Japan: Nach der Atomkatastrophe

      In allen sechs Reaktorblöcken des japanischen Atomkraftwerk Fukushima I gibt es nach dem Erdbeben massive Probleme. In drei von ihnen wird eine Kernschmelze befürchtet, in den anderen besteht zumindest die Gefahr des Austritts von radioaktiven Stoffen.
      tagesschau.de dokumentiert die aktuelle Lage :klick:

      In Deutschland regt sich derweil auch in bisher atomfrommen Gemeinden wie Biblis, in dem ein Großteil der Bewohner beim örtlichen AKW beschäftigt ist (beide Blöcke sind uralt und sollen vom Netz) der Widerstand.
      :link:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Die mehr oder minder hilflos wirkenden Versuche, die Reaktoren von außen zu kühlen, scheinen doch einigen Erfolg gehabt zu haben. Zu dieser Stunde jedenfalls sieht es so aus, als könnte sich die Situation entwicklen wie eine größere Ausgabe des Three-Mile-Island-Falles. 1979 gab es in den USA in diesem Kraftwerk ebenfalls eine Teilschmelze, die gestoppt werden konnte.

      Mit der Zeit nimmt auch die Nachzerfallswärme deutlich ab. Es gibt also Hoffnung, dass es nicht noch schlimmer kommen muss. Das alles macht aber nicht mehr rückgängig, was schon geschehen ist. Und das ist schlimm genug. Und das radioaktive Material, was da frei geworden ist, bleibt uns teilweise sehr lange erhalten. Das was dort noch liegt, wird für sehr lange Zeit ein Problem sein.
      tagesschau.de, mehr hier :klick:


      Ein TAZ-Leserbriefschreiber hat eine interessante Berechnung angestellt. Demnach soll laut AKW-Betreibern das "minimierte Restrisiko" so aussehen, dass gerade mal alle 10.000 Jahre ein GAU von der Art Tschernobyl oder Fukushima passiert. Wir haben weltweit etwa 210 AKW mit 436 Reaktorblöcken.
      10.000 geteilt durch 400 gibt also 25.
      1986 war die Tschernobyl-Katastrophe - und 25 Jahre später die von Fukushima :trauer:
      Wenn das keine präzise Prognose ist :traurigdenkend:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Die radioaktive Strahlung aus dem Unglückskraftwerk Fukushima erschwert zunehmend das Krisen-Management der Betreiberfirma Tepco. Die Arbeiten zur Instandsetzung der Reaktortechnik im Block 2 des Atomkraftwerks wurden deswegen unterbrochen.

      Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo wurde eine Radioaktivität von 500 Millisievert pro Stunde gemessen - die natürliche Hintergrundstrahlung liegt je nach Region bei etwa zwei Millisievert pro Jahr.

      In Block 2 wird befürchtet, dass der innere Reaktorbehälter bei einer Explosion in der vergangenen Woche beschädigt wurde. Techniker wollen dort wie schon im Reaktorblock 3 zunächst die Beleuchtung im Kontrollraum wiederherstellen und Messinstrumente mit Strom versorgen. Das Licht soll mittlerweile wieder funktionieren.

      Wegen steigender Temperaturen im Block 1 der Anlage wurde dieser Reaktor von außen mit Wasser gekühlt, wie der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde (NISA), Hidehiko Nishiyama, auf einer Pressekonferenz mitteilte. Ein ähnlicher Einsatz begann nach seinen Angaben am Reaktorblock 4 - dort ist es das Ziel, das Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe zu kühlen. Bei Block 3 sei am Nachmittag ein Feuerwehreinsatz zur Kühlung der Anlage geplant, sagte Nishiyama. Als nächstes wollen die Betreiber dann versuchen, die regulären Kühlsysteme der Reaktorblöcke wieder in Gang zu bringen, die nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März ausgefallen sind. In Block 1 werde dies bis Freitag angestrebt, sagte der NISA-Sprecher.

      Die Verstrahlung der Umwelt veranlasste die Regierung unterdessen, den Lieferstopp für Gemüse aus der Präfektur Fukushima auszuweiten. Das japanische Gesundheitsministerium veröffentlichte eine Liste mit elf Gemüsearten, bei denen nach dem Unglück im AKW Fukushima eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde. Darunter sind Spinat, Broccoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna.
      tagesschau.de, ganzer Text hier :hereklick:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Wo Rauch ist, ist auch Feuer…. sagt der Volksmund. Jedenfalls eine Verbrennung. Die muss aber nicht mit offenen Flammen einhergehen. Rauch ist eine Mischung aus Gasen, Russ- und anderen Partikeln und Wassertröpfchen. Ist er ganz weiß, dann dürften die vorherrschen und dann ist das eher Dampf. Die schwarze Färbung ist jedenfalls ein Ergebnis von Russ und Staub. Es gibt eine Reihe von Spekulationen, was da genau brennt oder schwelt oder schmort. Im japanischen Fernsehen war die gängige Analyse, dass das Kabel sind, die dort qualmen. An die Kraftwerksblöcke ist ja jetzt wieder externe Stromversorgung angeschlossen und die Techniker (wenn sie denn gerade arbeiten können) versuchen, damit die Kühlanlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Angesichts der sichtbar großen Zerstörungen ist das nicht einfach und es kann dabei durchaus z.B. durch Kurzschlüsse zu Bränden unterschiedlicher Art kommen. Auf die gleiche Art könnten sich Öle entzündet haben. In Pumpen aber auch in Transformatoren gibt es davon wohl einiges. Solche Brände wären zu anderen Zeiten eine ernsthafte Sache nur für sich. Dabei werden viele Dioxine frei.

      Die Frage ist, ob mit dem Rauch auch in erhöhtem Mass radioaktive Teilchen transportiert werden. Offenbar zeigen die Messwerte dafür keine Anzeichen. Die teilweise zerstörten und beschädigten Reaktoren strahlen vor sich hin – und daneben scheint es noch zu brennen. Die Belastung der Menschen in der weiteren Umgebung ist jetzt teilweise hoch.
      Ganzer Text hier :klick:


      Laut Radionachrichten ist der heute über Fukushima aufgestiegene Rauch eher schwarz. Und im Trinkwasser von Tokio ist die Belastung an radioaktivem Jod gestiegen - noch soll das für Erwacxhsene unbedenklich sein :traurigdenkend: aber es wird schon davor gewarnt, daraus Babynahrung zuzubereiten.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Im Meerwasser nahe des japanischen Atomkraftwerks Fukushima I ist eine Konzentration von radioaktivem Jod 131 gemessen worden, die um das 1250fache über dem gesetzlich zulässigen Höchstwert liegt. Das teilte die japanische Atomsicherheitsbehörde mit.

      Die Probe wurde demnach von Betreiber Tepco einige hundert Meter vom Atomkraftwerk entfernt im Pazifik entnommen. Am Dienstag hatte der Wert bei Messungen noch um das knapp 127fache über der zulässigen Grenze gelegen. Daraufhin hatten die Behörden eine Verschärfung der Kontrollen von gefangenem Fisch und Meeresfrüchten an der Küste angeordnet. Am Donnerstag lag der Wert laut Tepco das 145fache über dem Grenzwert, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

      Zudem ist an einer weiteren Stelle im AKW stark radioaktiv verseuchtes Wasser entdeckt worden. Es befinde sich im Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 1, sagte ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde. Es sei noch unklar, woher genau das Wasser stamme. Möglicherweise sei aber Wasser aus dem Reaktorgehäuse über ein beschädigtes Rohr oder Ventil zwischen Reaktor und Turbinengebäude ausgetreten.

      Das verstrahlte Wasser in Block 1 enthält hohe Mengen von Cäsium 137. Dieses 137 hat im Unterschied zu radioaktivem Jod eine relativ lange Halbwertzeit von 30,2 Jahren. Es entsteht bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken. Das Wasser enthält darüber hinaus unter anderem auch die Cäsium-Isotope 134 (160.000 Becquerel) und 136 (17.000 Becquerel) sowie Jod-131 (210.000 Becquerel).

      Am Donnerstag waren bei Arbeiten am Reaktorblock 3 drei Arbeiter hoher radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden, nachdem sie durch sehr stark radioaktiv verseuchtes Wasser gelaufen waren. Auch in den Untergeschossen der Turbinengebäude der Reaktoren 2 und 4 wurde bis zu einem Meter hohes Wasser entdeckt.

      In Block 3 von Fukushima "könnte etwas beschädigt worden sein", sagte Hidehiko Nishiyama von der japanischen Atomaufsicht NISA. ( ... )

      :traurigdenkend: Die merken auch alles :kratz:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      In einer Reaktorwand des havarierten Atomkraftwerks Fukushima klafft ein 20 Zentimeter langer Riss, aus dem radioaktives Wasser direkt ins Meer sickert. Das Leck befindet sich den Angaben des AKW-Betreibers Tepco zufolge in der Wand einer zwei Meter tiefen Grube für Stromkabel unter Block 2. Darin stand das Wasser laut Tepco bis zu 20 Zentimeter hoch. Jetzt versuchen Experten, die undichte Stelle mit Zement abzudichten.

      Der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama, bestätigte die Angaben. In der Luft über dem Leck seien Strahlungswerte von 1000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Nishiyama meinte, der Schacht "könnte eine der Quellen für die Kontaminierung des Meerwassers sein". "Es könnte andere, ähnliche Risse in dem Gebiet geben, und wir müssen sie so schnell wie möglich finden." Die Strahlenwerte im Wasser in der Nähe des Reaktors und in einem Umkreis von 15 Kilometern würden ständig überprüft, versicherte er.

      Experten erklärten, das verstrahlte Wasser werde in den Weiten des Pazifiks rasch verdünnt, sodass auch größere Mengen kaum Auswirkungen auf die Umwelt hätten.
      tagesschau.de :klick:

      Lefteri sein :©senf1:
      Nein, das Meerwasser dort ist natürlich krachgesund :smnickt: :smnickt: :smnickt: :smnickt: :smnickt: :smnickt: :smnickt:

      Dann mögen die Herrschaften Atomkraftbefürworter gefälligst hergehen und das Zeug literweise saufen :yes_text2:
      Wohl bekomm's :feier1:


      :kotzen1: :sternseh_anim: :kotzen1: :sternseh_anim: :kotzen1: :sternseh_anim: :kotzen1: :sternseh_anim: :clo1: :kotzen1: :sternseh_anim: :kotzen1: :sternseh_anim: :kotzen1: :sternseh_anim:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Das Meer ist stärker verseucht als angenommen. Die Reaktoren strahlen so stark, dass sich die Helfer nicht mehr herantrauen. Und die Wetterbehörde hält Daten zurück.

      Die Strahlenbelastung am AKW Fukushima Daiichi ist weit höher als bisher bekannt. Das gab gestern die Betreiberfirma Tepco zu. Das Meerwasser am Zufluss für den Reaktor 2 wies demnach 7,5 Millionen Mal höhere Grenzwerte für Jod 131 auf als erlaubt. Ein Kubikzentimeter strahlte nach diesen Messungen bereits am Samstag mit 300.000 Becquerel. Tepco meinte zur Beruhigung, die Werte seien bis Montagmorgen bereits auf 200.000 Becquerel gefallen.

      Was die Strahlung konkret bedeutet, schilderte ein Strahlenschützer aus dem AKW gegenüber dem TV-Sender NHK: Die Belastung in den Blöcken 1 bis 3 seien so hoch, dass kein Arbeiter sich dort mehr hinwage. Messungen würden dadurch sinnlos. Auch außerhalb der Blöcke lägen die gemessenen Werte oft bei 100 Millisievert pro Stunde, sodass an längere Arbeiten nicht zu denken sei.
      taz.de :klick:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Jetzt scheint ja zumindestens das Leck an Reaktor 2 dicht zu sein, vorerst jedenfalls. Aber:
      Die positive Meldung hat aber verdrängt, dass es wohl noch weitere Lecks geben dürfte. Und dazu einfach viel zu viel belastetes Wasser. Der Betreiber hat jetzt insgesamt wohl 15.000 t abgelassen, um Platz für höher belastetes zu machen.
      Mehr hier :klick:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Original von Fuchsie
      Das wird sich bestimmt auf die Fischverarbeitungsindustrie auswirken...die Leute werden jetzt meht auf die Herkunft der Fische schauen...oder erstmal garkeinen kaufen... :hasendaumunten:



      Wir werden auf hunderte von jahren keine Fische mehr essen können. Es darf keiner denken wir sind weit wech, nein das sind wir nicht die Fische Schwimmen durch alle Meere und die Strömmungen die im Meer Herrschen lassen auch das Wasser das vor Japan ist im laife der zeit in der Nordsee ankommen.

      Sorry, wir essen gerne Fisch, aber es kommt kein Süsswasserfisch und auch kein Meerfisch mehr auf denn Tisch.

      Einen Geigenzähler habe ich noch nicht, aber überlegen sollte amn ob man sowas sich nicht anschaft und jedes essen vorher misst.

      Habe ich euch angst gemacht? Aber es ist die realität.
      Ich weis nicht wie die verfallzeit der verstrahlung ist, denke aber ziemlich lang.

      Grüsse
      euch
      Günter Goldpixler


      @ Goldpixler:
      damit dass die Verweildauer radioaktiver Substanzen in japanischen Fischen eine lange sein kann, hast Du wohl Recht. Andererseits hat das für mich noch nicht die Konsequenz, hier keinen (europäischen) Fisch mehr zu essen. Wobei ich kein großer Fischesser bin.

      Ein schweres Nachbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala hat am Donnerstagabend die Ostküste Japans erschüttert. Für die Präfektur Miyagi lösten die Behörden Tsunami-Warnung aus, hoben sie nach einer Stunde aber wieder auf. Sieben Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Epizentrum des Bebens kurz vor Mitternacht japanischer Zeit lag etwa 60 Kilometer östlich der Küstenstadt Sendai und 40 Kilometer unter dem Meer. Die Präfektur Miyagi liegt nördlich der Präfektur Fukushima und war beim Tsunami am 11. März schwer von den Flutwellen getroffen worden. Laut den Behörden war es das schwerste Nachbeben seit dem 11. März.

      Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 teilte wenig später in Tokio bei einer Pressekonferenz mit, das Beben habe keine zusätzlichen Probleme in der schwer beschädigten Anlage ausgelöst. Die etwa 200 bis 300 Mitarbeiter vor Ort brachten sich in einem erdbebenfesten Gebäude in Sicherheit.
      sueddeutsche.de :hasenklick:

      Na, wer's glaubt :traurigdenkend:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Original von Lefteri
      @ Goldpixler:
      damit dass die Verweildauer radioaktiver Substanzen in japanischen Fischen eine lange sein kann, hast Du wohl Recht. Andererseits hat das für mich noch nicht die Konsequenz, hier keinen (europäischen) Fisch mehr zu essen. Wobei ich kein großer Fischesser bin.

      Ein schweres Nachbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala hat am Donnerstagabend die Ostküste Japans erschüttert. Für die Präfektur Miyagi lösten die Behörden Tsunami-Warnung aus, hoben sie nach einer Stunde aber wieder auf. Sieben Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Epizentrum des Bebens kurz vor Mitternacht japanischer Zeit lag etwa 60 Kilometer östlich der Küstenstadt Sendai und 40 Kilometer unter dem Meer. Die Präfektur Miyagi liegt nördlich der Präfektur Fukushima und war beim Tsunami am 11. März schwer von den Flutwellen getroffen worden. Laut den Behörden war es das schwerste Nachbeben seit dem 11. März.

      Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 teilte wenig später in Tokio bei einer Pressekonferenz mit, das Beben habe keine zusätzlichen Probleme in der schwer beschädigten Anlage ausgelöst. Die etwa 200 bis 300 Mitarbeiter vor Ort brachten sich in einem erdbebenfesten Gebäude in Sicherheit.
      sueddeutsche.de :hasenklick:

      Na, wer's glaubt :traurigdenkend:



      ich bzw wir sind schon starke fisch esser einmal wöchentlich (nicht unbedingt am freitag) kommt fisch auf den tisch. Woher weis ich das er aus europäischem wasser kommt, woher wei ich das das japanische wasser nicht schon in europa angekommen ist?

      also bleibrt dann nur kritisch zu sein!

      grüsse

      Günter

      PS: aber noch gibt es bei uns fisch.


      Japan ruft höchste Gefahrenstufe aus

      Japan bewertet die Atomkatastrophe von Fukushima nun als ebenso gravierend wie das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Die Katastrophe werde auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (Ines) auf die höchste Stufe 7 statt bislang 5 eingeordnet, teilte die japanische Atomaufsicht in Tokio mit. Die Einstufung beziehe sich auf den Zeitpunkt des Ausbruchs der Katastrophe vor einem Monat. Seitdem sind die Werte der radioaktiven Verseuchung stark gesunken.

      Es handele sich um eine vorläufige Einordnung, betonte ein Sprecher der Atomaufsicht. Die endgültige Bewertung müsse die Internationale Atomenergiebehörde vornehmen. Zuvor hatten japanische Medien berichtet, die Atomaufsicht vermute, dass die Menge des freigesetzten radioaktiven Materials für mehrere Stunden die Grenze von 10.000 Terabecquerel überschritten habe. Damit müsste der Unfall mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gleichgesetzt werden. Ein mit Stufe 7 eingeordneter Vorfall bezeichnet einen katastrophalen Unfall mit schwersten Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.
      ( ... )

      Debatte um Evakuierung rund ums AKW Fukushima

      Kurz vor dem erneuten Nachbeben ordnete die japanische Regierung in der Umgebung des AKW Fukushima I weitere Evakuierungen an. Die Bewohner von fünf weiteren Ortschaften in teilweise mehr als 30 Kilometern Entfernung von dem Kraftwerk seien angewiesen worden, ihre Häuser innerhalb eines Monats zu verlassen, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Dazu gehöre auch die Stadt Itate.

      An einigen Orten seien erhöhte Strahlenwerte festgestellt worden, und es würden langfristige Gesundheitsrisiken befürchtet, erklärte Edano. Zugleich betonte er, dass es sich nicht um einen Notfall handele und die Bewohner nicht sofort evakuiert werden müssten.

      Bisher waren bereits die Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern um das Kraftwerk evakuiert worden. Bewohner einiger weiter entfernt gelegener Ortschaften wurden angewiesen, im Haus zu bleiben.
      tagesschau.de :hasenklick:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Im japanischen Katastrophen-Kernkraftwerk Fukushima ist es höchstwahrscheinlich in zwei weiteren Reaktorblöcken zur teilweisen Kernschmelze gekommen. Wie die Betreiberfirma Tepco mitteilte, gehe man davon aus, dass sich auch in den Reaktoren 2 und 3 die Brennstäbe teilweise verflüssigt haben.

      Damit wäre es in allen drei zum Zeitpunkt des Erdbebens am 11. März in Betrieb befindlichen Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi zur Kernschmelze gekommen. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass dies die Krise verschlimmere, da die Brennstäbe seitdem mit Wasser bedeckt und wieder gekühlt wurden, hieß es.
      tagesschau.de :klick:
      Lefteri sein :©senf1:
      Na hoffen wir's ...
      :kratz:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Auch wenn keine unmittelbare Gefahr mehr vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima I ausgeht, bleibt die Angst bei den Menschen im Nordosten Japans von Tokio bis Sendai bestehen. Es ist eine schwer zu fassende Angst, der die Behörden mit ihren offiziellen Messungen nicht beikommen - zumal immer wieder Meldungen durch die japanischen Medien geistern über sogenannte Hotspots mehrere Hundert Kilometer entfernt von Fukushima. Von einem Hotspot spricht man dann, wenn auf eng begrenztem Raum erhöhte Radioaktivität gemessen wird.

      Während eine dieser Stellen in Setagaya, einem Stadtteil von Tokio, nicht in Zusammenhang mit der Atomkatastrophe steht, gibt es eine Reihe von Punkten in Kashiwa, in Chiba oder Kawasaki, die mit großer Sicherheit auf radioaktives Material zurückgehen, das nach der Kernschmelze durch die Explosionen im havarierten AKW freigesetzt wurde. Allerdings ist nach Angaben von japanischen Experten in keinem der Fälle eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung zu befürchten. Als Erklärung für diese Hotspots führen sie Regenwasser an, das zum Beispiel wegen eines Lecks in der Dachrinne immer an der gleichen Stelle auf die Erde traf, Pfützen bildete, dort verdampfte und sich deshalb mit der Zeit immer mehr Cäsium abgelagert hat.

      tagesschau.de, ganzer Text hier :klick:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      Sondersendung am 11.03.

      Spiegel TV Magazin Sondersendung am 11.03. auf RTL um 22:35 h bis 00:00 h

      Erst kam das Beben, dann der Tsunami und kurz darauf die Kernschmelze im Atomreaktor Fukushima Daiichi. Japan musste im März vor einem Jahr gleich mit drei Katastrophen fertig werden. Wer das Land heute besucht, erlebt, dass die Aufarbeitung der Ereignisse noch lange nicht abgeschlossen ist. Maria Gresz und weitere SPIEGEL-TV-Reporter sind deshalb ins Katastrophengebiet gereist. Ihre 75-minütige Reportage am ersten Jahrestag des Bebens zeigt: Japan hat sein Trauma noch nicht überwunden.


      Quelle und Weiteres: spiegel.de/sptv/0,1518,818803,00.html
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)