22.02.: Petri Stuhlfeier und das Wetter

      22.02.: Petri Stuhlfeier und das Wetter

      Am 22. Februar ist bei den Katholiken Petri Stuhlfeier. Das hat nichts mit der apostolischen Verdauung zu tun, sondern geht laut wikipedia vermutlich auf eine vorchristliche römische Totengedenkfeier zurück, bei der für den Verstorbenen ein leerer Stuhl aufgestellt wurde. Ähnlich wie Siebenschläfer (27. Juni) ist dieser Tag eine Art Wetterorientierungspunkt - man soll aus dem an diesem Tag herrschenden Wetter Schlüsse auf das weitere ziehen können. Die daraus entstandenen Bauernregeln widersprechen sich allerdings zum Teil:

      Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, frierts noch vierzehnmal heuer.
      Die Nacht zu Petri Stuhl zeigt an, was wir noch vierzig Tag für Wetter han.
      Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch vierzig Tage Gewalt.
      War's in der Petersnacht sehr kalt, hat der Winter noch lange Gewalt.
      Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht.
      Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), bringt der Februar noch starken Frost.
      Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft.
      Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, bleibt's nicht mehr lange so kuhl.
      Ist es mild und nach Petri offen der Bach, kommt auch kein großes Eis mehr nach.
      Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
      Ist an Petrus das Wetter gar schön, kann man bald Kohl und Erbsen säen.
      Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24. Februar) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -