Fluechtlingsbetreuung/Containertagebuch

      Es wird immer mehr "Illegale" geben die wir bloß nicht
      wahrnehmen. Denn jeder Kontakt zu einer offiziellen
      Stelle kann die sofortige "Rückführung" bedeuten.
      Denn sind sie erst einmal erkennungsdienstlich behandelt
      (Papiere, Fotos, Fingerabdrücke u.U. DNA)
      sind sie gezwungen in diesem Land einen Asylantrag zu stellen
      und dürfen dieses EU-Land nicht mehr verlassen. Der Plan des Dublin-
      Abkommens ist, die Migranten damit an den äußeren Staaten der
      EU festzunageln und die Last diesen Staaten aufzubürden.
      Da jetzt immer mehr Migranten verdeckt durch die EU-Länder reisen
      will die Bundespolizei sie auch hier abfangen. Wer den Migranten hilft
      der erkennungsdienstlichen Bearbeitung zu entgehen, macht sich
      dem Straftatbestand des Schleusens schuldig. Am liebsten fängt die
      Bundespolizei sie ja gleich an der Grenze ab. Aber selbst da müssen sie
      noch die Bearbeitungskosten für die Zurückweisung selbst tragen. Standartmäßig
      sind 80 € fällig. Damit treibt es unser Staat wirklich auf die Spitze. :unglaublich:
      Trotzdem noch besser als in der Türkei oder Ungarn. Da werden sie verhaftet und
      in Internierungslager verbracht, um später in ihre Herkunftsländer abgeschoben zu werden.
      Denn ein Grenzübertritt ohne gültige Einreisepapiere ist strafbar und wird mit Festnahme und
      Ausweisung geahntet. Wird dabei noch eine Sachbeschädigung begangen (zB. am
      Grenzzaun in Ungarn) steht vorher noch eine Haftstrafe an. Da wird der Migrantenstrom
      zu einer unendlichen Welle "Illegaler" auf die dann die Sicherheitsorgane Jagd machen.
      Da steht uns was ins Haus. :haarerauf:

      focus.de/politik/deutschland/d…h-zurueck_id_5205265.html
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Ich wiederhole:
      Das Problem, dass Menschen in Massen ihre Heimat verlassen und in den Ankunftsländern gewisse, m.E. immer noch lösbare Versorgungsprobleme verursachen, ist AUSSCHLIESSLICH über die Bearbeitung der Fluchtursachen zu lösen, d.h. mit langem Atem. Wir, die Bevölkerung der Industriestaaten, haben durch die Politiker, die unsere Mehrheit gewählt oder deren Taten zugelassen hat (bitter wenn man der Minderheit angehört, die das in gewisser Weise schon vorausgesehen hat und seit langem versucht, gegenzusteuern) haben diese Fluchtursachen mitverschuldet und sind verpflichtet, dafür mit gradzustehen.

      Repressive Maßnahmen wie Zäune, Schiessbefehl an der Grenzen oder Deportationen sind kontraproduktiv, das hat in einem lichten Moment sogar unsere Bundeskanzlerin erkannt.

      Wer flüchten will, flüchtet und ist durch nichts aufzuhalten. Wenn der eine Weg zu ist, gibt's einen anderen. Und auch der Winter ist kein Hindernis. Hier eine Reportage von der "Balkanroute" aktuell (Lautsprecher einschalten):
      daserste.de/information/politi…i-eis-und-schnee-100.html
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Mitte Januar sieht man das Bieberhaus kaum, wenn man aus meiner U-Bahn-Station kommt.



      Es hat sich etwas Routine eingestellt. Morgens werden die Leute aus ihren Schlafstellen gebracht, "meine" Dolmetscherin Habibeh ist jetzt eine der vier Festangestellten des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und für die Sicherheit im Haus verantwortlich, d.h. sie wacht meistens unten am Eingang, während ich eine Etage drüber vor mich hin doktore und die Schwätzchen während der patientenfreien Pausen vermisse. Gelegentlich hole ich sie dazu, sonst suche ich mir spontan einen Dolmetscher, meistens einen Flüchtling oder einen Helfer, der oft auch Flüchtling ist, nur schon ein paar Monate länger im Land. Der kann mir allerdings, im Gegensatz zur "Aktivistin der ersten Stunde" und mit den Gepflogenheiten der Menschen aus den Fluchtregionen vertrauten Habibeh, keine Hintergrundinformationen geben.

      Auch die neu in Hamburg Angekommenen bleiben jetzt oft mehrere Tage im Bieberhaus, denn ihre Weiterreise gestaltet sich oft schwierig. Meistens handelt es sich um auseinander gerissene Familien, deren einer Teil, im Regelfall der Vater, schon irgendwo in Skandinavien angekommen ist, während Mutter mit Kindern jetzt hier gucken muss, wo sie bleibt, und ob eine Familienzusammenführung nicht doch möglich ist. Diese zu verweigern, wie es jetzt verschiedene Länder tun in dem blinden Wahn, die Flüchtlingszahlen etwas nach unten zu treiben, ist strunzdumm und kontraproduktiv, denn alleinstehende Männer sind, siehe "Köln", am ehesten für dumme Gedanken und deren Umsetzung in noch dümmere Taten anfällig - Familienzusammenführung ist effektive Verbrechensvorbeugung, aber das schnallt ein Herr Seehofer nicht.

      Dass sich Flüchtlinge, denen in den "Camps", wie die in Hamburger Bürokratendeutsch "Zentrale erstaufnahmeeinrichtungen", kurz "Zea's" getauften Massenquartiere sowohl in Arabisch als auch Farsi heissen, die Decke auf den Kopf fällt, ist mehr als nachvollziehbar. Und wenn sich dann einige hier und anderswo als Helfer engagieren, so ist das sowohl für sie selbst als auch für die anderen Helfer von Vorteil. Einer als Patientin gekommenen jungen Frau, die in Afghanistan zwei Jahre Medizin studiert hat und sowohl Englisch als auch schon nach einem Monat Selbststudium passables Deutsch spricht, biete ich spontan an, bei mir mitzuhelfen, was sie auch bereitwillig tut - ihre erste Aufgabe ist es, eine mit Bauch- und Brustschmerzen zusammengebrochene Mutter ins Krankenhaus zu begleiten und zu dolmetschen. Zwei Stunden später bekomme ich eine Mail von ihr: "Sie genehme Medikament und jetzt besser".
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      - Kurt Tucholsky -
      22.1.2016
      Heute stellte sich eine Syrerin mit ihrer Tochter mit Atembeschwerden vor. Das war medizinisch nicht weiter kompliziert, zumal wir Asthma-Spray da hatten (was nicht immer der Fall ist). Allerdings erfuhren wir dabei, dass zwei Tage zuvor ihr Bus auf der Fahrt von der österreichischen Grenze nach Niedersachsen am Irschenberg (Oberbayern) ausgebrannt ist, mit ihrem gesamten Gepäck darin. Das heisst, ihre gesamte Habe war weg - im Gegensatz zu einem Touristen in ähnlicher Lage, für den der Verlust seines Gepäcks im Einzelfall auch bitter ist, aber er hat dabei daheim noch seine fertig eingerichtete Wohnung, und diese Leute haben jetzt nichts mehr. Ein Fakt, den man zumindestens in einem Satz hätte erwähnen sollen - hat man aber nirgends, der damit verbundene Verkehrsstau war wichtiger.
      aib-stimme.de/2016/01/21/updat…brand-auf-a8/#comment-540

      Ebenfalls heute interviewte eine Prager Journalistin mich und meine afghanische Assistentin Z. in der Absicht, die dortige Presse für das Thema zu sensibilisieren und der in Tschechien eingerissenen rassistischen und mIgrantenfeindlichen Stimmung v.a. unter den Politikern (den Staatspäsidenten Zeman, der sich ohnehin gern mal daneben benimmt, eingeschlossen) etwas entgegen zu setzen.
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      - Kurt Tucholsky -
      Jetzt ist der Artikel da:
      zpravy.aktualne.cz/zahranici/z…c40b11e58a2b0025900fea04/
      Demnächst bekomme ich noch einen verständlicher übersetzten Text als den von Dr. Google, aber diese Blüten wollte ich Euch nicht vorenthalten:
      Ein kurzer Spaziergang vom Hauptbahnhof Hamburg gegründet Verein Paritärischer Wohlfahrtsamt für Flüchtlinge . Ich komme hierher, vor allem Flüchtlinge, die geht durch Hamburg weiter nach Skandinavien. Cures Ernst Soldan , Arzt im Ruhestand . " Flüchtlinge haben ihren Platz , und ich hatte ihn zu lange ", sagt er in einem Bericht Aktuáln.cz .

      " Mohamed , 24 Jahre , Afghanistan, Opiatabhängigkeit . " Mehr zum Arzt Ernst Soldan der heutigen Patienten überprüft. Um das rote Buch mit der Hand (der Computer wird hier nicht verwendet ) hat festgestellt, dass junge Afghanen diagnostiziert und was gab Schmerzmittel.

      " Opiate sind zu Hause zu gewinnen, bei jedem Schritt ", erklärt er . " Da wir Sie oder ein Bier. "

      Kleines Missverständnis:
      Der Kleine unter der Überschrift, so er auch Mohamed heissen sollte, ist m.W. nicht opiatabhängig, die Betroffenen sind erwachsene Männer. Und dass man in bestimmten Gegenden Afghanistans Opium zum Rauchen an jeder Ecke bekommt, wie bei uns das Bier in der Eckkneipe.
      Ernst Soldan ist eine von vielen Ärzten in den nördlichen Hamburg Leckereien Flüchtlinge. Sein bescheiden eingerichtet Büro liegt direkt neben dem Hauptbahnhof - der erste Stock des Hauses genannt Bieber . Hier Flüchtlinge finden sich , nach Hamburg Aussteigen aus dem Zug .

      Die Freiwilligen sind in einem hölzernen Stuhl vor subtile graue Tür mit dem Schild " Doctor" und der arabischen Übersetzung sitzt. Hinter ihnen allen ist, was Dr. Soldan auf die Bedürfnisse zu arbeiten. Stuhl , Wickeltisch, Stühle und einen Tisch mit einem bunten Brett.

      Abfertigung gab ihm einen Kollegen, der hat die Kinder aufgewachsen war. Blauer Rollstuhl U-Bahn von seinem ehemaligen Büro importiert und dann schob sich hier ein - über Hamburger Hauptbahnhof entfernt.

      Mit dem tschechischen Wort lekar war Dr. Google überfordert, so sind die "Leckereien Flüchtlinge" entstanden. Und der importierte blaue Rollstuhl war mein Bürostuhl, siehe Containertagebuch Nr. 9.

      Flüchtlinge, die in Hamburg verankern möchten, vor allem Soldano Kollegen in Aufnahmezentren behandelt. Gerät, das in Hamburg Spitznamen "First Hotel" ist zur Zeit 33 und eine kleine Klinik gibt es seit Ende November letzten Jahres in jedem von ihnen.

      Auf Einladung der Hamburger Ärztekammer, die für sie eine Zeit von vor für Ärzte suchen unterschrieben 350 Ärzte und 150 Assistenten und anderes medizinisches Personal. Jeder fünfte war bereit, völlig kostenlos zu arbeiten. Hamburgs einzigartiges System der medizinischen Versorgung in Flüchtlingszentren beabsichtigt nun, eine Reihe von anderen Bundesländern statt.

      Entfliehen Sie für eine Niere

      "Am Hauptbahnhof, aushelfen Seit Oktober. Zuerst war ich in dem Behälter am 7. Dezember letzten Jahres zum Priester geweiht, wir hierher gezogen, was viel besser ist", sagt Dr. Soldan.

      "In dem Behälter war es nicht einfach, aber es gibt Standard-Ausstattung. Aber sich vorzustellen, wie es aussah, als er ankam einer afghanischen Familie. Mutter, Vater, drei Kinder, Übersetzer, und auch ich ... kann es nicht gewesen sein kommen ", erinnert er sich.

      Mit dem "Behälter" ist der "kontejner" gemeint. Und wie ich auf einmal zum Priester geweiht wurde, weiss ich auch nicht.
      Die Leute kommen hierher nach ihm mit allem. In den meisten Fällen bei Erkältungen , viele Afghanen bereits erwähnt Opiatabhängigkeit .

      "Vor kurzem kam meine Mutter mit ihrem Baby , die beide mit einem Husten . Es stellte sich heraus , dass die Art und Weise aus Bayern verbrannt in den Bus , und dann sind sie überhaupt nicht atmen konnte. Wir treffen uns hier aber auch viel schlimmere Dinge ", sagt er und hält einen Moment inne .

      Hier angekommen, zum Beispiel, die eine junge afghanische der starke Bauchschmerzen und Rückenschmerzen klagte . Als er Ernst Soldan studierte , entdeckte er ihren Körper eine riesige Narbe. Die Frau operiert zu Hause in Afghanistan Nieren. Sie verkaufte sie an das Geld, um in den Westen zu reisen.

      "Viele" opiatabhängige Afghanen waren es bisher zum Glück nicht.
      Aber es gibt viel Drama endet glücklich. Vielleicht war sie mit ihrer Mutter und ihr kleines Baby , die über umfangreiche Entzündung des Kiefers hatten .

      " Ein Kind, das wirklich schlecht war , so rief ich die lokalen Zahnklinik Nicht nur kommt es her und bedient werden . - Im Gegensatz zu deutschen Kindern , die nach Hause geschickt wurden und dann einfach aufgerufen, um ihn dort zu überprüfen, mit seiner Mutter für drei Tage verlassen" erinnert sich Ernst Soldan . "Sie wusste, dass er kein Zuhause hatten ", erklärt er .

      Damit ist die Zahnoperation eines syrischen Mädchens gemeint, siehte Tagebuch Nr. 7.
      Ich sagte, sonst Zusammenarbeit mit der Hamburger Krankenhäusern arbeiten sehr gut . Als Dr. Bieberhausu von Flüchtlingen nicht adäquat behandeln entweder rufen Sie einen Krankenwagen oder Abnehmen des Telefonhörers und sprechen Sie in das Krankenhaus mit einem bestimmten Arzt.

      "Anfangs war ich immer davor gewarnt , dass diese Menschen keine Versicherung , aber hier in Hamburg zu sehen das anders. " Notwendige Fällen so wie wir zu treffen haben ", sagen sie. "
      Vom Assistenten des Patienten

      Soldano Arzt die ganze Zeit lauschte Mädchen in einem Schal , der auf einem Stuhl in seinem Büro sitzt . Ihr Name ist Zarife E. aus Afghanistan , sie war zwanzig und lebte in Deutschland für etwa vier Monate .
      "Das ist mein neuer Assistent , ich habe es gefunden ", sagt Dr. Soldan .

      Zarife, ihn vor ein paar Tagen kam als Patient . Sie fingen an zu reden, und er fand sich vor der Flucht Afghanistan 2 Jahre Studium der Medizin . Er bot ihr , wenn er will , um zu helfen - mit der Übersetzung zu helfen , begleiten die Patienten in die Klinik , aber auch mit anderen. Und sie willigte ein .

      " Wir müssen noch eine Lesebrille , die während des Laufs kam zu bekommen. Es wäre schön, wenn sie bleiben konnten ", fügt er hinzu.

      Ob jung afghanischen erhalten Asyl in Deutschland , wird am 24. Februar entschieden werden. Behörden erwarten das Urteil nicht nur ihr Chef , sondern auch zahlreiche afghanische Familie , mit dem sie nach Deutschland kam .

      Also merkt Euch den 24. Februar und drückt Zarife die Daumen :daumenhochklein:
      Gefragt, warum Ernst Soldan all dies tun , ist ein pensionierter Arzt eine klare Antwort : " . Ich selbst die Hälfte der Flucht "

      Soldenova Mutter musste nach dem Krieg von Pommern (heute Polen) zu fliehen, sein Vater war streng katholischen Bayern evangelischer Pfarrer.

      " Flüchtlinge haben ihren Platz , und ich hatte ihn zu lange ", sagt er .

      Prag ist froh, dass er da war sechs oder sieben Mal , im Jahr 1968 , um gegen die Besetzung der Tschechoslowakei zu demonstrieren. Tschechische Haltung der Politiker, die den Flüchtlingen verweigern , aber der Arzt nicht die Mitte der sechziger Jahre zu verstehen.

      " Es ist nicht nur unmenschlich, sondern auch dumm", sagt er.

      Das Schicksal von Flüchtlingen ist mir aus meiner eigenen Familie vertraut. Und auch das Gefühl, einer Minderheit anzugehören, als Evangelischer in der krachkatholischen Oberpfalz.
      Als alter Prag-Fan (die erste meiner zahlreichen Demos war 1968 gegen die Besetzung der damaligen Tschechoslowakei durch die Sowjetarmee und Co.) tut es mir weh, wenn ich die unmenschliche Politik der tschechischen Politiker gegenüber den Flüchtlingen sehe - OK, Herr Seehofer ist auch nicht viel besser; zum Glück kann er nicht so wie er will.
      :reg:
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      - Kurt Tucholsky -
      Hatte ja einiges mit den "Bruderländern des Ostblockes" (RGW) zu tun,
      familiär, studienmäßig, urlaubsmäßig oder im Rahmen der Arbeit.
      Doch mittlerweile ist mir manchmal richtig übel, wie unsere Führungselite
      mit diesen Ländern umgeht. :haarerauf:
      Diese Länder haben (jeder für sich) eine eigene nationale Seele. Nach der
      zwangsweisen Gleichschaltung durch die Sowjetunion (und die Idee des
      sozialistischen Weltsystems)wollen sie die jetzt logischerweise auch ausleben.
      Davon abgehalten werden die Länder nur durch wirtschaftliche Zwänge.
      Aber kann eine wirtschaftliche Knute die EU zusammenhalten?
      Als erstes sollte man davon ausgehen, daß dort die
      Verteilungskämpfe um ein Vielfaches schärfer sind als bei uns. Wen aus den
      verarmten Bevölkerungsschichten soll man da zum Teilen animieren?
      Der Plan der EU, die Migranten in den Satellitenstaaten der EU festzusetzen
      ist zwar betriebswirtschaftlich sexy, doch letztendlich zerreißt es die
      Staatengemeinschaft.
      Als Tipp für die Planer: Der Nationalstolz der osteuropäischen Mitgliedsstaaten
      incl. der neuerstarkten Macht der Religionen wird bisher nicht genug berücksichtigt.
      Und zum Abschluß noch ein O-Ton aus Hermsdorf:
      War ich doch gestern mit einem Betriebschef auf dem Weg zu einem Baustellentermin.
      Kamen wir an der Bushaltestelle im Wald für das BAMF vorbei. Geschätzte 20 Erwachsene
      +10 Kinder warteten auf einen Bus zum zentralen Sammellager. Da kommen mehrere pro
      Tag vorbei. Warum rastete der Mann neben mir aus? Seiner hochmotivierten Tochter
      wird an der Uni in Dresden die Promotion im Fahrzeugbau immer wieder verschoben weil
      der Staat kein Geld hat. Aber für die Wirtschaftsflüchtlinge ( er zieht extra die 10% Kriegs-
      flüchtlinge ab) werden Milliarden bereitgestellt. Was soll ich da noch sagen?
      Der erste aber wohl falsche Gedanke:
      Einfach an der nächsten Ampel rechts abbiegen und die Fresse halten. :zwinker2:
      (Das passiert aktuell in Polen mit PISS oder aber auch bei den Tschechen.)
      Aber keine Angst, mein Herz schlägt links-sozial-humanistisch obwohl es dafür
      mittlerweile in Deutschland keine passende Partei-Schublade mehr gibt.
      Logischer Schluß: potentieller Nicht-Wähler.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Warum hacken diese Vollidioten immer auf den paar Milliarden für die Flüchtlinge herum ? Von der Leyen haut mal eben lumpigen 130 Milliärdchen für die Bundeswehr raus, wir ham's ja. Da regt sich keine alte Sau auf ausser der Linkspartei.

      Und Nichtwählen nützt unterm Strich den AfD-Faschisten. Wirf halt vor der nächsten Wahl eine Münze und entscheide per Los, ob Links oder Grün. Bzw einen Würfel, wenn noch eine andere Partei in Betracht kommt. Oder splitte mit Deiner Frau, wenn's der genau so gehen sollte. Hat ja auch noch ein bissl Zeit.
      :reg:
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      - Kurt Tucholsky -
      Das öffentliche Statement unserer Verteidigungsministerin habe ich heute
      während der Arbeit im Radio gehört. Mir wäre fast der Schweißbrenner
      aus der Hand gefallen. Zwar ist der Fakt richtig, daß die Bundeswehr strukturell
      völlig überlastet ist. Man sollte halt bei der "Verteidigungsarmee" bleiben und
      eine Teilgattung für Auslandseinsätze erschaffen. Aber die massive Erhöhung
      des Verteidigungs-und Interventionshaushaltes mit den Worten:" Dies ist gut
      angelegtes Geld" und "Damit können wir die Auslöser der Flüchtlingskrise in den
      Herkunftsländer an der Wurzel packen." macht mich völlig irre.
      Denn es ist der neu definierte Spruch: Frieden schaffen mit immer mehr Waffen!
      :haarerauf:
      Und keiner zeigt der Dame den da: :icon_thumbdown:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 2 times, last by “COOLmann” ().

      Eine Familienzusammenführung zu verweigern, wie es jetzt verschiedene Länder tun in dem blinden Wahn, die Flüchtlingszahlen etwas nach unten zu treiben, ist strunzdumm und kontraproduktiv, denn alleinstehende Männer sind, siehe "Köln", am ehesten für dumme Gedanken und deren Umsetzung in noch dümmere Taten anfällig - Familienzusammenführung ist effektive Verbrechensvorbeugung, aber das schnallt ein Herr Seehofer nicht.

      Was ich kürzlich geschrieben habe, hat Herr Gabriel heute in den SAT1-Nachrichten und anderswo bestätigt:
      ... weil die Integration der vielen jungen Männer leichter ist, wenn ihre Familien und ihre Kinder auch hier sind.

      rp-online.de/politik/deutschla…r-afd-genug-aid-1.5720906
      :reg:
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      - Kurt Tucholsky -
      So, jetzt ist der tschechische Artikel :czechrepublic: über uns im Bieberhaus gescheit übersetzt -
      als Anhang funktioniert das nicht, ich muss es kopieren.
      Die Bilder krieg ich so nicht rein, die müsst Ihr Euch im tschechischen Text angucken, hier nochmal der Link:
      zpravy.aktualne.cz/zahranici/z…c40b11e58a2b0025900fea04/

      Nicht weit vom Hamburger Hauptbahnhof hat der Paritätische Wohlfahrtsverband eine Arztpraxis für Flüchtlinge eingerichtet. Hierher kommen hauptsächlich Flüchtlinge an, die über Hamburg weiter nach Skandinavien wollen. Leitender Arzt vor Ort ist Ernst Soldan, Arzt in Rente: „Die Flüchtlinge haben hier keinen festen Aufenthalt, und ich habe ihn hier auch noch nicht lange“ sagt der Arzt zu reportage.Aktualne.cz.

      Hamburg (eigener Bericht) – „Mohamed, 24 Jahre alt aus Afghanistan, drogenabhängig.“ Mehr nimmt der Arzt Ernst Soldan über diesen heutigen Patienten nicht auf. Nur handschriftlich nimmt er die Diagnose und die verordneten Schmerzmittel in sein rotes Buch auf (Computer werden hier nicht verwendet).
      „Opiate sind bei denen zuhause an jeder Ecke zu haben,“ erklärt er, „so wie wir ein Bier holen können.“

      Ob der junge Mann wirklich Mohamed heißt oder wirklich 24 Jahre alt ist, danach fragt er nicht. Seine Dokumente kontrolliert er nicht, möglicherweise hat er gar keine. Genauso wie die vielen anderen, die täglich in seine Praxis kommen.
      „Das ist uns völlig egal. Egal, woher sie kommen oder wohin sie gehen, sie brauchen einfach Hilfe.“ sagt er.

      Ernst Soldan ist einer von mehreren Ärzten, die sich im norddeutschen Hamburg um Flüchtlinge kümmern. Seine schlicht eingerichtete Praxis hat er direkt beim Hauptbahnhof – im ersten Stock des „Bieberhauses“. Hier erscheinen die Flüchtlinge, sowie sie aus dem Zug ausgestiegen sind.
      Freiwillige Helfer setzen die Flüchtlinge auf Holzbänke vor eine unauffällige graue Tür mit Aufschrift „Doktor“ und der arabischen Übersetzung davon. Hinter der Tür ist alles, was der Arzt Ernst Soldan für seine Arbeit braucht. Eine Liege, ein Wickeltisch, ein Stuhl, ein Tisch und eine Planungsstafel an der Wand.
      Den Wickeltisch hat ihm eine Kollegin geschenkt, deren Kinder schon groß sind. Seinen blauen Schreibtischstuhl hat er mit der U-Bahn aus seiner früheren Praxis bis zum Hauptbahnhof gebracht und über den Platz zu seiner derzeitigen Praxis geschoben.

      Die Planungsstafel vor dem Tisch ist voller Piktogramme, Bilder und Worte in deutsch und arabisch. Daneben hängt ein handbeschriebenes A4-Blatt mit vielfach korrigierten Wörtern. „Da habe ich viele Fehler festgestellt, aber fürs erste reicht’s,“ entschuldigt er sich.

      Eine Flüchtlingskrise zur rechten Zeit
      Ernst Soldan ist 65 Jahre alt und als Arzt in Rente. „Diese Flüchtlingskrise ist zur rechten Zeit gekommen, gerade als ich in Rente ging, war das praktisch,“ sagt er und lacht. „Ich bin hier jeden Montag, Mittwoch und Freitag Vormittag. Ich bin Rentner und viel zu tun habe ich nicht mehr“ sagt er.
      Hier im Bieberhaus wechselt er sich mit mehreren Kollegen ab. Nicht nur mit Rentnern, sondern auch mit Ärzten, die in Teilzeit arbeiten und sich in ihrer freien Zeit zum Mithelfen entschlossen haben. Alle behandeln Flüchtlinge als Freiwillige. Keiner von ihnen bekommt einen Euro dafür.

      In die Praxis beim Bahnhof kommen hauptsächlich sogenannte „Transitflüchtlinge“, welche über die Stadt an der Elbe weiter nach Schweden, Dänemark oder Norwegen wollen.

      Die Flüchtlinge, die in Hamburg bleiben möchten, behandeln hauptsächlich Soldans Kollegen in einem Aufnahmezentrum. Solche Aufnahmezentren, „Erstaufnahmezentren“ genannt, gibt es in Hamburg momentan 33 und eine kleine Praxis existiert seit Ende November in jedem.
      Auf eine Anfrage der Hamburger Ärzteschaft, die vor kurzem dafür Ärzte gesucht hat, haben sich 350 Ärzte und 150 Assistenten und weiteres medizinisches Personal gemeldet. Jeder Fünfte war damit einverstanden unentgeltlich zu arbeiten. Das einzigartige Hamburger System der ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen möchten jetzt mehrere andere Bundesländer übernehmen.

      Eine Niere für die Flucht
      „Am Hauptbahnhof helfe ich seit Oktober. Zuerst habe ich in einem Container praktiziert, am 7. Dezember des letzten Jahres sind wir hierher umgezogen, was viel besser ist.“ berichtet Doktor Soldan.
      „Im Container war es nicht einfach, auch wenn die Grundausstattung vorhanden war. Aber stellen Sie sich vor, wie es dort ausgesehen hat, wenn eine afghanische Familie gekommen ist. Mutter, Vater, drei Kinder, Dolmetscher und noch ich …, die haben gar nicht alle hineingepasst.“ erinnert er sich.

      Die Leute kommen mit allem Möglichen zu ihm. Meistens mit Erkältungen, die Afghanen mit der schon beschriebenen Drogenabhängigkeit.
      „Vor kurzem kam eine Mutter mit Kind, beide mit Husten. Wie sich herausgestellt hat, hat auf der Fahrt von Bayern hierher der Bus gebrannt und beide konnten kaum atmen. Uns begegnen aber auch schlimmere Sachen“ sagt er und schweigt eine Weile.
      Zum Beispiel kam eine junge Afghanin, die über große Bauch- und Rückenschmerzen geklagt hat. Als Ernst Soldan sie untersuchte, entdeckte er eine große Narbe. Die junge Frau hat sich zuhause in Afghanistan einer Nierenoperation unterzogen. Sie hat ihre Niere verkauft, um Geld für die Reise zu bekommen.

      Ein Kind, das kein Zuhause hat
      Viele Dramen enden hier – aber glücklich. Zum Beispiel das mit der Mutter und dem Kind, die beide starke Kiefer-Entzündungen hatten.
      „Das Kind war wirklich in einem schlechten Zustand. So habe ich die hiesige Zahnklinik angerufen. Nicht nur, dass sie dort das Kind operiert haben, sie haben es mit seiner Mutter drei Tage dort behalten, anders als die deutschen Kinder, die heimgeschickt werden und nur zur Kontrolle wieder gerufen werden,“ erinnert sich Ernst Soldan. „Sie wussten nämlich, dass das Kind kein Zuhause hatte,“ berichtet er.

      Auch sonst funktioniert die Zusammenarbeit mit Hamburger Krankenhäusern ausgezeichnet. Wenn ein Arzt im Bieberhaus nicht adäquat behandeln kann, dann ruft er entweder den Rettungswagen oder telefoniert direkt mit den Ärzten in den Krankenhäusern.
      „Anfangs habe ich die immer gewarnt, dass diese Leute nicht versichert sind, aber hier in Hamburg sieht man das anders. ‘Notfälle müssen wir sowieso nehmen’ sagen die.“

      Von der Patientin zur Assistentin
      Dem Arzt Ernst Soldan hört ein Mädchen mit Kopftuch zu, sie sitzt die ganze Zeit auf einem Stuhl in seiner Praxis. Sie heißt Zarife, stammt aus Afghanistan, 20 Jahre alt und in Deutschland lebt sie ungefähr seit vier Monaten.
      „Das ist meine neue Assistentin, gerade habe ich sie entdeckt,“ sagt Doktor Soldan.

      Zarife ist vor ein paar Tagen als Patientin zu ihm gekommen. Bei dem Gespräch hat er erfahren, dass sie vor der Flucht aus Afghanistan zwei Jahre Medizin studiert hat. Er hat ihr angeboten, ob sie ihm assistieren möchte – mit Übersetzungen, Begleitung in die Kliniken usw. … Und sie hat zugesagt.
      „Jetzt müssen wir ihr nur noch eine Lesebrille beschaffen, die sie bei der Flucht verloren hat. Es wäre schön, wenn sie bleiben könnte,“ sagt er.
      Über den Asylantrag der jungen Afghanin soll am 24. Februar entschieden werden. Auf den Entscheid es Amtes wartet nicht nur ihr Chef, sondern auch eine umfangreiche afghanische Familie, die mit ihr nach Deutschland gekommen ist.

      „Dumm und unmenschlich“
      Auf die Frage, warum Ernst Soldan dies alles tut, hat der Arzt in Rente eine klare Antwort: „Ich bin doch selber ein halber Flüchtling.“ Seine Mutter musste nach dem Krieg aus Pommern (im heutigen Polen) fliehen, sein Vater war im streng katholischen Bayern evangelischer Pfarrer.
      „Flüchtlinge haben keinen festen Platz und ich habe ihn auch lange nicht gehabt,“ sagt er.
      Prag mag er, war hier schon sechs oder sieben Mal, schon im Jahr 1968 hat er hier gegen die Besetzung der Tschechoslowakei demonstriert. Die ablehnende Haltung der tschechischen Politiker gegenüber Flüchtlingen kann der fünfundsechzigjährige Arzt nicht verstehen.
      „Es ist unmenschlich und dumm,“ meint er.

