Griechischer Neonazi-Chef bleibt in Haft

      Griechischer Neonazi-Chef bleibt in Haft

      Der Chef der rechtsextremen griechischen Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi), Nikolaos Michaloliakos, bleibt in Haft. Dies beschloss ein Haftrichter in Athen. Das Haftprüfungsverfahren dauerte die ganze Nacht durch, berichtete das griechische Fernsehen unter Berufung auf die Justiz. Michaloliakos wurde mit Handschellen abgeführt, wie Reporter vor Ort berichteten. Er schrie ihnen zu: "Griechenland lebe hoch und die Goldene Morgenröte lebe hoch".

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      Den Festnahmen vorausgegangen war die Ermordung eines linksgerichteten Rapmusikers durch ein Parteimitglied in der Nacht zum 18. September. Die Gewalttat sorgte landesweit und international für Empörung. Seither gehen Politik und Justiz in Griechenland gegen die Partei und ihre Anhänger vor.
      Stand: 03.10.2013 05:22 Uhr


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/goldene-morgenroete108.html
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Unter den faschistischen Parteien, die die nationalen Parlamente verschiedener europäischer Staaten verpesten (z.B. Österreich, Frankreich, Schweiz, Schweden, Norwegen, Finnland, Ungarn), ist die Goldene Morgenröte ein besonders übler Verbrecherverein. Für Migranten oder Menschen, die aussehen, als könnten sie welche sein, ist es in bestimmten Bezirken Athens lebensgefährlich, auf die Straße zu gehen. Es wird höchste Zeit, dass dieses Dreckspack dort landet, wo es hingehört, nämlich im Knast. Inzwischen überlegt sogar der bisher in dieser Richtung inaktive Minister für Öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, die Partei als kriminelle Vereinigung zu verbieten:
      Nach dem griechischen Strafgesetzbuch handelt es sich um ein Dauerdelikt, das mit einer Strafe von bis zu zehn Jahren Haft belegt wird und in Tateinheit mit weiteren Straftaten sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe zur Folge haben kann. Welche weiteren Straftaten in Betracht kämen, dokumentierte in der vergangenen Woche der Minister für öffentliche Ordnung in einer Vorlage an den Areopag, dem obersten Gericht Griechenlands. Dort ist die Rede von 33 Übergriffen in den vergangenen zwei Jahren.

      Beispiele: Im Mai 2013 haben mutmaßliche Mitglieder der „Goldenen Morgenröte“ einen 14-jährigen Jungen aus Afghanistan mit einer gebrochenen Flasche angegriffen und schwer verletzt. Im September 2012 attackierten Rechtsextreme drei Migranten aus Pakistan an einer Bushaltestelle im Athener Vorort Metamorfosi und verletzten einen von ihnen durch Messerstiche. Zwei Monate später wurden zwei Studenten der kommunistischen Jugendorganisation KNE an einer Berufsschule in der Nähe von Thessaloniki angegriffen.

      Auch den tätlichen Angriff eines Neonazi-Abgeordneten auf den Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Athen im Februar 2013 dokumentiert Dendias. Dazu kommen etliche Schlägereien und Drohungen gegen Ausländer, vermutliche Linke, Andersdenkende und Journalisten.

      Die Linksopposition wirft dem Minister vor, weitere Übergriffe „vergessen“ zu haben, und überreicht ihrerseits dem obersten Gerichtshof Griechenlands eine Liste mit mehr als 150 Vorfällen rechtsextrem motivierter Gewalttaten im Zeitraum von 1992 bis 2012.

      Ganzer Text: taz.de/Griechische-Neonazis/!124653/
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -