Russische Schiffe haben im Hamburger Hafen Tradition.
Segelschulschiffe wie die "Krusenschtern" legen seit 15 Jahren hier an,
und zeitweise verdienten sich Matrosen ein paar Euro, indem sie Touristen übers Schiff führten,
und mit etwa so viel Englisch, wie ihr Gegenüber Russisch konnte, nämlich nahezu nichts, etwas zu erklären versuchten.
(Nebenbei: Wenn ein deutscher Segler mir was vom Segeln
oder ein Computerspezialist die Funktionsweise eines bestimmten Programms erklärt
dann versteh ich meistens auch nicht mehr -
das ist dann relativ wurscht, ob Russisch, Englisch oder Deutsch).
Jedenfalls dümpelte nach seiner Ausmusterung 2002 in Murmansk ein großes Diesel-betriebenes U-Boot herum.
Die Russische Marine hatte kein Geld, und ein pfiffiger Dresdner Unternehmer eine Idee.
Er kaufte das ziemlich heruntergekommene Spionage- (Pardon: Aufklärungs-) Schiff für ca. 1 Mill. Euro,
wozu noch die Schleppkosten kamen.
Militärisch noch bedeutsame Teile waren natürlich zuvor ausgebaut worden.
Das alte Seegerät wurde optisch ein bissl aufgepeppt
und befindet sich jetzt im Hamburger Hafen (etwas abseits),
wo es gegen Entgelt (Erwachsene 8 EU, plus Führung 3 EU,
Ermäßigung für Familien) besichtigt werden kann.
Näheres :hereklick:
Zuvorkommenderweise wurde die Kleingruppe, der ich mich heute angeschlossen hatte,
von einer in Russland geborenen Führerin betreut, die auch dort Schiffsbau studiert hatte -
ihr schwerer russischer Akzent passte ausgezeichnet zum Lokalkolorit.
Der Eingang war für uns Touristen etwas erleichtert, damit wir nicht gleich zu Anfang klettern mussten
(der Ausgang ebenso).
In drangvoller Enge hatten im Schiff 74 Besatzungsmitglieder zu arbeiten,
wovon lediglich der Kapitän und der 1. Offizier eine Einzelkabine für sich hatten,
und auch die war kleiner als jede deutsche Knastzelle.
Die Matrosen "schliefen" zum Teil im Maschinenraum oder sonstwo auf Pritschen,
die nicht viel breiter waren als eine Computertastatur -
das Ganze wurde durch uniformierte Puppen anschaulich gemacht.
Immer wieder wurden wir durch runde Luken geschickt,
durch die ein etwas beleibterer Mensch Probleme hat zu passieren -
auch die Standhöhe in den Gängen erforderte manchmal eine ehrfürchtige, d.h. gebückte, Haltung.
Die russische (bzw. früher sowjetische) Marine erforderte von den U-Boot-Fahrern ausser guter körperlicher Kondition sowie entsprechender Kenntnisse auch eine Körpergröße von nicht über 165 cm -
ich (177 cm) hätte keine Chance gehabt
(wäre, offen gestanden, wegen dieser entgangenen Chance auch nicht traurig gewesen ...).
Lärm und Hitze (letztere durch den Stromumwandler überzeugend demonstriert,
wobei die Geräusche vom Band kamen und nach Aussage der Führerin real etwa 4x so laut waren)
sowie mehrere senkrechte Steigleitern brachten selbst uns Besucher zu schneller Erschöpfung.
Die Besatzung hatte zudem noch schlechte Luft, Motorenhitze und Dieseldämpfe zu ertragen ...
Irgendwann wächst dann die Stehhöhe,
wir müssen nochmal eine Wendeltreppe (nachträglich eingebaut) hinauf,
und das Licht (und die Frischluft) hat uns wieder.
Die ursprüngliche Besatzung hatte dieses Glück nicht - sie musste Monate aushalten.
Segelschulschiffe wie die "Krusenschtern" legen seit 15 Jahren hier an,
und zeitweise verdienten sich Matrosen ein paar Euro, indem sie Touristen übers Schiff führten,
und mit etwa so viel Englisch, wie ihr Gegenüber Russisch konnte, nämlich nahezu nichts, etwas zu erklären versuchten.
(Nebenbei: Wenn ein deutscher Segler mir was vom Segeln
oder ein Computerspezialist die Funktionsweise eines bestimmten Programms erklärt
dann versteh ich meistens auch nicht mehr -
das ist dann relativ wurscht, ob Russisch, Englisch oder Deutsch).
Jedenfalls dümpelte nach seiner Ausmusterung 2002 in Murmansk ein großes Diesel-betriebenes U-Boot herum.
Die Russische Marine hatte kein Geld, und ein pfiffiger Dresdner Unternehmer eine Idee.
Er kaufte das ziemlich heruntergekommene Spionage- (Pardon: Aufklärungs-) Schiff für ca. 1 Mill. Euro,
wozu noch die Schleppkosten kamen.
Militärisch noch bedeutsame Teile waren natürlich zuvor ausgebaut worden.
Das alte Seegerät wurde optisch ein bissl aufgepeppt
und befindet sich jetzt im Hamburger Hafen (etwas abseits),
wo es gegen Entgelt (Erwachsene 8 EU, plus Führung 3 EU,
Ermäßigung für Familien) besichtigt werden kann.
Näheres :hereklick:
Zuvorkommenderweise wurde die Kleingruppe, der ich mich heute angeschlossen hatte,
von einer in Russland geborenen Führerin betreut, die auch dort Schiffsbau studiert hatte -
ihr schwerer russischer Akzent passte ausgezeichnet zum Lokalkolorit.
Der Eingang war für uns Touristen etwas erleichtert, damit wir nicht gleich zu Anfang klettern mussten
(der Ausgang ebenso).
In drangvoller Enge hatten im Schiff 74 Besatzungsmitglieder zu arbeiten,
wovon lediglich der Kapitän und der 1. Offizier eine Einzelkabine für sich hatten,
und auch die war kleiner als jede deutsche Knastzelle.
Die Matrosen "schliefen" zum Teil im Maschinenraum oder sonstwo auf Pritschen,
die nicht viel breiter waren als eine Computertastatur -
das Ganze wurde durch uniformierte Puppen anschaulich gemacht.
Immer wieder wurden wir durch runde Luken geschickt,
durch die ein etwas beleibterer Mensch Probleme hat zu passieren -
auch die Standhöhe in den Gängen erforderte manchmal eine ehrfürchtige, d.h. gebückte, Haltung.
Die russische (bzw. früher sowjetische) Marine erforderte von den U-Boot-Fahrern ausser guter körperlicher Kondition sowie entsprechender Kenntnisse auch eine Körpergröße von nicht über 165 cm -
ich (177 cm) hätte keine Chance gehabt
(wäre, offen gestanden, wegen dieser entgangenen Chance auch nicht traurig gewesen ...).
Lärm und Hitze (letztere durch den Stromumwandler überzeugend demonstriert,
wobei die Geräusche vom Band kamen und nach Aussage der Führerin real etwa 4x so laut waren)
sowie mehrere senkrechte Steigleitern brachten selbst uns Besucher zu schneller Erschöpfung.
Die Besatzung hatte zudem noch schlechte Luft, Motorenhitze und Dieseldämpfe zu ertragen ...
Irgendwann wächst dann die Stehhöhe,
wir müssen nochmal eine Wendeltreppe (nachträglich eingebaut) hinauf,
und das Licht (und die Frischluft) hat uns wieder.
Die ursprüngliche Besatzung hatte dieses Glück nicht - sie musste Monate aushalten.


