Fehmarn

      Das Icon mit dem "singendem Wanderer" ist hier absolut angebracht, da man hier dermaßen viel Ruhe und Zeit für Spaziergänge und innere Einkehr bekommt, erhalten kann, wie sonst noch in wenigen Inselgebieten.

      Wenn man auf die Insel Fehmarn möchte, muss man zunächst an diesen Stellen vorbei (unumgänglich):



      Sieht idyllisch aus, ist es auch, nur wird man plötzlich von diesem überrascht:





      Dieser komische Turm ist für mich ein Rätsel, d.h.ich weiß nicht welche Bedeutung der hat).

      Nun wirds wieder friedlich:



      Und auch ein bißchen witzig :hbl15:


      Dieser kleine Wicht stand an einer Stelle von der wir zunächst dachten dort sei ein Campingplatz. Irrtum vom Amt - dort werden Ferienhäuser etc. gebaut.

      Aber nun, nun können wir endlich auf die Insel fahren - es sei denn man hat große Angst vor Brücken und Wasser.

      Man muss über die Fehmarnsundbrücke!



      Diese Aufnahme ist gemeinfrei!

      An dieser Stelle eine kurze Zwischenbemerkung für Anreisende: Bitte beachten das die Brücke für LKW's und PKW's mit Anhänger (also auch Wohnwagen) bei bestimmten Windverhältnissen gesperrt ist. Also dringend vorher erkundigen (Verkehrsfunk hören)!

      Von oben sieht sie ja klasse aus, nur hat man diese schöne Sicht nicht wenn man darauf zu fährt und auch nicht wenn man sicht darauf befindet.
      Die Realität von unten sieht so aus:



      Und jetzt sind wir bereits drauf:



      Und jetzt ein Blick aufs Wasser (Anhaltemöglichkeiten gibt es weder davor noch auf der Brücke, wenn nicht gerade ein Unfall oder eine Panne ist):



      Und schwupps, fahren wir auch schon wieder runter:

      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Dann kannst Dich schon freuen, denn die Fotos :ob:en war ja erst der Anfang :hbl15:
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Um ein Haar hätten die Bewohner der neuen Bundeländer unter Euch schon in Euren jüngeren Jahren Fehmarn besuchen können, denn es hätte nicht viel gefehlt, und die Insel wäre nach dem Krieg der sowjetischen Besatzungszone und damit der späteren DDR zugeschlagen worden. Dass es dazu nicht gekommen ist, dafür hat der britische Diplomat Sir William Strang Baron of Stonesfield gesorgt.
      Einem Briten haben die Fehmaraner es zu verdanken, dass ihre Insel nach dem 2. Weltkrieg nicht der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen wurde und somit zur DDR gehört hätte. So geht es aus den Memoiren des Lord Strang of Stonesfield hervor. Der Krieg war noch nicht beendet, doch Deutschland längst geschlagen, als die Alliierten sich über die Aufteilung Deutschlands Gedanken machten. Die „Ständige Konferenz“ befasste sich dann mit der Umsetzung der im Februar 1945 beschlossenen Aufteilung in vier Besatzungszonen. Erst 1956 erfuhren die Fehmaraner, wie knapp sie offenbar dem „real existierenden Sozialismus“ entgangen waren. Ein Leben in Freiheit, in der Demokratie, hätte es für sie dann bis zum Mauerfall nicht gegeben. Sir William Strang Baron of Stonesfield gab seine Memoiren „Home and abroad“ heraus. Darin schildert er, wie er in den Verhandlungen 1945 als britischer Unterhändler dem russischen Abgesandten Fjodor Gusew gegenüberstand, der energisch die strategisch wichtige Insel Fehmarn für die sowjetische Besatzungszone einforderte.

      :link:

      Irgendwo in Burg (ich glaube in der Nähe des Museums) findet man eine Gedenktafel für Lord William Strang, und bei spiegel.de eine Ausgabe des Magazins von 1956 zu diesem Thema:
      Im merkwürdigem Gegensatz zu der Großzügigkeit, mit der die Angelsachsen damals den Berlin-Verkehr behandelten und Land an die Sowjets verschenkten, steht der erbitterte Privatkrieg, den Strang auf eigene Faust um die Insel Fehmarn führte.

      "Als wir die Grenzen der Besatzungszonen in Deutschland erörterten", so erzählt er, "versuchte Gusew zwei Monate hindurch, die Einbeziehung der Ostsee -Insel Fehmarn in die Sowjetzone zu erreichen. Nach dem Text unseres Entwurfs fiel die Insel zwar als Teil der Provinz Schleswig-Holstein, zu der sie gehört, klar in die britische Zone, aber der Zeichner, der die dazugehörige Landkarte entworfen hatte, hatte es etwas unklar gelassen, wohin sie fiel.

      "Gusew machte sich das zunutze. Er kämpfte verbissen - wenn auch mit gelegentlichem Augenzwinkern, denn er wußte, daß er frech war -, um dies weitere Vordringen der Sowjets in der Ostsee in Richtung Dänemark durchzusetzen.

      "Ich widersetzte mich nicht weniger verbissen, obwohl das Foreign Office mich ermächtigt hatte, nachzugeben. Ich blieb dabei, und eines Tages ließ Gusew die Forderung unschuldig fallen, als hätte sie nie etwas für ihn bedeutet."

      Mehr dazu hier:
      spiegel.de/spiegel/print/d-43064689.html
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Musst noch warten lieber Grizzly, Ini scheint den Thread noch nicht entdeckt zu haben :hbl9:
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Man beachte die für Autofahrer wenig informativen Schilder rechts neben der Leitplanke -
      hier fahren auch die Züge, bis Puttgarden oder bis Kopenhagen.



      In Puttgarden ist man dann ganz schnell, und wenn man nicht auf die Dänemark-Fähre will ...





      ... muss man nach links abbiegen.
      Auf der Suche nach dem Zentrum von Puttgarden finden wir nur ein paar nichtssagende Häuser -
      irgendwo muss hier doch ein Zentrum sein, oder sonst irgendwas Markantes.
      Das Niobe-Denkmal soll hier sein, in 4 km.
      :kratz: :kratz: :kratz: Wer oder was ist bzw. war jetzt die Niobe :googledetektiv:
      Das Segelschulschiff Niobe (1913–1932) war ein Schulschiff der Reichsmarine.
      Es sank 1932 in der Ostsee vor der Insel Fehmarn.
      :link:

      Das wissen wir zu Beginn unserer Suche aber noch nicht.

      Sieht aus wie ein Denkmal, ist auch eines ...


      aber nicht das, was wir suchen, sondern die Erinnerung an die Peter-und-Pauls-Kapelle, die hier im Mittelalter stand, errichtet als Dank für überstandene Überfahrten. Die hatten ja damals noch keinen ausgebauten Fährhafen, sondern mussten irgendwo hier die letzten Meter durch Wasser und nassen Sand stapfen und waren heilfroh, endlich wieder
      festen Boden unter den Füßen zu haben.



      Nach einer längeren Irrfahrt, sicher mehr als 4 km, parken wir an einem Strandrestaurant mit :cp:
      und schieben uns auf dem Deich entlang zum angekündigten Denkmal.

      :rollst: und Sand ist nicht so einfach ...



      Aber wir schaffen es



      69 Seeleute kamen zu Tode, 40 wurden gerettet.

      Zurück nehmen wir eine Abkürzung, das geht aber nur gebückt - die Strandkiefer fordert ihre Ehrerbietung.



      Irgendwann geben wir es auf, nach dem Zentrum von Puttgarden zu suchen, das wir uns größer vorgestellt haben, weil es ja immer wieder ausgeschildert wurde. Dass es im Wesentlichen aus dem Fährhafen und eben ein paar Häuschen besteht und nicht einmal eine Dorfkirche hat, erfahren wir erst nach unserer Rückkehr im Internet.

      Mal sehen, was die Inselhauptstadt Burg zu bieten hat.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      Mir ließ es keine Ruhe und so habe ich noch einmal genauer geschaut, wo dieser Gedenkstein zu finden ist - es gehört zu Gammendorf.
      Der Gammendorfer Strand, hat im Gegensatz zu den meisten anderen Strandorten ein kleines Wäldchen direkt an den Strand angrenzend.

      Original von Grizzly
      :rollst: und Sand ist nicht so einfach ...



      Nun ja, den Rollstuhl selbst schieben konnte ich eigentlich recht gut, denn er gab mir Halt auf dieser nachgiebigen Standfläche, aber Du mich darin schieben - das war absolut unmöglich - erinnerst Du nicht wie tief er in den Sand sackte.
      Festgefahren nennt man das :hbl17:

      Original von Grizzly
      Mal sehen, was die Inselhauptstadt Burg zu bieten hat.


      Gleich, nicht so schnell, ich möchte noch einmal die Ruhe auf mich wirken lassen und den wunderschönen Ausblick, die anderen vielleicht auch...

      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      richtig traumhaft ist Fehmarn! Danke dass Ihr Beide die Insel vorgestellt habt.

      Dass beim befahren der Brücke mit z.B. Wohnwagen auf den Verkehrsfunk geachtet werden muss - ist klar. Hat man auch bei anderen riesigen Brückenbauten. Ich kann mir auch vorstellen, dass auch bei der Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden ähnlich vorgegangen wird.

      Gibt es dort oben auch den Ostsee Radiosender? Den hatten wir schon ein paar Mal am Wickel.

      ich bin gespannt, was Ihr noch von Fehmarn berichten könnt! Bis dahin erst einmal dankefein.

      Ich werd Micha mal den Bericht zeigen :hbl19:

      liebe Grüße

      Ini
      Jetzt sind wir in Borg up Fehmarn, also in Burg, der "Inselhauptstadt". Hier tobt das Leben - so kommt es einem jedenfalls vor, wenn man durch die kleinen Orte und die vielen Felder gefahren ist oder sich meistens am Strand aufgehalten hat.
      Um überhaupt eine einigermaßen anschauliche Übersichtsaufnahme zu bekommen sind wir weiter nach unten gegangen und Lefteri hat dann diese Stelle entdeckt:



      Und die tollen Bäume im Licht der langsam untergehenden Sonne, wieder ein Traum:



      Wir befinden uns auf der Breiten Straße, der Hauptstraße, die direkt zum Markt am Rathaus vorbei führt,
      und das sieht so aus.

      Von vorn:


      und von hinten:


      Das kleine Fachwerkhaus das Ihr nun zu sehen bekommt ist das Heimatmuseum, in das wir
      aufgrund der fortgeschritten Zeit nicht mehr hineinkonnten.



      Mir gefiel die Tür (ich achte ja auch gern auf Eingangstüren), so das auch sie ihren Platz hier erhalten soll:



      Demnächst gehts weiter, jetzt brauche ich erst einmal eine Pause. :herbstpause:
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Oberhalb der Breiten Straße - der Höhenunterschied beträgt wenige Meter - gehen kleine Gassen und Passagen ab, durch die man auf die Parallelstraße kommt, die wiederum weniger lohnend ist, es sei denn, man hat vorher eine Stadtrundfahrt mit dem Auto gemacht und, schätze ich, dort eher einen Parkplatz gefunden als auf der quirligen Hauptstraße. Dann kommt man durch diese Gassen zurück.

      Aber man kann dort auch länger verweilen..




      Parallel zur Breiten Straße verläuft die Osterstraße. Hat nix mit :osterhupf: zu tun,
      sondern heisst so, weil sie östlich der Breiten Straße verläuft. Dort gibt's auch noch ein paar schnuckelige Häuschen
      samt Einkehrmöglichkeiten.







      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Zum Hafen von Burg ist es nicht weit. Ein bissl müssen wir uns beeilen, sonst wird's dunkel.





      Blickfang im Hafen ist ein U-Boot, vertäut und ordentlich abgesperrt, damit keiner damit davon fährt.



      Die Absperrung bewirkt, dass ich das Trumm nicht als Ganzes aufs Bild bekomme.



      Und hier: :grins: Ein russisches Schiff ?
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Uff, wir haben unseren Ausflug noch gar nicht abgeschlossen...
      :peinlich: - nö, war wohl einfach zu schön.
      Dennoch, irgendwann muss es ja sein.

      Also zeige ich dann mal die letzten Fotos.
      :un: das U-Bootmuseum aus meiner Perspektive:



      Ein kleiner Überblick über einen Teil des Yachthafens:



      Übrigens gibt es direkt am Hafen ein wunderbares kleines Restaurant das sich so ziemlich jeder leisten können dürfte und das Essen ist fantastisch!
      Mal schauen ob mir wieder einfällt - oder Grizzly - wie es heißt :nachdenken:

      Leider ruft nun die Zeit und wir müssen Richtung Norderstedt aufbrechen.
      Lasst uns letzte Blicke von Burg auf werfen, z.B. die netten Straßenlaternen und den Flieder der teilweise leider schon wieder verblüht:

      ein wenig duftet er noch!



      Und diese herrlichen Blumen - wie sie heißen weiß ich nicht.

      Blumen sind überhaupt recht viel in der kleinen Stadt zu entdecken an den Häusern, Laternen und natürlich auch Hofcafés und Gärten.



      Aufgefallen ist uns auch dieser Flaggenmast

      Fällt Euch da was auf?


      Außerhalb des Zentrums kann man diese Dinge entdecken:



      Irgendwie weiß man nicht so recht ob es bewohnt wird...
      Bei folgendem ist das etwas klarer :grins:



      Was auf den Schildern steht soll Euch nicht vorenthalten werden, falls Ihr Euch mal austoben wollt :hase_weg:



      Wahrscheinlich waren wir auch hüpfen und haben deshalb den Rückweg nicht mehr geschafft :hasengrins:
      Jetzt aber sind wir auf dem Weg zur Fehmarnsundbrücke, begleitet von einem wunderschönen Sonnenuntergang:









      Und nun auf Wiedersehen, wir :hoffen: Ihr hattet recht viel Freude an unserem Bericht:



      Weitere Infos erhaltet Ihr hier:
      stadtfehmarn.de/
      findcity.de/?m=stadt-fehmarn-s…23769pe&c=3169+398&pz=100
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)