Dramatischer Hilfseinsatz vor Jeju

      Dramatischer Hilfseinsatz vor Jeju

      Stand: 16.04.2014 13:17 Uhr

      Vor der Südwestküste Südkoreas ist die Fähre "Sewol" gekentert. Sie lief voll Wasser, kippte zur Seite und sank nahezu vollständig.

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      Auf dem Weg zur Ferieninsel

      Die Fähre hatte am Dienstagabend (Ortszeit) vom Hafen Incheon - etwa eine Stunde südlich von Seoul - abgelegt und befand sich auf dem Weg zur südlichen Ferieninsel Jeju, als sie in Seenot geriet. Die Crew setzte daraufhin einen Notruf ab. Passagiere wurden mit Schwimmwesten ausgestattet und aufgefordert, über Bord zu springen.


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/faehre108.html

      Stand: 16.04.2014 14:45 Uhr

      Videoaufnahmen lassen befürchten: Für viele Reisende legte sich das Schiff zu schnell auf die Seite.

      Von Uwe Schwering, ARD Tokio


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/korea-faehre100.html
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Einen Tag nach dem Untergang der Fähre "Sewol" vor der Küste Südkoreas geht die Suche nach den etwa 290 Vermissten weiter. Die Rettungsarbeiten gestalten sich allerdings schwierig. Nach Angaben der Küstenwache liegt das Wrack in einem Gebiet, in dem es starke Strömungen gibt. Deswegen hätten Taucher das weitgehend unter Wasser liegende Schiff stundenlang nicht erreichen können. Zudem behindern Regen und schlechte Sicht den Einsatz der gut 400 Rettungskräfte.

      169 Schiffe und 29 Flugzeuge sind nach Angaben der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap vor Ort. Ein Sprecher der US-Regierung erklärte, die USA und ihre in der Region stationierte 7. Flotte stünden ebenfalls bereit, um zu helfen. Innerhalb von zwei Tagen sollen Kranschiffe eintreffen, um bei der Bergung der gekenterten Fähre zu helfen.

      Die Zahl der bestätigten Todesopfer des Unglücks stieg auf neun, darunter drei Schüler und zwei Lehrer. In der Nacht seien die Leichen von zwei Frauen geborgen worden, berichtete der Rundfunksender KBS. Die Rettungskräfte rechnen jedoch mit deutlich mehr Opfern. Es gebe nur wenig Hoffnung, dass die vermutlich im Inneren des gesunkenen Schiffes eingeschlossenen Passagiere überlebt haben könnten, sagte Cho Yang Bok von den Rettungskräften.

      Bislang konnten 160 Menschen gerettet werden. Sie wurden auf die nahe gelegene Insel Jindo gebracht. Mehrere Überlebende berichteten, die Crew habe zunächst Anweisung gegeben, in den Kabinen oder auf den Sitzen zu bleiben. Als die Fähre auf die Seite kippte, sei Panik ausgebrochen. Ein Passagier berichtete dem Sender YTN, es habe eine Durchsage gegeben, die Ruhe zu bewahren, aber einen Aufruf, sich in Sicherheit zu bringen, habe er nicht gehört.

      Viele, die sich nicht an die Anweisungen gehalten hatten, sitzen zu bleiben, konnten sich retten. Mit Schwimmwesten seien sie über Bord gesprungen und zu herannahenden Booten geschwommen, berichteten Überlebende. Die Wassertemperatur lag bei etwa zwölf Grad Celsius, Experten zufolge kalt genug für eine Unterkühlung nach gut zwei Stunden im Wasser.

      Tagesschau.de, ganzer Text: tagesschau.de/ausland/faehre132.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Und die Suche geht weiter - wobei die Taucher in die Passagierräume noch gar nicht vordringen konnten, wo die meisten Opfer zu befürchten sind.
      Nach Angaben der Behörden ereignete sich das Unglück an einer Stelle, an der die Fähre eine Kursänderung machen musste. Die Staatsanwaltschaft sagte, die Ermittler untersuchten, ob eines der Besatzungsmitglieder eine Kurve in einem zu scharfen Winkel angeordnet habe, wodurch das Schiff Schlagseite bekam. Dann könnte sich die Ladung - 180 Fahrzeuge und mehr als 1000 Tonnen in Containern - verschoben haben.

      Die Küstenwache geht davon, dass viele Menschen im Innern des Schiffes eingeschlossen wurden. Kurz nach dem Unglück wurden 179 der 475 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet. Bisher wurden 28 Leichen geborgen.

      ( ... ) Noch immer behindern starke Strömungen und schlechtes Wetter die Arbeit der 500 Taucher und anderen Rettungskräfte. Die Sicht unter Wasser sei sehr schlecht, so einer der Taucher. "Nicht einmal die weiße Farbe des Schiffs können wir sehen. Unsere Männer tasten sich am Rumpf entlang."

      Mehr hier: tagesschau.de/ausland/sewol-suedkorea100.html
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      Mehr als 120 Leichen geborgen

      Am sechsten Tag nach dem Unglück haben Taucher mittlerweile mehr als 120 Leichen aus der havarierten südkoreanischen Fähre "Sewol" geborgen. Gutes Wetter erleichtert ihnen die Arbeit. Die Bergungskräfte hoffen sogar auf Überlebende.


      Von Jürgen Hanefeld, ARD-Hörfunkstudio Tokio

      Die Zahl der geborgenen Leichen hat über Nacht die Hundert überschritten, und heute werde man noch viele weitere der bisher Vermissten bergen können. Da ist sich der Sprecher der Küstenwache, Ko Myung-suk, sicher: "Die Höhe der Wellen ist auf einen halben Meter zurückgegangen. Die Strömung hat nachgelassen, die Bedingungen, unter denen wir suchen, sind gut."

      Marine- und Ziviltaucher konzentrieren sich bei ihrer Suche auf die Decks 3 und 4 des Schiffes, wo die meisten der 476 Passagiere eingeschlossen waren. Sie werden von Tauchrobotern unterstützt, die länger als Menschen unter Wasser bleiben können und die Leichen besser aufspüren. Auch die drei Ausländer an Bord, ein russischer Student und ein Pärchen aus China, konnten nur noch tot geborgen werden.

      Dennoch verbreiten die Bergungskräfte Hoffnung auf Überlebende. "Das Wichtigste ist es, aufsteigende Blasen zu finden. Da könnten noch Überlebende sein. Ich glaube daran, und diese Blasen müssten sich finden lassen. Dann erst kommt die Suche nach den Leichen. Ich glaube, es gibt noch Hoffnung", sagt Choung Doug Nam, Präsident der Koreanischen Rettungswacht.

      Kompletter Text: tagesschau.de/ausland/sewol-suedkorea116.html
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      - Kurt Tucholsky -

      Nach Fährunglück vor Südkorea

      Anklage gegen "Sewol"-Crew

      Nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre "Sewol" müssen sich nach übereinstimmenden Medienberichten der Kapitän und drei weitere Crewmitglieder wegen des Vorwurfs des Totschlags vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen die Beschuldigten.

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      Bei dem Unglück gab es mindestens 281 Tote. Die Fähre war mit 476 Menschen an Bord - die meisten von ihnen Schulkinder auf einem Klassenausflug - vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Am späten Mittwochabend wurden fünf weitere Leichen aus dem Wrack geborgen. Noch gelten 23 Menschen als vermisst.
      Stand: 15.05.2014 07:06 Uhr


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/suedkorea-sewol100.html
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Stand: 11.11.2014 12:45 Uhr

      Der Kapitän der gesunkenen südkoreanischen Fähre "Sewol" ist zu 36 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Kwangju sprach Lee Joon Seok der Fahrlässigkeit im Amt schuldig. Lee habe seine Pflichten verletzt, als er die Passagiere im Stich ließ, hieß es zur Begründung. Der Kapitän hatte als einer der ersten die sinkende Fähre verlassen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe gefordert.

      ( ... )

      Bislang wurden nach dem Unglück 295 Leichen geborgen. Neun Menschen werden noch vermisst. Kurz vor der Urteilsverkündung hatte das südkoreanische Ministerium für Ozeanangelegenheiten angekündigt, die Suche nach den verbliebenen Opfern einzustellen. Viele Kabinen des Wracks seien eingestürzt, die Situation für die Taucher sei zu gefährlich. Zwei von ihnen starben bereits bei den Bergungsarbeiten an der "Sewol".


      Quelle: tagesschau.de/ausland/suedkorea-sewol-107.html

      :senf1: Wirklich Schmerzlich für die Angehörigen und Freunde der noch vermissten Menschen, denen mein Mitgefühl gehört - zumal versprochen wurde so lange zu suchen bis man ALLE Opfer gefunden hat.
      Die Entscheidung kann ich, Gott sei Danke, als Außenstehende, dennoch verstehen, denn ich kann mir nicht vorstellen das man diese Opfer noch finden würde.
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      Zehn Jahre Haft für "Sewol"-Reeder

      Stand: 20.11.2014 09:23 Uhr

      Die juristische Aufarbeitung des verheerenden Fährunglücks vor der südkoreanischen Küste Mitte April geht weiter. Vergangene Woche wurden der
      Kapitän und weitere Besatzungsmitglieder zu Haftstrafen zwischen fünf und 36 Jahren verurteilt, nun muss auch der Reeder ins Gefängnis. Ein Gericht in der Stadt Gwangju verurteilte ihn zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 1400 Euro.


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/sewol-reeder-101.html
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)