


Filipe Fortes, New York 





Kritiker der Grundgesetzänderung fanden sich sogar im Regierungslager, bei der FDP. Die SPD-Opposition war nach einem Sonderparteitag im November 1992 gespalten, Genossen waren deswegen aus der Partei ausgetreten, und in der SPD-Fraktion stimmten schließlich rund 100 Abgeordnete gegen die Gesetzesänderung.
Die Bundestagsdebatte am 26. Mai 1993 war denn auch emotionsgeladen und begleitet von massiven Protesten und Blockaden durch mehr als zehntausend Demonstranten. Viele Abgeordnete begründeten einzeln ihr Abstimmungsverhalten.
Für Bündnis 90/Die Grünen fasste der ostdeutsche Politiker Konrad Weiß die Argumente der Gegner einer Grundgesetzänderung zusammen:
Weiß: "Anstatt alles daran zu setzen, das Asylrecht zu bewahren und zu gewährleisten, soll es nun so weit eingeschränkt werden, dass es einer Abschaffung gleichkommt. Davon, und dies ist ein weiterer Zwang, unter dem hier und heute gehandelt wird, verspricht sich manch einer das Wohlwollen der WählerInnen und das Überleben seiner Partei. Das ist nicht nur verantwortungslos, das wirkt verheerend auf die politische Kultur unseres Landes. Was soll aus Deutschland werden, wenn ein Grundrecht, ein Menschenrecht, so leichtfertig in die Waagschale geworfen wird für eine Wahl."


Schon 1993 waren sich die Massenparteien einer ablehnenden Haltunggroßer Teile der Bevölkerung gegenüber Immigranten im Klaren. Und dieswollten sie für die Optimierung der Wahlergebnisse nutzen.

Nein, sie spielen nicht die Geschichten von Der Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer stellt den Ursprung des Lag baOmer dar. Das rituelle
Omer-Zählen der 49 Trauertage zwischen Pessach und Schawout beginnt am Sederabend und endet mit
dem jüdischen Wochenfest. Am dreiunddreißigsten Tag werden Picknicks und Freudenfeste veranstaltet.
Andere Bräuche sind das Entzünden von Lagerfeuern oder einer einzelnen Fackeln sowie das
Ausrüsten der Kinder mit Pfeil und Bogen. Diese ziehen dann als lebendige Erinnerung an den
Bar-Kochba-Aufstand durch die Natur. Der Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135 nach Christus kann als
Beginn der jüdischen Diaspora angesehen werden.
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