Rundreise durch den Harz-Sprengen der psychischen Coronafesseln

      Rundreise durch den Harz-Sprengen der psychischen Coronafesseln

      Dieses Jahr ist wirklich eine Zäsur im Hamsterrad der bundesdeutschen
      Wirtschaftmaschinerie. Doch die Verknüpfung mehrerer Zufälle hat mich
      bisher vor dem "Supergau" bewahrt. Oder anders herum....meine erbrachte
      Arbeitsleistung liegt wohl seit März bei 110%. Bis zum Frühjahr ist das auch
      schon vertraglich zugesichert. So weit alles gut. :lalala:
      Was mache ich nun mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub?
      Eine völlig neue Frage, die ich als "Alleinselbstständiger" jahrelang nicht zu
      stellen wagte. Wirklich raus aus dem Alltag, ohne nebenbei noch was zu machen ?
      Versuche ich mit meiner Frau auch das. :klardoch:
      Diesmal haben wir die Einladung eines befreundeten Ehepaares angenommen.
      3 Tage Harz mit Unterkunft/Versorgung und Ausflugsfahrten incl. Reiseleitung.
      Ein supi all inclusive Paket. :jaha:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Am ersten Nachmittag ging es den Harz hinauf zuerst nach Stiege und dann rechts
      herum Richtung Magdeburg. Dort haben wir dann eine geologische Formation
      bewundert, die auch schon als Kulisse für Filmaufnahmen herhalten mußte.
      Die "Teufelsmauer" ist wirklich ein imposanter Ort. Zurück ging es dann die
      B4 zurück über den ganzen Harz. Gipfelpunkt der Höhenlage ist dabei Braunlage.
      Ein verschlafenes ruhiges Örtchen im Harz >Stiege<
      Images
      • DSC_129.JPG

        263.67 kB, 750×550, viewed 3 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 1 time, last by “COOLmann” ().

      Nach einer längeren Autofahrt die Wanderschuhe an und ein Stück an der Bode
      entlang, die Treppe hoch und den Blick über das Land vom Plateau der "Teufelsmauer"
      genießen. Und in dieser Reihenfolge ein paar Bildchen dazu.
      Images
      • DSC_130.JPG

        273.53 kB, 750×550, viewed 1 times
      • DSC_141.JPG

        241.05 kB, 500×750, viewed 1 times
      • DSC_135.JPG

        213.75 kB, 750×550, viewed 1 times
      • DSC_134.JPG

        248.35 kB, 750×550, viewed 1 times
      • DSC_136.JPG

        220.21 kB, 750×422, viewed 1 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 1 time, last by “COOLmann” ().

      Ist ja wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Wenn ich's richtig gegoogelt hab, in der Nähe von Thale. Da muss ich wohl auch nochmal hin. Und herzlichen Glückwunsch zum lang verdienten Urlaub !
      Ich war auch unterwegs, letzte Woche, in der Nähe von Bremen. Bilder kommen noch.
      Liebe Grüße,
      Grizzly.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      Post was edited 1 time, last by “Grizzly” ().

      Eben drum der Ausflug in den Harz. Nebenbei haben wir das "Nützliche" (Unterkunft bei
      Bekanntent) mit dem "Bequemen" (wurden vom Ausgangspunkt Harztor ca. 600 km durch den
      Harz gefahren gefahren) und dem "lange Überfälligen" (Wiederherstellen persönlicher Beziehungen)
      verbunden. 3 Tage, in denen der Kopf fast komplett von Corona befreit war. Zumal im privaten Bereich,
      im Auto der Gastgeber und in der Natur die Masken kein Thema sind. Deshalb auch der kryptische Zusatz
      von der Befreiung von den Coronafesseln in der Themenüberschrift. :big_grubel:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Nun schauen wir mal zusammen in den Tag 2.
      Diesmal haben wir als erstes unser Leben rekapituliert.
      Bester Ort dafür: DDR-Museum. :daumenhochklein:
      Also ab nach Thale!
      Images
      • DSC_151.JPG

        209.4 kB, 750×422, viewed 0 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      :badewanne_sing: Start des Rundganges ist die Jahreszahl 1949...also die Gründung
      der DDR. Welche teils miserablen Zustände im Nachkriegs-Ostdeutschland
      herrschten wird an einem typischen Aussiedler-Zimmer gezeigt.
      Meine Frau hat dort durchaus ein paar Erzählungen der Frauen vom
      "Heimatverein der Vertriebenen" wiedererkannt. Durch die einzelnen
      Ausstellungsräume fanden wir das eine oder andere Objekt welches unser
      Leben begleitete. Ihr könnt Euch schon denken: Möbelstücke von Zeiten
      der Eltern oder die erste Wohnungseinrichtung von unserem Ehekredit.
      Elektronische Haushaltsgeräte welche zT. noch heute in Benutzung sind.
      Die Vielzahl der Objekte ist schwer im Bild zu erfassen und wohl in
      ihrer ganzen Bedeutung nur von denen zu würdigen die eine persönliche
      Erinnerung daran haben. Zumindest mir war ganz warm ums Herz und
      feucht in den Augen.
      Um den Kreis zum Heute zu schließen noch eine kleine Episode.
      Wir bemühen uns seit Anfang des Jahres ein kleines Zimmer in einem Haus
      von 1846 zu einer Toilette/Dusche umzubauen. Für einen Komplettanbieter
      fehlt das Geld, zum Selbstbau fehlt die Zeit und die kleinen Einzelhandwerker
      sind auch mit Dingen beschäftigt bei denen sie mehr verdienen können.
      Im Endeffekt gehen wir immer noch einen Stock tiefer auf die Werkstatttoilette,
      wir fühlen uns ähnlich wie damals und der Haussegen steht schief.
      Der Blick zurück sagt uns aber: Wenn es dann mal etwas wird ist das Ergebnis nicht
      mehr ganz so provisorisch....hoffentlich. :bad_zu_zweit:
      Images
      • DSC_147.JPG

        195.68 kB, 550×977, viewed 0 times
      • DSC_148.JPG

        209.84 kB, 550×977, viewed 1 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 4 times, last by “COOLmann” ().

      Inlandreisen sind in dieser Zeit die einzige Möglichkeit für Nestflüchter, dem Quarantäneterror, dessen Berechtigung ich gar nicht bestreiten möchte, zu entkommen. Mein geliebtes Schweden fällt als Erholungsort zur Zeit ja aus.
      Die Nachkriegszeit, insbesondere die unmittelbare, wird, das sehe ich in den westdeutschen Heimatmuseen immer wieder, eher stiefmütterlich behandelt - das scheint in der ehemaligen DDR anders zu sein. Wobei die Ausgangslange in Ort und West ähnlich gewesen sein dürfte. Allerdings ist im Westen inzwischen alles zugebaut, und zur Erinnerung beschränkt man sich, wie kürzlich im Kreismuseum Ratzeburg, auf die 50er Jahre. Immerhin war dort auch der voll bepackte Pferdeschlitten eines Flüchtlingstrecks zu sehen.
      Im Osten kann man dann gleich die DDR-Zeit mit einbeziehen, und einiges, wie an Eurem Beispiel zu sehen, setzt sich bis heute fort. Bei uns im Westen sind diese Spuren längst beseitigt, und
      DDR-Museen gibt es inzwischen einige, so in Berlin, Wittenberg (sieh Link) und Malchow. Thale kannte ich noch nicht - danke !
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Nach den Gedenktagen 03.10. (gesamtdeutsch) und 07.010. (ostdeutsch) gehe ich
      in Gedanken wieder zurück zu der "Harzreise". Wenn man einmal in Thale ist sollte
      der "Hexentanzplatz" und die Gesteinsformation "Roßtrappe" als Ausflugsziel nicht
      fehlen. Die sagenumwobenen Geschichten zu beiden Zielen würden hier eine ganze
      Seite füllen. Belasse ich es also bei ein paar typischen Schnappschüssen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Der Hexentanzplatz hat touristisch aufgerüstet.
      Wem der Blick auf Thale oder die Roßtrappe
      Images
      • DSC_156.JPG

        282.46 kB, 927×522, viewed 1 times
      • DSC_157.JPG

        289.23 kB, 552×981, viewed 1 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Ganz interessant ist das Haus in der Schlucht unterhalb der Roßtrappe.
      Ein verwunschener Ort, bei dem so gut wie nie die Sonne scheint.
      Ein Schulungsheim für Vampire?
      Images
      • DSC_157i.JPG

        359.91 kB, 910×1,404, viewed 1 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Für "Nichtvampire" gibt es übrigens auch nette Aufenthaltsmöglichkeiten.
      Entlang der Bode kommt man durch ein Tal wo auf der einen Seite des Flusses
      die Straße verläuft und auf der anderen Seite ein Hotel steht. Die Brücke über
      die Bode ist ausschließlich für Fußgänger und Fahrradfahrer. Wer mit dem Auto
      hin will muß die Furth benutzen. Eine mehrheitlich flache Stelle in der Bode
      die mit Betonplatten befestigt ist. Im Reiseführer steht explizit: "Für PKW nicht
      geeignet." Somit macht der Besitz eines SUV auch für Städter wieder Sinn. :vorsichtironie2:
      Images
      • DSC_142.JPG

        282.35 kB, 952×536, viewed 1 times
      • DSC_145.JPG

        317.82 kB, 910×1,617, viewed 1 times
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 1 time, last by “COOLmann” ().

      Sachsen-Anhalt ist ja hinsichtlich Corona-Restriktionen eines der toleranteren Lände - hört sich nach der engeren Wahl für den nächsten Kurzurlaub an. In diesen Zeiten ist es ja schon ein Glück, Bürger Schleswig-Holsteinsund nicht des Fast-Hotspots Hamburgs zu sein. Wobei ich mich schon frage, was bei uns in Norderstedt (wo die Infektionszahlen tatsächlich niedrig sind) anders ist, als hinter der 1 km entfernten Landesgrenze.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Thüringen macht bei den "Hotelsperren" für Reisende aus Hotspots auch nicht mit.
      Aber das kann sich jederzeit ändern. Bei uns sieht es noch relativ entspannt
      aus in dieser Hinsicht. Daumen drücken, damit wir nächste Woche in Bayern
      reingelassen werden. Wollen uns ein paar Tage das Altmühltal anschauen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Dann drück ich Euch die daumen. Saale-Holzland-Kreis sieht ja noch einigermaßen gut aus, Euer Zielgebiet (Weissenburg oder Eichstätt ?) bisher auch. Wo genau wollt Ihr denn hin ? In der damals noch unkanalisierten Altmühl bei Riedenburg hab ich mehr oder weniger schwimmen gelernt, im benachbarten Parsberg meine Kindheit (3-13) verbracht.
      Und die Daumen sind gedrückt.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Treuchtlingen wird`s diesmal sein. Entsprechend der Jahreszeit erschien uns
      die Nähe zu einem Hallenbad sinnvoll. :thermometer:
      Wie wir das mit dem Coronaschutzgedanken koppeln können
      wird sich erweisen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Das ist Kreis Weissenburg-Gunzenhausen, da geht's noch. Richtung Eichstätt wird's brenzliger, die großen Städte würde ich meiden. Nürnberg hat aktuell eine Inzidenz von 49,8. Über Land nach Westen geht's, nach Ostnordost, an Nürnberg vorbei, auch. Wobei sich das schnell ändern kann.
      Gute Reise !
      https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-Risikogebiete-Karte-Landkreise-Hotspots,corona2992.html
      (bis Mitte der Seite scrollen).

      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Sind wieder da!!!
      Ob gesund wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
      Mittlerweile kann es ja fast überall zur Ansteckung mit
      Corona kommen. :(
      Alles nur eine Frage der Statistik.
      Immerhin waren wir vorsichtig und haben den Besuch der
      Therme in Treuchtlingen durch eine Fahrt auf dem
      Brombachsee ersetzt.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 1 time, last by “COOLmann” ().

      Willkommen daheim !
      Mittlerweile kann es ja fast überall zur Ansteckung mit
      Corona kommen.

      Wie Recht Du hast. Jetzt hat's 2 Altenheime in Norderstedt erwischt. Zum Glück war ich in dem einen seit Monaten nicht mehr da, weil dort keine Patienten, und im anderen vor 7 Wochen. Wollte demnächst wieder hin - gut dass mich eine Mitarbeiterin gewarnt hat.
      Ich denke, ausser Maske da wo Vorschrift und da wo evtl. Gewühle, Regeln beachten, nicht da hinfahren wo Gewühle ist und soweit möglich öffentlichen Verkehr vemeiden kann man nix machen. Jungen v.a. Muslimen im Umfeld nahelegen, Shisha-Bars im Moment zu meiden (dazu hab ich öfter mal Gelegenheit) und Seuchenleugnern klar die Grenzen aufzeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind (das passt mir eher selten, da ich vor Ort bekannt bin und meine Meinung auch, und sich die Leute in meiner Nähe zurückhalten, so dass ich gar nicht registriere, was sie für Ekelpakete sind).
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -