Ohne Scheiss

      Ohne Scheiss

      ... zu hinterlassen, verließen die US-Präsidenten seit den 60ern nach Staatsreisen die besuchten Länder - für die Entsorgung der präsidialen Ausscheidungen kümmerte sich der eigene Geheimdienst. So wurde vermieden, dass sich Spezialisten und Geheimdienstler des Gastlandes darum kümmerten, um Rückschlüsse auf die Gesundheit der hohen Herren zu schliessen.

      Kein Scheiss ?
      Ja und nein. Die Stoffwechselendprodukte der Sowjetführer Chruschtschow und Breschnjew jedenfalls wurden auf westlichen Staatsbesuchen aufgefangen und entsprechend untersucht, aufgrund von Gerüchten um deren schlechten Gesundheitszustand und sich daraus ergebende baldige politische Veränderungen. Ob daraus bedeutsame Erkenntnisse gezogen werden konnten, ist unbekannt - ich glaub's nicht. Ein paar Krankheiten lassen sich auf diese Weise zwar finden, aber insgesamt ist der Erkenntnisgewinn eher gering. Das mussten schon Hitlers Leibärzte erfahren, als sie dessen Schiss 1944 von Ostpreussen bis Freiburg quer durchs Noch-Reich kutschieren liessen (Beschriftung des Proberöhrchens: "d.F." - der Führer) - das Zeug war einfach nur braun wie die ganze Bande (Quelle: Ein antiquarischer Wälzer namens "Patient Hitler").

      Woher ich die Info um den geheimen Stuhlkult der Westmächte hab ? Zufällig kam ich heute an der Ausstellung "Top Secret" vorbei, die bis gestern im Norderstedter Herold Center zu sehen ist. Neben diversen Agententricks, die man schon kennt, war diese Toilettendiagnostik aufgebaut, und die war mir neu.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      :kopfkratz:
      ...erinnert mich irgendwie an die Vorgehensweise der Stasi.
      Da hat man Spurenträger von "Staatsfeinden" in Gläsern
      konserviert, um sie irgendwann den Spurensuchhunden vor
      die Nase zu halten.
      Die russischen Medien haben mittlerweile eine ganz andere
      Frage aufgeworfen.
      Werden solche "Bio-Informationen" mittlerweile zur Entwicklung
      von Waffen mißbraucht?
      Quelle: RT deutsch
      Franz Klinzewitsch vermutet, dass im Westen eine neue, speziell auf die Russen zugeschnittene Biowaffe geschmiedet wird. Damit kommentierte der russische Sicherheitspolitiker die Informationen, laut denen Unbekannte Bioproben von russischen Stammvölkern sammeln.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Diese Konservengläser samt Inhalt kann man u.a. im Haus an der runden Ecke in Leipzig besichtigen, das Stasi-Quartier war und jetzt Gedenkstätte ist. Das ist überhaupt eine interessante Gedenkstätte. Angefangen damit, dass sie, zumindestens als ich vor ca. 10 Jahren dort war, nach DDR roch. So wie alle öffentlichen Gebäude, Einrichtungen Züge diesen unverwechselbaren Geruch hatten, noch bis nach der Wende. Ich stand einmal ca. Januar 1990 im Hamburger Hauptbahnhof auf dem Südsteg über einem Zug, als es plötzlich "nach DDR" roch. Ich schaute runter und sah die damals noch typischen dunkelgrünen Reichsbahn-Waggons eines Zugs aus Chemnitz.
      Wobei ich in der Runden Ecke die Erfahrung machte, dass gelernte DDR-Bürger diesen Geruch anscheinend nicht wahrnahmen, vielleicht weil er für sie so allgegenwärtig war.

      Wofasept hiess das Zeug übrigens, und das Phänomen, dass es oft nur von Westlern gerochen wurde, hab anscheinend nicht nur ich beobachtet. Wobei ich fast 30 Jahre brauchte und erst einen Krimi lesen musste, in dem das vorkam (Elisabeth Herrmann: Stimme der Toten), um auf den Namen zu kommen.
      :reg:
      :wechsel:
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      - Kurt Tucholsky -