Sticky Region Hamburg und Schleswig-Holstein

      Original von Grizzly
      Hamburgs schlimmster Autozündler gefasst

      Hohe Stirn, langes Nackenhaar, Pilotenbrille, Jogginganzug, Hamburger Slang: Wilfried „Wille“ M. (55). In dem kleinen Wohnviertel an der Straße Rugenbarg, in dem er seit über 20 Jahren lebte, mag den Einzelgänger niemand. Viel zu oft habe er sich beschwert, zu gern mit seinen Nachbarn gestritten. „Er hat uns alle bedroht“, sagt ein Anwohner. „Niemand wollte mit ihm Ärger haben. Deshalb sind wir ihm lieber aus dem Weg gegangen.“

      Jetzt wurde ihr sonderbarer Nachbar verhaftet. Denn „Wille“ hatte offenbar ein ganz besonderes Hobby: Autos anzünden.

      Polizisten observierten ihn, auch als er an einer Tankstelle auf St. Pauli am Dienstag mehrere Benzinkanister füllte und sie in seinen Mercedes-Oldtimer lud.

      An diesem Dienstag fuhr er mit seiner explosiven Fracht nach Marienthal. Kurze Zeit später brannten dort an der Claudiusstraße drei Autos.

      Als die Beamten den 55-Jährigen kurz darauf in St. Georg stoppten, war einer der Kanister leer. Auch weitere Beweismittel konnte die Polizei in seinem Wagen sicherstellen und nahm Wilfried M. fest.
      mopo.de, ganzer Text [URL=http://www.mopo.de/polizei/er-hortete-benzin-in-kanistern-wilfried-m---55---hamburgs-schlimmster-autozuendler-gefasst,7730198,11368782.html]:klick:[/URL]

      Der Gag ist, dass ich diesen Burschen vermutlich kenne (Beschreibung passt) bzw. dass es der gleiche Drecksack ist, der mir vor zwei Jahren dreimal alle vier Autoreifen aufgestochen hat. "Nur", muss man ja jetzt sagen ...


      Jetzt hat er sein Urteil kassiert - vier Jahre und drei Monate abzüglich zehn Monate U-Haft, sind wir noch vor ihm sicher.

      Ein 55-Jähriger ist am Montag in Hamburg wegen Brandstiftung zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Mann von Mai bis Ende Dezember 2011 insgesamt zehn Autos in den Stadtteilen Lurup, Bramfeld und Marienthal angezündet hat.
      ndr.de/regional/hamburg/prozess1223.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Hamburg hat eine neue U-Bahn-Strecke, die werde ich heut mal ausprobieren.

      hamburg.de/u4-hamburg/8732/u-4-hamburg-streckenverlauf.html

      Ab dem 29. November haben alle Hamburger die Möglichkeit, in einem kostenlosen Schnupperbetrieb die unterirdische Strecke in die HafenCity und die neuen Haltestellen kennen zu lernen. Ihren regulären Betrieb nimmt die neue Hamburger U-Bahn-Linie U4 am 9. Dezember 2012 auf. Am 28. November wurde die neue U4 feierlich eröffnet.

      Mehr dazu :klick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Protest gegen geplante Abschiebung

      Drei Hamburger Mädchen und ihre Mutter sollen nach Honduras ausgewiesen werden, weil die Mutter ohne Aufenthaltsstatus an der Elbe lebte. Mitschüler und Pfadfinder protestieren im großen Stil

      Hamburgs PfadfinderInnen laufen Sturm. Ihre Pfadfinder-Schwestern Maria, 11, und Andrea Cruz, 13, sollen nach Honduras abgeschoben werden. Auch die 18-jährige Fabiola soll das Land verlassen - was Fabiolas MitschülerInnen nach Kräften zu verhindern versuchen. Der Grund für die geplante Abschiebung: Die Ausländerbehörde hat die Ausweisung von Mutter Gabriela Cruz verfügt.

      Die heute 37-Jährige Gabriela Cruz war mit ihren drei Töchtern nach Hamburg gekommen, um ihnen eine sichere Zukunft zu bieten. In Honduras gibt es eine hohe Kriminalitätsrate, gerade junge Mädchen können sich allein kaum auf die Straße trauen.

      Spätestens seit 2006 hält sich die Familie ohne Papiere "illegal" an der Elbe auf. Trotzdem gelang es Gabriela Cruz, sich durchzuschlagen. Ihre Töchter besuchten die Schule, die älteste, Fabiola, steht mit ihren 18 Jahren gerade vor dem Abitur.

      Maria und Andrea besuchen die Stadtteilschule in Winterhude, wo Andrea Klassensprecherin war. Beide sind bei den Pfadfindern engagiert. "Andrea hat bereits die erste Stufe der Ausbildung zur Jugendgruppenleiterin absolviert", sagt Johanna Griffel, 22, von der hanseatischen Pfadfinderschaft. "In zwei Jahren möchte sie selbst eine Gruppe mit jüngeren Kindern leiten."

      4.000 Unterschriften haben die Pfadfinder für eine Petition zum Verbleib ihrer Schwestern gesammelt. Die Schüler der Max-Brauer-Schule haben die Website "Fabiola muss bleiben" eingerichtet. An der Stadtteilschule Winterhude haben Schüler Briefe an Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) geschrieben.

      Ins Rollen kam der Fall, weil Gabriela Cruz zum 18. Geburtstag von Tochter Fabiola den staatlichen Statuts der Illegalität ablegen wollte. Cruz beantragte in der Ausländerbehörde eine Aufenthaltsgenehmigung. Stattdessen bekam sie für sich und Fabiola eine Ausweisung.

      "Es gibt keine rechtliche Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, weil die Familie illegal in Deutschland gelebt hat", sagt Norbert Smekal, Sprecher der Ausländerbehörde. Lediglich die Härtefallkommission der Bürgerschaft könnte am Donnerstag eine politische Bleiberechtslösung beschließen.

      "Wir kriegen Briefe ohne Ende", sagt Antje Möller von den Grünen, die in der Kommission sitzt. "Wir sind für einen Verbleib der Familie Cruz in Hamburg."
      KAI VON APPEN


      taz.de/1/archiv/digitaz/artike…3b3d48c94d6e3a81ce092260a
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      - Kurt Tucholsky -
      Riesen-Freude bei Klassenkameraden und Unterstützern - die Nachricht, dass Fabiola Cruz und ihre Schwestern bleiben dürfen, verbreitete sich in Hamburg blitzschnell, nämlich über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Die Härtefallkommission sprach sich dafür aus, dass die 17-jährige Fabiola, die 13-jährige Andrea und die 12-jährige Maria eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung bekommen - somit kann auch ihre Mutter Gabriela bleiben. Diese Entscheidung fällte das Gremium der Bürgerschaft einstimmig, wie NDR 90,3 berichtete. Die Hamburger Ausländerbehörde wird sich danach richten, damit ist die Abschiebung vom Tisch.

      ndr.de 6.12.12 :link:


      So weit, so glücklich.
      Was aus verschiedenen anderen von der Deportation in eine desolate Zukunft betroffenen Familien betrifft, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Im Gegenteil, bei jeder Suche, was aus einer betroffenen Familie geworden ist, bin ich auf ein neues Verbrechen der Hamburger Ausländerbehörde bezüglich einer anderen Familie gestoßen.
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      - Kurt Tucholsky -
      Die Aussenalster ist zwar, bis auf die Fahrrinnen, zugefroren, aber vor dem Betreten des Eises wird noch gewarnt :achtung1:
      da die Eisdicke erst 5-7 cm beträgt; ab 18 cm gilt das Eis als betretbar.

      Hier könnt Ihr Euch über den aktuellen Eisstand informieren:
      hamburg.de/contentblob/1051114…is-eiszustandsbericht.pdf
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      - Kurt Tucholsky -
      Das Hamburger Amt für Umweltschutz teilt mit:
      Witterungsbedingt werden an der Außenalster keine Eismessungen mehr durchgeführt

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      Elbtunnel: Ab Sonntag alle Röhren frei

      Am Sonntag ist es soweit: Erstmals seit fünf Jahren werden alle vier Röhren des Elbtunnels in Hamburg für den Verkehr freigegeben. Zuletzt waren 2008 alle Röhren zur gleichen Zeit geöffnet. Seit 2009 wurde der Elbtunnel Schritt für Schritt saniert. Weil deswegen stets mindestens eine Röhre blockiert war, kam es regelmäßig zu Staus. Die letzten Markierungsarbeiten sollen am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr beendet sein.