      Autorin: Zuzana Kleknerová
      Übersetzung: Zdenka KYížová
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      - Kurt Tucholsky -
      Kleiner Übersetzungsfehler:
      Zarifes Anhörungstermin bei der Hamburger Ausländerbehörde ist am 24. Februar, nicht im Januar.
      Also: Daumen drücken :daumenhochklein: :daumenhochklein: :daumenhochklein: :daumenhochklein: :daumenhochklein: :daumenhochklein: :daumenhochklein:

      Auch meinerseits :sandmann: dobrou noc, shab-be-kheir ...
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Dann wünsche ich Deiner Assistentin viel Glück bei der Anhörung.
      Trotzdem ist es irgendwie schade, wenn die halbwegs "normalen"
      (über den Begriff könnte man sicher streiten) Menschen ihr Land
      verlassen. Denn dann wird es nie wieder so, wie es einmal war.
      Wer sich die alten Bilder anschaut kann erahnen, wie fortschrittlich
      sich dieses Land in den Zentren damals entwickelt hatte.
      spiegel.de/einestages/afghanis…iger-jahren-a-951139.html
      Doch dann hat der Gegensatz zwischen modernen städtischen weltoffenen
      Zentren und den mittelalterlich geprägten Strukturen der Landbevölkerung
      einen Kampf entfacht, der sich bis heute (befeuert durch ausländischen
      Mächten) im Wesentlichen fortsetzt. So gesehen verursachen die Afghanen
      ihr Leid selbst. Doch Z. kann da bestimmt noch mehr berichten......
      Immer wieder Kopfschütteln löst bei mir der historische Abriß vor dem russischen
      Afghanistan-Krieg aus. Darin ist zu erkennen, daß es auch ohne die Sowjets zu
      einem Bürgerkrieg gekommen wäre. Denn Säkularisierung, Enteignung der
      Großgrundbesitzer und Beschränkung der Macht der Stammesfürsten sind auch
      ein Element moderner "kapitalistischer" Staaten....da braucht es keine "bösen"
      Kommunisten.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Original von COOLmann
      ... hat der Gegensatz zwischen modernen städtischen weltoffenen
      Zentren und den mittelalterlich geprägten Strukturen der Landbevölkerung
      einen Kampf entfacht ...

      Den gibt es, abgeschwächt, bei uns auch. Siehe die Handgranatenwerfer von Winnenden und das weltoffene Stuttgart/Freiburg, oder die sächsichen Provinzdumpfbacken gegen das tolerante Dresden:
      spiegel.de/politik/deutschland…gen-pegida-a-1058307.html
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      29.1.2016
      Aktuell strömt etwas weniger Publikum ins Bieberhaus, und auch wir Mediziner haben nicht so viel zu tun. Wobei das immer wellenförmig verläuft.
      Was mir mehr Zeit gibt, mich in meinen neuen Sprachführer zu vertiefen:

      Der ist allerdings für Afghanistan-Reisende geschrieben ist und weniger für Leute, die hier mit Afghan/inn/en arbeiten. Und die typischen deutschen Reisenden in dieses Land waren in letzter Zeit ja keine Normaltouristen, das merkt man dem Buch an.
      So sind Formulierungen wie dresch ya feyr mekonam, Halt oder ich schiesse, für mein hiesiges Anliegen wenig hilfreich. Oder stellt Euch die dummen Gesichter vor, wenn ich morgens mit einem Presslufthammer ins Bieberhaus angerückt komme und mit den Worten bayad tschach bekanem, ich will einen Brunnen bohren, ans Werk gehe - ein paar mehr Waschbecken oder Toiletten könnten wir auf unserer Etage ja durchaus gebrauchen.

      Bleibt also, mir neue Spickzettel zu basteln und die mit Hilfe von Zarife und den Helferinnen von Migranten in Aktion auf die richtige Aussprache zu überprüfen.



      Zwischendurch kommt dann doch mal eine hustende Familie, praktischerweise aus Afghanistan.
      Ich frage das Mädchen: "Esmet shir ?"
      Sie sagt brav ihren Namen, und auf "tshand solete ?" streckt sie mir ihre fünf gespreizten Finger hin.
      Geht doch.
      :reg:
      :wechsel:
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      - Kurt Tucholsky -
      Unsere Kanzlerin hat einen Slogan rausgegeben.
      Ich denke mal, der steht noch nicht in den Wörterbüchern.
      "Ihr werdet wieder zurückkehren."
      Wie soll man nun das "Zurückkehren" sinnhaltig übersetzen?
      Mit wollen, dürfen oder müssen?
      :kopfkratz:
      Quelle: t-online
      Merkel appelliert an Flüchtlinge "Wir erwarten, dass ihr wieder in eure Heimat zurückgeht"

      Also werden sie wohl müssen, um unsere Erwartungen zu erfüllen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Abwarten, wir brauchen Zuwanderung für die Sozialkassen, selbst die größten Dumpfbacken bzw. ein Teil davon wird das noch schnallen.

      Und ich wiederhole nochmal:
      Das Problem, dass Menschen in Massen ihre Heimat verlassen und in den Ankunftsländern gewisse, m.E. immer noch lösbare Versorgungsprobleme verursachen, ist AUSSCHLIESSLICH über die Bearbeitung der Fluchtursachen zu lösen, d.h. mit langem Atem. Wir, die Bevölkerung der Industriestaaten, haben durch die Politiker, die unsere Mehrheit gewählt oder deren Taten zugelassen hat (bitter wenn man der Minderheit angehört, die das in gewisser Weise schon vorausgesehen hat und seit langem versucht, gegenzusteuern) haben diese Fluchtursachen mitverschuldet und sind verpflichtet, dafür mit gradzustehen.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Dem stimme ich rückhaltlos zu. :icon_thumbsup:
      Nur der Einleitungssatz von oben ist eine allgemein verbreitete Fehlinterpretation.
      Diese Aussage über "den positiven Effekt der Zuwanderung für die Sozialkassen"
      ist eine Legende, die gezielt von der Regierung verbreitet wird.
      Richtig ist: Sie war zutreffend für die Struktur der Gesellschaft im vorigen Jahrtausend.
      Jetzt befinden wir uns an der Schwelle zu einer neuen industriellen
      Revolution . Das "Internet der Dinge" oder fachlich "Industrielle Revolution 4.0"
      hat für die Menschen immense Auswirkungen. Letztendlich fällt ein großer Teil
      der Industrie-und Dienstleistungsarbeitsplätze weg. Gleichzeitig ersetzen Maschinen die "einfachen"
      bis "wiederholungsintensiven" Tätigkeiten. Der Umbau geht hin zu hochqualifizierten
      Angestelltenverhältnissen (teilweise bevorzugt als "Scheinselbstständige" oder "Projekt-
      angestellte").
      Zusammengefaßt:
      * Der Anteil der arbeitenden Bevölkerung geht prozentual zurück
      * Der Anteil des Bruttosozialproduktes, das über den Lohn den Sozialkassen zufließt,
      geht zurück.
      *Die Bevölkerung wird von der Wirtschaft nur noch als "Konsument" gebraucht ohne Rück-
      sicht darauf woher die Finanzmittel dafür kommen.
      Bekannt als der klassische Spruch "Autos kaufen keine Autos."

      Ein Beispiel ist die abwegige These, daß durch die Veränderung der Bevölkerungsstruktur
      die Arbeitnehmer erst mit 67 regulär in Rente gehen dürfen, weil sonst die Arbeitskräfte
      fehlen. Ich kann nicht erkennen, daß ein Arbeitgeber einen 65ig-jährigen einstellt.
      Und das Arbeitsamt sagt einem Arbeitslosen schon jetzt unverblümt, daß sie ab 55
      für ihn wohl nichts mehr tun können. Und ab 58 wird er nicht mal mehr als "arbeitslos"
      in der Statistik geführt
      Unser Sozialsystem kann nur am Leben erhalten werden, wenn es nicht mehr zum Hauptteil
      aus den anteiligen Zahlungen der Lohnsummen leben muß. Und diesen Fakt können die
      Flüchtlinge auch nicht "wegmigrieren"
      Doch darüber können Wirtschaftswissenschaftler und Sozialökonomen tagelang referieren.
      :floet1:
      Also macht den Migranten keine unbegründeten Hoffnungen für eine wirtschaftliche
      Integration in das deutsche Wirtschaftsleben. Alles ist möglich...aber nichts ist sicher.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Nun noch schnell etwas zu den "Migranten".
      Hatte gestern ein Gespräch auf dem Amt für Arbeit.
      Letztendlich waren die Migranten auch ein Thema. Die
      Arbeitsvermittler konnten mir stolz die "offizielle"
      Variante berichten. Die vielen Fachkräfte unter den
      Migranten können nach einer kurzen Sprachweiterbildung
      die bestehenden Lücken bequem schließen. Allein die
      Mimik des Vortragenden scheint die berechtigten Zweifel zu
      bestätigen. Und gleichzeitig werden durch die Arbeitgeber
      deutsche Bewerber jenseits der 50 oder mit mehreren Jahren
      Berufsunterbrechung oder mit fehlenden geforderten paßgenauen
      Abschlüssen oder ohne mehrere Jahre Praxisnachweis nach einer
      Weiterbildung/Umschulung durchgehend abgewiesen.
      Da verkommt die Integrationsvision zu einer Nebelkerze, um die
      billige Rekrutierung von Fachpersonal zu ermöglichen. Wenn die
      einheimischen arbeitssuchenden Menschen das merken, fühlen sie sich
      von der Politik getäuscht. Über die daraus resultierenden Folgen kann man
      zwar nur spekulieren. "Nicht-Wähler" ist das harmloseste, was mir
      dazu einfällt. Die nächste Stufe wäre "Protest-Wähler" .....und danach
      legen sie selbst Hand an. :haarerauf:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Natürlich ist es eine Sauerei, Migranten unterbezahlt zu beschäftigen und ältere einheimische Fachkräfte in die Röhre gucken zu lassen. Nur: Die dann berechtigte Wut und Gewalt muss sich dann zwingend auch gegen die Urheber richten, d.h. Kapitalisten und Politiker.

      Wenn ich kein Geld habe, darf ich auch keine Bank überfallen.
      Was für die von Dir beschriebene Situation bedeutet, dass ich mich dann auch nicht an den Schwächeren rächen darf, deren Unterkünfte anzünden oder faschistische Verbrecherorganisationen wie AfD/NPD und ähnliches Dreckspack wählen. Wer das doch tut und dann seiner körperlichen Unversehrtheit verlustig geht, ist selber schuld.
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -