei der Explosion eines Hochhauses durch eine Bombe getötet
      (Sprengstoffanschläge auf Moskauer Wohnhäuser).
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      ( ... ) Dieser 13. September 1955 ging tatsächlich unter der Aktenaufschrift "Adenauer holt Kriegsgefangene heim" in die Geschichte ein. Dabei hatte der Kanzler lediglich eine mündliche Zusage erhalten. Bauernschlau hatte Parteichef Nikita Chruschtschow dem Deutschen versichert, sein Ehrenwort gelte mehr als alle Aktenschränke des Genossen Molotow zusammen.

      Nur 48 Stunden später schwebte noch einmal eine Lufthansa-Maschine mit einer deutschen Staats-Delegation in Moskau ein. Es war die so genannte Lufthansa der so genannten "Deutschen Demokratischen Republik" in Anführungszeichen.

      "Wir fliegen zwar nur zweimotorig", hatte der Erste ZK-Sekretär Walter Ulbricht getönt, "bringen dafür aber mehr zurück."

      Da war was dran: DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl bekam Brief und Siegel darauf, dass er es sei, auf dessen Fürsprache hin die Gefangenen die Freiheit bekommen würden. Spätestens da dämmerte den Deutschen West, sie seien beim Poker im Kreml womöglich ausgezogen worden. Hatten Bulganin und Chruschtschow ihr Faustpfand, nämlich die Gefangenen freizugeben, schon Grotewohl versprochen, als sie es dem Kanzler gegen die Zusage verkauften, mit Moskau Botschafter auszutauschen?

      Das war der wirkliche Anfang der deutschen Zweistaatigkeit, die Besiegelung der deutschen Teilung. Was Wunder, drohte Heinrich von Brentano, dass der Kanzler sich für die bevorstehende Außenministerkonferenz in New York sich einen anderen Außenamtschef suchen möge.

      Im übrigen war es der in Moskau eigentlich als Statist vorgesehene SPD-Schöngeist Carlo Schmid gewesen, dem es in einer rhetorischen Meisterleistung gelungen war, in der Spätheimkehrer-Frage das Eis im Kreml zu brechen. Der rotunde Bonvivant hatte sich von Adenauer-Intimus Globke reichlich Olivenöl verabreichen lassen und auf dieser soliden Grundlage sich schon seit Tagen regelrecht ins Herz vor allem Nikita Chuschtschows hineingebechert. Es sollte tatsächlich nützen.

      Nur: die 9626 Spätheimkehrer waren ohnehin nur ein kläglicher Rest. Nach amtlichen sowjetischen Quellen waren zwischen Gefangennahme und 1950 über 380.000 deutsche Soldaten im Sowjetreich verschwunden. Im amtlichen Deutschland galten zum selben Zeitpunkt gar mehr als 1,3 Millionen als verschollen.

      Ganzer Text: kalenderblatt.de/index.php?wha…r=2015&lang=de&dayisset=1

      Grizzly sein :senf2:
      Verschwiegen hat Adenauer, dass es die Deutschen waren, die die Sowjetunion überfallen waren, und dass es weitaus mehr sowjetische Gefangene waren, als Deutsche in der Sowjetunion, die ihre Gefangenschaft im Deutschen Reich nicht überlebt hatten.
      Innerhalb weniger Monate starben zwei Mio der bis Ende 1941 gefangengesetzten 3,35 Mio Gefangenen an Auszehrung infolge ungenügender Essensrationen, mangelnder medizinischer Betreuung und fehlenden Schutzes vor Hitze und Kälte. Sowjetische Kriegsgefangene im Reich zur Arbeit einzusetzen, war zunächst nicht vorgesehen. Rasseideologische Gründe und Furcht vor der Verbreitung bolschewistischen Gedankenguts standen dem insbesondere seitens der Sicherheitsorgane und des Oberkommandos der Wehrmacht entgegen. Erst als sich durch den früh einbrechenden Winter 1941 und den dadurch ins Stocken geratenen Vormarsch abzeichnete, dass sich der Krieg im Osten in die Länge ziehen würde, und als Teile der deutschen Wirtschaft wegen des wieder stark zunehmenden Arbeitskräftemangels zu stagnieren drohten, wurden die Kriegsgefangenen für den Einsatz im Reich vorgesehen und mittels erhöhter Essensrationen dafür "aufgepäppelt", wie es in der Verwaltungssprache hieß. Die schlechte Behandlung auch im Reich und die Schwerstarbeiten besonders in der Rüstungsindustrie und im Bergbau, die von den sowjetischen Kriegsgefangenen von da an zu verrichten waren, sollten bis zum Kriegsende noch weitere 1,3 Mio Soldaten ihr Leben kosten.

      bundesarchiv.de/zwangsarbeit/g…aendisch/russlandfeldzug/
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      13.Sepember 2016 Tag des positiven Denkens

      Zwar wurde dieser Gedenktag "nur" von einer Privatperson
      initiiert, doch er steht symbolisch für das Problem der meisten
      Menschen in der Interaktion mit ihrer Umwelt.
      Wie gehe ich an die Aufgaben heran, was ist Realität... was Selbstsuggestion,
      gelingt mir der Weg zum selbstgesteckten Ziel?

      Quelle: kleiner Kalender
      Der 13. September 2016 wird sicherlich ein guter Tag, denn es ist der Tag des positiven Denkens.
      An diesem Aktionstag sollen negative Gedanken und Schwarzsehen vermieden werden. Es gilt eine
      positive Einstellung zu allen Vorhaben zu entwickeln. Aus dieser positiven Energie kann Kraft gewonnen
      werden, die dabei hilft auch schwierige Aufgaben und Situationen zu meistern. Initiiert hat Jake Hellbach
      den Tag des positiven Denkens: als Unternehmerin profitiert auch sie davon die Dinge positiv anzugehen
      und sich so stets selbst zu motivieren.


      Gerade der Weg als (kleiner selbstständiger) Unternehmer gleicht einer Achterbahnfahrt.
      Mal geht es gut, mal ist Flaute aber eines ist immer gleich: ständig lauern neue Herausforderungen.
      Wer sich für diesen Weg entscheidet oder auch wen das Leben auf diesen Weg schiebt
      kann ich noch folgende Gedanken mitgeben.
      Selbstmotivation ist zwar nicht der Schlüssel zum Erfolg, aber sie ermöglicht es bei
      "Durststrecken" durchzuhalten. Doch die Vertreter der "Tschacka, Tschacka-Bewegung" :zwinker2:
      (vorm Spiegel stehen und brüllen: Ich bin der Größte) sind auch nicht die Lösung.
      Quelle: kleiner Kalender
      Psychologisch bewiesen ist das Konzept des positiven Denkens nicht. Es wird im Gegenteil
      vor Realitätsverlust und einem krankhaften Zwang, immer alles positiv zu sehen, gewarnt, besonders
      bei psychisch labilen Menschen. Zumindest am Tag des positiven Denkens tut es aber sicher gut sich
      selbst zu motivieren, optimistisch in den Tag zu starten und sich etwas zuzutrauen, was an diesem
      Tag gelingen soll.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.