      Während der Bauarbeiten wurden Brandschutz und Fluchtwege verbessert, Notruf-Nischen eingerichtet und neue Beleuchtungen und Lautsprechersysteme eingebaut. Eigentlich war die Freigabe aller Röhren bereits für Ende des vergangenen Jahres geplant, doch Probleme mit der neuen Anlage für die Rauch-Absaugung sorgten für eine Verzögerung. ( ... )

      ndr.de/regional/hamburg/elbtunnel261.html

      Grizzly sein :senf2: Aber aber aber :ohje:

      Auf der Autobahn 7 müssen sich die Autofahrer allerdings auch in den kommenden Jahren auf dauerhafte Behinderungen einstellen. Nördlich des Elbtunnels soll ab 2014 zunächst der 65 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest und dem Bordesholmer Dreieck auf zum Teil acht Spuren verbreitert werden. Dies soll etwa vier Jahre dauern. Danach soll nach Planungen des Bundesverkehrsministeriums südlich des Elbtunnels die Strecke bis zu den Harburger Bergen erneuert werden. Ein Zeitplan für die Bauarbeiten auf der gut vier Kilometer langen Strecke steht aber noch nicht fest.

      Täglich fahren laut Hamburger Verkehrsbehörde rund 130.000 Fahrzeuge durch den Elbtunnel. Die 1975 eröffnete Elbquerung ist ein Teil der A 7 und gilt als das "Nadelöhr des Nordens".

      (NDR, Link wie oben)
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      - Kurt Tucholsky -
      Erneut Streik am Hamburger Flughafen

      Die Sicherheitskräfte am Hamburger Flughafen haben in der Nacht mit einem Ausstand begonnen. Wie ein Airport-Sprecher mitteilte, streiken die Beschäftigten seit 3.45 Uhr. Mehr als 130 Abflüge und Ankünfte seien bereits gestrichen worden. Vor allem die Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin seien betroffen. Fluggäste sollten engen Kontakt zu ihrer Airline halten und nach Möglichkeit auf die Bahn ausweichen. Laut Flugplan sollten heute 181 Maschinen vom Hamburger Airport abheben. Rund 18.000 abfliegende Passagiere sind von dem neuen Streik betroffen. Die rund 600 Mitarbeiter der Personenkontrolle hatten bereits in der vergangenen Woche zwei Tage und im Januar einen Tag lang gestreikt und damit den Airport weitgehend lahmgelegt.

      Aktuelle Informationen des Hamburger Flughafens über Flugausfälle

      ( ... ) Hintergrund des Streiks ist ein langanhaltender ungelöster Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem BDSW, der bislang zu keiner Einigung geführt hat. Ver.di fordert für die rund 600 Mitarbeiter des Sicherheitspersonals in Hamburg einen Stundenlohn von 14,50 Euro. Ein Angebot des BDSW von 12,75 Euro ab März und 13,50 Euro ab Januar 2014 hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Danach wurde den Angaben zufolge kein neues Angebot vorgelegt.

      ndr.de/regional/hamburg/flughafen537.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Vor einer Woche schnupperten die Norddeutschen erste Frühlingsluft, jetzt ist der Winter mit Macht zurück: Am Montag schneite es praktisch pausenlos. Autofahrer kämpften vielerorts mit Staus und Behinderungen. Informationen zur aktuellen Lage auf den Straßen finden Sie in den Verkehrsmeldungen.

      Die Polizei registrierte am Montag Hunderte Autounfälle, zum Teil mit Schwerverletzten. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern als auch in Niedersachsen und Hamburg krachte es häufig. Die Räumdienste waren im Dauereinsatz.

      In einigen Teilen Norddeutschlands konnten Schulkinder am Montag aufgrund der Wetterlage zu Hause bleiben. Ob weitere Schulausfälle zu erwarten sind, erfahren Sie gegebenfalls kurzfristig auf der Seite des NDR Verkehrs-Studios. Schleswig-Holstein hat außerdem eine Winter-Hotline eingerichtet. Unter (0800) 182 72 71 erfahren Eltern und Schüler, wo der Unterricht ausfällt. ( ... )

      Bis zum Wochenende bleibt es klirrend kalt. "In dieser Woche ist keine Änderung der Temperaturen in Sicht", sagte Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia auf der Insel Hiddensee. Die Schneefälle und der Wind würden aber deutlich nachlassen. Damit sinke die Gefahr von Schneeverwehungen. Die Unwetterwarnung für den Norden hob der Deutsche Wetterdienst am Montag auf.

      ndr.de/regional/wetter539.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Original von Grizzly 2.6.10
      Heut abend bin ich stinkig :feuerspuk:

      Dass sie den "Bärenhof", ein gut hundert Jahre alt gewordenes Gebäude in Hamburg-Langenhorn unweit des U-Bahnhofes Ochsenzoll, trotz Anwohnerprotesten abreissen, wusste ich ja schon. Aber das sie das letzte zunächst stehengelassene Türmchen auch plattgemacht haben, hab ich erst heut Abend gesehen :muede_traurig:

      Der Bau sah aus wie ein etwas verwunschenes mittelalterliches Schlösschen und war ein architektonisches Kleinod in diesem ansonsten baulich eher nichtssagenden Stadtteil. Das Autohaus, deren Besitzer den Abriss verbrochen haben, kriegt anscheinend seine Vehikel nicht los (kein Wunder bei den Preisen !) und braucht das Grundstück als Ausstellungsfläche.

      Möge der Autohausbesitzer alsbald einen krachenden Bankrott hinlegen.
      Mögen dieser überteuerten Vehikel durch Kolbenfresser und Getriebesalat zum Stillstand verurteilt sein.
      Mögen die Käufer dieser Spritschleudern jeden Morgen Grund haben, sich an den Anlass-Jodler zu erinnern !!!!
      :watschen: :mannintonne: :arschtritt: :vogelzeig: :bicycle: :explosion: :fireflummy: :ich_protestiere:


      Mein letztes Bild vom Bärenhof (Handybild, sorry für die schlechte Qualität):



      Jemand hat auf mich gehört, ich selber hab ein Alibi - heut hat's bei dem erwähnten Autohaus gebrannt. Ich kam grad mit der U-Bahn aus der Stadt, der stinkende Qualm wehte bis zur Bushaltestelle rüber. Bild kommt noch.
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      - Kurt Tucholsky -


      Auf dem freien Platz im Vordergrund befand sich bis 2011 der Bärenhof.



      Drei Feuerwehrautos im Einsatz spricht für einen eher kleinen Brand (als 1996 bei mir in der Praxis der Schreibtisch gebrannt hat,
      waren sie mit sechs Autos da). Aber hier hat wohl Plastik mitgebrannt, dem Gestank nach zu urteilen.
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      - Kurt Tucholsky -

      Mein Baum - Meine Stadt - Ich mach mit

      :muede_traurig: Schade, denn vermutlich bekommt der von der Versicherung noch Schadenersatz :stampf:

      Nun zu was anderem.
      Die in 2011 ins Leben gerufene Baumpflanzaktion in :hamburg1: wird auch 2013 fortgesetzt!
      :infos: findet man hier: hamburg.de/mein-baum-meine-stadt/
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Wie von Schnuppi im Cafe Klönschnack schon angekündigt hab ich heute das Oberlandesgericht Hamburg (wo ich sonst nie reingegangen wäre) und die dort im Foyer stattfindende Ausstellung Der Prozess um den 20. Juli besucht, ein Kapitel bundesdeutscher Geschichte, dass ich auch noch nicht kannte.

      Dass der ehemalige Nazioffizier Otto-Ernst Remer am 20. Juli 1944 den Anfangserfolg der Widerstandskämpfer um Graf Stauffenberg zunichte gemacht hatte, wusste ich natürlich. Auch dass dieser faschistische Drecksack, der er bis zu seinem viel zu späten Ende 1998 geblieben ist, sich noch Jahrzehnte später vor seinen Nazibrüdern dieses Verbrechens gerühmt hatte, war mir bekannt. Aber dass er Anfang der Fünfziger die Frechheit besaß, Stauffenberg und seine Mitstreiter öffentlich als Verräter an Deutschland zu verunglimpfen, war mir neu, ebenso, dass es damals noch einen mutigen Generalstaatsanwalt gab, nämlich Fritz Bauer, der als Jude und Sozuialdemokrat ins Exil gezwungen worden war, und der diesen NS-Verbrecher per Justiz in die Schranken gewiesen hat.

      Anfang der Fünfziger waren Regierungs-, Verwaltungs- wie Justizapparat voll von alten Nazis, schliesslich waren Antifaschisten in Westdeutschland seit Ausbruch des Kalten Krieges 1947/48 unbeliebt geworden, Bauer war einer der wenigen, die sich hatten halten können. Und so musste er 1952 die Anklage gegen Remer wegen übler Nachrede und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zur Chefsache erklären, untergeordnete Staatsanwälte hatten das Verfahren gar nicht erst eröffnen wollen.

      In der braungesprenkelten Luft dieser Zeit war es letztendlich schon ein Erfolg, dass Remer vom Landgericht Braunsschweig überhaupt verurteilt wurde - zu der lächerlich niedrigen Gefängnisstrafe von drei Monaten, die er nie abgesessen hat.

      Die Ausstellung geht noch bis Freitag 26.4. 18 Uhr, OLG Hamburg, Sieveking-Platz, U-Bahn Messehallen. Wenn's schön ist, kann man das mit einem Spaziergang in Planten und Blomen verbinden.
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      - Kurt Tucholsky -
      Gekaufte Titel? Staatsanwaltschaft ermittelt

      Die Staatsanwaltschaft Lübeck hatte vor einem Monat eine Hausdurchsuchung bei einer Dortmunderin veranlasst. Und das, weil die Frau unberechtigter Weise einen Doktortitel im Internet gekauft und benutzt hatte. Über das Vorgehen der Ermittler gab es große Empörung. Nun hat die Staatsanwaltschaft Lübeck das ganze Ausmaß der Ermittlungen bekannt gegeben: In den vergangenen drei Monaten gab es bundesweit insgesamt 87 Hausdurchsuchungen.

      Inzwischen ermitteln die Beamten noch in 24 Fällen wegen Titelmissbrauchs - alle anderen sind wegen geringer Schuld eingestellt. Gegen die Durchsuchungen haben drei Personen offiziell eine Beschwerde eingelegt. Doch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck rechtfertigt die Aktion: "Die Hausdurchsuchungen sind rechtens", sagte er.

      In Schleswig-Holstein gab es lediglich zwei Durchsuchungen, denn die Mehrheit der Doktortitel-Käufer komme aus dem Süden Deutschlands, so die Staatsanwaltschaft Lübeck. Eine Person muss eine Geldstrafe zahlen, die anderen Fälle sind noch offen. Titelmissbrauch ist in Deutschland ein Täuschungsdelikt, insbesondere das unbefugte Führen eines akademischen Grades ist strafbar.

      ndr.de/regional/schleswig-holstein/titel121.html
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      - Kurt Tucholsky -

      Harburger Anzeigen und Nachrichten

      Der digitale Medienwandel fordert ein weiteres Opfer: Die traditionsreichen "Harburger Anzeigen und Nachrichten" aus Hamburg schließen offenbar Ende September 2013 ihre Pforten. Wie der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) berichtet, wurden die Mitarbeiter am Donnerstag über die Einstellung der Zeitung informiert.

      ( ... )

      Die "Harburger Anzeigen und Nachrichten" erscheinen bereits seit 1844 und sind damit die älteste Hamburger Tageszeitung. Überregional bekannt wurde die Zeitung durch Interviews mit politischen Größen aus dem Wahlkreis Harburg wie Herbert Wehner, Volker Rühe oder Hans-Ulrich Klose. dh


      Quelle und Weiteres: horizont.net/aktuell/medien/pa…hten-gibt-auf_114856.html

      Mich macht das unglaublich traurig.
      Zum einen war es meine Lieblingszeitung, zum anderen habe ich das langsame eingehen miterlebt und zu guter letzt sind nun auch 2 Familienangehörige betroffen.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      Libyen-Flüchtlingen droht Abschiebung

      In Hamburg gestrandete Afrikaner

      Seit Wochen harren rund 300 afrikanische Flüchtlinge in Hamburg aus - ohne zu wissen, wie es mit ihnen weitergehen soll. Nun droht den ersten die Abschiebung, da ihre Touristen-Visa für den Schengen-Raum ablaufen. Von Julie Kurz, NDR


      Bericht (inkl. Video): tagesschau.de/inland/hamburg-fluechtlinge100.html

      Zum Hintergrund: tagesschau.de/inland/fluechtlinge316.html

      Wieder einmal bin ich, abgesehen von meiner :feuerspuk:, enttäuscht und traurig.
      Und wieder fühle ich mich so verdammt Hilflos.

      Zu einer deratigen Situation wie jetzt in Hamburg kommt es leider allerdings auch wenn ein Land wie :italien: mit seiner Problematik allein gelassen wird!
      Sicher ist das Verhalten der Italiener auch keine Lösung, was aber bitte sollen sie denn tun?

      Lampedusa geht uns alle an!
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      Nun doch Steuergelder für Libyen-Flüchtlinge

      Stand: 10.08.2013 12:49 Uhr

      Die Bezirksversammlung Altona hat 3.000 Euro für die umstrittene Betreuung der libyschen Lampedusa-Flüchtlinge bewilligt. Sogar die SPD im Bezirk stimmte dafür, der Kirchengemeinde St. Pauli Kosten der dreimonatigen Unterbringung zu ersetzen, wie NDR 90,3 am Sonnabend berichtete. Die vom Senat kritisierte Kirchen-Unterbringung der 80 Flüchtlinge wird nun also doch teilweise mit Steuergeldern bezahlt. Der Beschluss des Hauptausschusses des Bezirks erfolgte dem Bericht zufolge einstimmig.


      Quelle und Weiteres: ndr.de/regional/hamburg/fluechtlinge373.html

      :senf1: Die im Betreff genannte Schlagzeile ist äußerst Provokativ.
      Wie viele Hörer und Leser werden genauer hinschauen?

      Wie schade das ich keine aktuellere Meldung gefunden habe. Wird da schon wieder unter den Teppich gekehrt?
      Ich weiß es gerade nicht, aber ich werde es herausfinden!
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
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      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
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      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      RE: Nun doch Steuergelder für Libyen-Flüchtlinge

      Original von Schnuppi
      Stand: 10.08.2013 12:49 Uhr

      Die Bezirksversammlung Altona hat 3.000 Euro für die umstrittene Betreuung der libyschen Lampedusa-Flüchtlinge bewilligt. Sogar die SPD im Bezirk stimmte dafür, der Kirchengemeinde St. Pauli Kosten der dreimonatigen Unterbringung zu ersetzen, wie NDR 90,3 am Sonnabend berichtete. Die vom Senat kritisierte Kirchen-Unterbringung der 80 Flüchtlinge wird nun also doch teilweise mit Steuergeldern bezahlt. Der Beschluss des Hauptausschusses des Bezirks erfolgte dem Bericht zufolge einstimmig.


      Quelle und Weiteres: ndr.de/regional/hamburg/fluechtlinge373.html

      :senf1: Die im Betreff genannte Schlagzeile ist äußerst Provokativ.
      Wie viele Hörer und Leser werden genauer hinschauen?

      Wie schade das ich keine aktuellere Meldung gefunden habe. Wird da schon wieder unter den Teppich gekehrt?
      Ich weiß es gerade nicht, aber ich werde es herausfinden!

      80 von ihnen haben in der St.Pauli-Kirche Zuflucht gefunden. Dazu gab's heut eine Reportage in der MoPo:
      mopo.de/nachrichten/tuersteher…nge,5067140,24286902.html
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Ja Grizzly, das weiß ich.
      Doch was mit den anderen ist habe ich noch nicht herausgefunden.
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Altona. Für die rund 80 libyschen Flüchtlinge, die seit Anfang Juni in der St.-Pauli-Kirche untergebracht sind, wird eine alternative Unterbringung für die Wintermonate gesucht. Laut Pastor Sieghard Wilm bleibe nicht mehr viel Zeit: "Wenn es kalt wird, ist die Unterbringung in der Kirche problematisch, weil man nicht vernünftig heizen kann." Derzeit prüfe man diverse Flächen im Bezirk, die für die Aufstellung von Containern geeignet sind.

      Eine dieser Flächen ist die sogenannte Brammerfläche zwischen Schulterblatt und Max-Brauer-Allee. Dort betreibt John Schierhorn den Beach-Club Central Park. Der 36-Jährige hatte der Kirche vorgeschlagen, den Beach-Club-Parkplatz während der Wintermonate zur Verfügung zu stellen.

      Sieghard Wilm kann sich diese Lösung gut vorstellen. "Das Wichtigste bei einem Standort ist, dass man ein Unterstützerteam vor Ort hat. Das wäre bei der Brammerfläche der Fall."


      Quelle und Weiteres: abendblatt.de/hamburg/article1…sucht-Kirche-zu-kalt.html

      Leider musste ich das Abendblatt nehmen da wohl nur sie es für wichtig hielten die Meldung zu bringen.
      Leider, weil man den Artikel meistens nur einmal anklicken kann wenn man dort kein Abo laufen hat.


      In derselben Zeitung stand vor 3 Tagen schockierender Weise aber auch das:

      Der SPD-Senat hatte verlangt, dass die Flüchtlinge ihre Personalien für eine Einzelfallprüfung offenzulegen. Er verweist auf das Dublin-II-Abkommen, nach dem Flüchtlinge nur in dem Land Recht auf Schutz und Unterstützung haben, in dem sie zum ersten Mal europäischen Boden betreten haben – in diesem Fall also Italien.


      Quelle und Weiteres: abendblatt.de/hamburg/altona/a…htlinge-auf-St-Pauli.html
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)