Announcement Endlich auch mal gute Tagesnachrichten

      Endlich auch mal gute Tagesnachrichten

      Wiedersehen zehn Jahre nach Tsunami
      Stand: 07.08.2014 15:08 Uhr

      Ein Elternpaar in Indonesien hat etwa zehn Jahre nach dem Tsunami seine Tochter wiedergefunden. Die damals vierjährige Raudhatul war Ende 2004 mit ihrem drei Jahre älteren Bruder von den Wassermassen weggerissen worden. Die Eltern aus der Provinz Aceh auf Sumatra hatten vergeblich versucht, ihre Kinder festzuhalten.


      Quelle und Weiteres: tagesschau.de/ausland/indonesien-tsunami-tochter-101.html

      An diese Eltern erinnere ich mich sehr gut. Wie wunderbar das sie ein Kind wiederfanden.
      Sollten sie auch ihren Sohn noch wiederfinden, wäre das mehr als ein Wunder!
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      2000 Freiwillige gegen Ebola

      Deutschland sagt Ebola den Kampf an - doch Verteidigungsministerin von der Leyen darf nur Freiwillige nach Afrika schicken. Die melden sich nun so zahlreich, dass die Ministerin "bewegt und überwältigt" ist.

      Bereits 2000 Freiwillige der Bundeswehr haben sich nach dem Aufruf von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für einen Hilfseinsatz in den Ebola-Gebieten gemeldet. Sie sei "bewegt und überwältigt" von dieser Resonanz, sagte die Ministerin in Berlin. Jetzt müsse geklärt werden, welche Berufe die Interessenten - Soldaten und Zivilisten der Bundeswehr - hätten und wie ihr Impfstatus sei. Benötigt werden Ärzte, Pfleger, Techniker und Logistiker.

      Außenminister Frank-Walter Steinmeier verlangte mehr und schnellere Anstrengungen zur Bekämpfung von Ebola in Westafrika. "Ich verstehe jeden, der sagt, die internationalen Staatengemeinschaft tut nicht genug", erläuterte Steinmeier am Rande der UN-Vollversammlung in New York. "Wahrscheinlich ist der Vorwurf auch richtig, dass wir auf die Größenordnung der Epidemie nicht wirklich vorbereitet waren."

      Ganzer Text: n-tv.de/politik/Von-der-Leyen-…tigt-article13670386.html
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Zur Erstbetreuung der in Norderstedt eintreffenden Flüchtlinge hat sich ein ehrenamtliches Willkommens-Team gebildet. Z.B. bei Arztbesuchen habe ich deren Unterstützung schon als sehr hilfreich erlebt - aber natürlich kann das Team noch Verstärkung gebrauchen.
      Für Interessenten gibt es einen kostenlosen Einführungskurs bei der Volkshochschule, derzeit dienstags 18:00 - 19:30, Anmeldung unter 040 535 95 900, oder unter info@vhs-norderstedt.de.
      Wer die Bilder der Kriegs-Flüchtlinge in den Medien sieht, bleibt mit einer Mischung aus Ohnmacht und Empörung zurück. Doch die gute Nachricht ist: Jeder kann ganz lokal etwas dazu beitragen, um das Leid der Flüchtlinge zu lindern. Denn wenn die Opfer von Terror und Vertreibung Glück haben, dann finden sie im Ausland ein sicheres Asyl, zum Beispiel in einer Flüchtlingsunterkunft in Norderstedt. Dort brauchen sie mehr als ein Dach über dem Kopf und ein Bett. Sie brauchen Orientierung und Hilfe im Alltag.

      Die Stadtverwaltung und die hauptamtlichen Flüchtlingshelfer können das alleine nicht leisten. Die Mitarbeit von Ehrenamtlichen ist unabdingbar. An einem Runden Tisch haben sich Stadtverwaltung, Wohlfahrtsverbände, Integrationsbeauftragte, Bildungswerke und engagierte Norderstedter Gedanken gemacht, wie den Flüchtlingen das Ankommen in Norderstedt erleichtert werden kann. Daraus ist das Projekt "Willkommen-Team" entstanden (wir berichteten). Es sollen ehrenamtliche Tandems aus Norderstedterinnen und Norderstedtern mit und ohne Migrationshintergrund und in Norderstedt bereits integrierten Landleuten der jeweiligen Flüchtlinge gebildet werden. Einer spricht die jeweilige Sprache, einer kennt sich gut in Norderstedt aus. Gemeinsam sollen sie den Neuankommenden in den ersten Tagen und Wochen zur Seite stehen, um sie bei ihren ersten Schritten in der neuen Umgebung zu begleiten und zu unterstützen.

      Die meisten Menschen, die als Flüchtlinge und Asylbewerber nach Norderstedt kommen, können sich nur schwer verständigen und brauchen Hilfe und Unterstützung, um sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Was für Norderstedter selbstverständlich ist, ist für Fremde oft ein Buch mit sieben Siegeln. Wo finde ich das Rathaus, wie löse ich eine Fahrkarte, wo ist der nächste Supermarkt, wie komme ich kostengünstig an Geschirr? Bei vielen dieser Fragen ist lebenspraktische Unterstützung gefragt.

      Nach einem ersten Aufruf im Frühjahr wurde in der Volkshochschule eine Arbeitsgruppe gebildet, die ehrenamtliche Helfer einbinden sollte ins Willkommen-Team. "Das wurde sehr gut angenommen. Wir hatten an die 30 Teilnehmer in dem Kurs. Die Menschen kamen aus der ganzen Region", sagt die Sozialdezernentin der Stadt, Anette Reinders. Doch das Team kann noch weitere Tandems gebrauchen. Denn die Flüchtlingszahlen in Norderstedt steigen ständig. Wurden zu Jahresbeginn noch etwa 200 Flüchtlinge erwartet, so muss die Stadt nun zusehen, wie sie bis Ende 2014 etwa 230 Menschen in der Stadt unterbringt. "Wir müssen die Zahlen laufend nach oben korrigieren. Die meisten Flüchtlingen stammen aus Syrien", sagt Reinders.

      Ganzer Text: abendblatt.de/region/norderste…edt-dringend-gesucht.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Dieses Thema bewegt wohl viele Regionen in unserem
      Land und das mit steigender Tendenz. Selbst auf dem "Dorf"
      (anders kann man eine Kleinstadt mit knapp 8000 Einwohnern
      nicht bezeichnen) ist das Thema >Flüchtlinge< aus dem
      Nischendasein in den Focus gerückt. Mit vietnamesischen
      und angolanischen Gastarbeitern haben wir schon ewig Erfahrungen.
      Dann kamen Nordafrikanische Flüchtlinge und Balkan in Kombi mit russischen Spätaussiedlern. Nun rollt die nächste Welle an.... Syrien, Lybien, Somalie uvm. Nun liegt an unserer Dorfgrenze (@grizzly: so ca. 20m
      neben der 2 DDR-Mark Soljanka, also quasi noch neben dem Intershop)
      die Außenstelle der BAMF für Thüringen. (Bundesamt für Migration...)Dort müssen die Flüchtlinge den ersten Stempel abholen, damit sie dann in irgendeine Aufnahmestelle weiterreisen dürfen.
      Und nun stellt Euch mal vor: Flüchtlinge (teilweise ganze Familien)
      ohne Sprachkenntnisse, ohne Finanzmittel müssen mit öffentlichen
      Verkehrsmitteln (Bus) an einer Straße mitten im Wald aussteigen und dann noch zu Fuß ca. einen km durch den Wald. Dann stehen sie vor dem
      Büroblock an der Autobahn. Dort bekommen sie einen Schein mit einem
      Stempel der u.a. auch zur Benutzung der Verkehrsmittel berechtigt und ein
      Blatt mit einer Adresse eines Aufnahmeheimes. Das nächstgelegene in
      Eisenberg ist mittlerweile hoffnungslos überbelegt und die Geldmittel (zB. für medizinische Behandlung) waren schon Ende August erschöpft.
      Und dann gab es echt Widerstand aus der Bevölkerung. In Eisenberg,
      weil angeblich die Diebstahlsraten in die Höhe schnellten und bei uns,
      weil im von einer internationalen Gesellschaft verwalteten Wohngebiet
      ganze Wohnblöcke zur Unterbringung von Flüchtlingen mit Aufenthaltsstatus bereitgestellt werden sollten. Es reicht eben schon, wenn
      man Russisch können muß, wenn man dort einen Passanten nach dem Weg
      fragen will. :fragend_freundlich:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Und nun stellt Euch mal vor: Flüchtlinge (teilweise ganze Familien)ohne Sprachkenntnisse, ohne Finanzmittel müssen mit öffentlichenVerkehrsmitteln (Bus) an einer Straße mitten im Wald aussteigen und dann noch zu Fuß ca. einen km durch den Wald. Dann stehen sie vor demBüroblock an der Autobahn. Dort bekommen sie einen Schein mit einemStempel der u.a. auch zur Benutzung der Verkehrsmittel berechtigt und einBlatt mit einer Adresse eines Aufnahmeheimes.

      Welcher hirnverschissene Ochs (sorry) hat sich denn sowas ausgedacht - die armen Leute an den ( für Nichtautofahrer) Arsch der Welt (womit ich Eure Heimatstadt nicht beleidigen will, aber bei den Leuten kommt mE so an) zu schicken ? Warum nicht dort, wo die Bürokraten eh hocken wzB in Erfurt ?

      Da hab ich schon den Verdacht, dass da gezielt Vorbehalte gegen die Flüchtlinge geschürt werden sollen, damit's dem braunen Sumpf von AfD und NPD nützt.
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Ich glaube kaum, daß da jemand an die Deutsch-Nationalen gedacht
      hat. Da sollte einfach eine billige Lösung her (das Bürogebäude der
      DDR Autobahnpolizei stand leer) die zusätzlich das "Ankommen" von Flüchtlingen noch extra abschreckend gestaltet. Die Angst vor Fremden
      ist in unserer Gesellschaft eben tief verwurzelt. Und das trotz der
      positiven Erfahrungen durch die vielen "Vertriebenen" und "Spätrückkehrer".
      ...das wird wohl ein langer Prozeß des Umdenkens werden. :trauriger_wmann:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Aktuell bei mir neu hereingekommen:
      "Pegida" Demo mit 10.000 Teilnehmern in
      Dresden. (Demo gegen Islamisierung der
      Gesellschaft und Asylsuchende allgemein).
      Da verbindet sich die allgemeine Angst in der
      Bevölkerung mit der Ohnmacht gegen die
      Machenschaften dieser Welt. Und gerade an
      den Schwächsten wird es ausgelassen...als ob
      so ein Kriegsflüchtling etwas für diese Katastrophe
      kann. Sollten sie doch die Kriegstreiber an den Pranger
      stellen. Aber das wäre noch politisch inkorrekter. :wlache:
      Denn dann würden auf den Plakaten einige bekannte
      Gesichter auftauchen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Aktuell bei mir neu hereingekommen:"Pegida" Demo mit 10.000 Teilnehmern inDresden. (Demo gegen Islamisierung derGesellschaft und Asylsuchende allgemein).

      Solche Demos sollten verboten werden - wer zu feig ist, sich seiner Fremdenangst zu stellen und sie in einer Psychotherapie zu bearbeiten, hat das Recht, politisch zu agieren, verwirkt. Denn mit seiner Hetze gefährdet er andere Menschen.

      OK - aber das ist keine gute Nachricht mehr und passt nicht in diesen Thread :kratz:
      Deshalb bitte alle weiteren Stellungnahmen zu dem unappetitlichen Thema "Pegida" hierhin posten:
      weitblickforum.de/forum/thread.php?postid=29701#post29701
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      - Kurt Tucholsky -
      Das Charlie-Hebdo-Attentat und der damit in Zusammenhang stehende Supermarkt-Überfall mit insgesamt 17 Toten (die Täter mitgezählt 20) ist eigentlich auch keine gute Nachricht. Aber es scheint hier ein kleines Happy-End zu geben:
      Der nach der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt als „Held von Paris“ gefeierte Lassana Bathily erhält die französische Staatsbürgerschaft. Der 24 Jahre alte Flüchtling aus Mali hatte während dem Angriff auf einen koscheren Supermarkt im Pariser Osten mehrere Kunden vor dem Terroristen Amédy Coulibaly versteckt. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve wird ihm nach Angaben seines Ministeriums am kommenden Dienstag in einer „Willkommenszeremonie“ die Staatsbürgerschaft verleihen. Nach der „Heldentat“ des jungen Mannes am vergangenen Freitag habe das Innenministerium angeordnet, den Antrag im Eilverfahren zu behandeln, sagte Cazeneuve. Bathily lebt seit 2006 in Frankreich und will seit dem vergangenen Jahr Franzose werden.

      Als der Geiselnehmer Coulibaly am vergangenen Freitag in den Supermarkt „Hyper Casher“ eindrang, flüchten einige Kunden im hinteren Bereich des Geschäfts in den Keller. Dort trafen sie Bathily, der in dem Laden arbeitete und sich als praktizierender Muslim mitten im Gebet befand. Als er Schüsse hörte, versteckte der junge Mann, der seit vier Jahren in dem Geschäft angestellt ist, die Gruppe im Kühlraum des Ladens und betreute die Menschen dort.

      Mehr dazu: faz.net/aktuell/politik/auslan…rd-franzose-13372639.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Die :frankreich: Staatsbürgerschaft wurde ihm inzwischen zuerkannt!

      Lassana Bathily
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Eine positive Nachricht .
      Doch wie immer wirft sie wieder Fragen auf......
      Schätze mal es war das einzige "Hintertürchen"
      um ihm ein dauerhaftes Bleiberecht in Frankreich
      zu ermöglichen. Und was machen die anderen
      Menschen mit dem gleichen Anliegen?
      Brauchen wir ewa mehr mehr Anschläge, damit sie sich ihren
      Einbürgerungsanspruch "verdienen" können? (Achtung! Ironie!)
      Auch Frankreich hat ein Problem mit den Einwanderungsgesetzen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Friedensbotschaft vor der Frauenkirche

      Mit einem Konzert haben am Montag in Dresden Zehntausende Menschen sowie zahlreiche Künstler ein Zeichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Die Veranstalter sprechen von mehr als 25.000 Besuchern, die Polizei von 22.000 Menschen. Weil der Platz vor der Bühne auf dem Neumarkt völlig überfüllt war, wurden die Menschen auf den Theaterplatz umgeleitet, wo eine große Videoleinwand aufgebaut war. Eric Hattke vom Bündnis "Dresden für alle" sagte dem MDR: ""Es ist eine Superstimmung, die Menschen sind glücklich. Ich wünschte, dass es immer montags so wäre".

      Zu den Künstlern und Bands, die in Dresden ohne Gage auftraten, gehörten unter anderem Keimzeit, Silly sowie Sebastian Krumbiegel mit Toni Krahl. Sarah Connor präsentierte erstmals ihren Song "Augen auf" - ein Statement für Offenheit gegenüber Flüchtlingen.

      Toni Krahl von City sagte unmittelbar vor dem Auftritt: "Wir haben uns hier mit vielen Musiker versammelt, weil wir der Meinung sind, dass Dresden eine tolerante Stimme benötig. Jetzt laufen mir zu viele Menschen mit gepanzerten Herzen rum."

      Ganzer Text: mdr.de/sachsen/dresden-fuer-al…f1f179a7_zs-9f2fcd56.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Interessanterweise war dieses Konzert der Grund
      für die Verlegung des "Pegida-Spazierganges" von
      Montag auf Sonntag. Offizielle Begründung:" Damit
      unsere Anhänger dann am Montag auch dieses Konzert
      besuchen können."
      Folglich war ein Teil der Zuschauer dort auch jene, die
      einen Tag vorher mit Pegida spazieren waren.

      focus.de/politik/deutschland/k…f-sonntag_id_4426678.html

      Da ist es wieder das reale Leben:
      Nicht nur Gut=ja oder Böse=nein sondern ja/ nein/ vielleicht
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Ein bewegender Friedensring

      In Oslo haben rund 1.300 Menschen die Synagoge schützend umstellt. Die Initiative muslimischer Jugendlicher ist ein Zeichen gegen den Terror.


      STOCKHOLM taz | „Ich habe das Gefühl, es wurde hier heute ein Stück Weltgeschichte geschrieben“, meint Michael Gritzman, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde in Oslo, tief berührt. Und der norwegische Philosophieprofessor Lars Gule spricht von einer „einmaligen Aktion“. Am Samstagabend hat eine Gruppe muslimischer Jugendlicher rund um Osloer Synagoge einen „Friedensring“ geschlagen. Als symbolischen Schutz für diesen jüdischen Versammlungsort angesichts des Anschlags in Kopenhagen eine Woche zuvor und um ihren jüdischen MitbürgerInnen ihre Unterstützung und Solidarität zu demonstrieren.

      Rund 1.300 Menschen folgten dem Aufruf, Muslime und Juden gaben einander die Hand, und es wurde ein Abend der Premieren: Erstmals wurde Hawdala, das Ritual, mit dem die Sabbatfeier abgeschlossen wird, nicht in, sondern vor der Synagoge abgehalten und Oberrabbiner Michael Melchior schloss die Zeremonie mit der islamischen Formel „Allahu akbar!“ ab.

      „Ich empfinde so viel Hoffnung und Dankbarkeit heute“, berichtete anschließend Ervin Kohn, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Oslo: „Es gibt ja nur rund 1.300 Juden in Norwegen, wir sind eine kleine und verletzbare Minderheit. Und nun bekommen wir dieses starke Signal: Ihr seid nicht allein.“ Er sei glücklich, dass Muslime in dieser Art und Weise ihre Abscheu gegen Antisemitismus demonstrierten. Besonders freue ihn, dass diese Initiative nicht von einer Partei oder Organisation ausgegangen sei, sondern von muslimischen Jugendlichen.

      Hajrah Arshad ist eine von ihnen. Die 17-Jährige wurde Sprecherin der Initiative und hielt auch eine kurze Rede, in der sie betonte, dass Juden keine Angst vor Muslimen zu haben bräuchten: „Für die meisten von uns ist es gar keine Frage, für die Rechte der Juden einzutreten.“ Es gehe eben nicht um einen „Religionskrieg“ und einen „Kampf des Islam gegen westliche Werte“. ( ... )

      Und Oberrabbiner Melchior hatte für die Anwesenden noch eine Botschaft aus Kopenhagen: „Als ich dem Vater des vor der Synagoge ermordeten Dan Uzan vom heutigen Abend erzählte, brach er in Tränen aus und bat mich: ’Sag den jungen Muslimen in Norwegen, dass sie mir Hoffnung geben. Dass sie mir einen Grund gegeben haben, weiterzuleben. Dass der Tod meines Sohnes vielleicht einen Sinn hatte, vielleicht die Basis für etwas Neues gelegt hat.‘“

      Ganzer Text: taz.de/!155152/
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Danke für diese Nachricht grizzly. Endlich melden sich die vernünftigen
      Menschen wieder mal mit Aktionen zu Wort. Dies habe ich hier in Deutschland
      (gerade im Zusammenhang mit der aktuellen NATO/Rußland-Krise) schmerzlich
      vermißt.
      Selbst Stephen Hawking warnt aktuell vor den uralten Agressions-Impulsen
      der Menschheit. Diese organisch implementierte Überlebensstrategie aus den
      Höhlen der Ur-Zeit kann mit den technischen Möglichkeiten der Moderne zur
      Vernichtung des Lebens führen. Sein empfohlener Weg: Ersetzt die Agressionen
      durch Mitgefühl.
      Die aktuelle Mahnung aus einem englischsprachigen Gastbeitrag werde ich zum Anlaß
      nehmen, die Poltiker dieser Welt auch an diesem Maßstab zu beurteilen.
      Erste Gedankenspiele dazu lassen aber nix gutes vermuten. :schneebwurf:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Mit dem Landkreis Mittelsachsen asoziierten Flüchtlinge und ihre Unterstützer bisher braunstes Dunkeldeutschland - bis es aus Wiederau Proteste ganz anderer Art gab: Die wollten ihre Flüchtlinge, 60 meist junge Männer, behalten.
      „Zeisler Achmed“ soll bleiben

      Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den mehr als 100 Flüchtlingshelfern im mittelsächsischen Wiederau. Am Abend des 23. Februar erfuhren sie, dass die 60 jungen Männer aus Afghanistan, dem Iran, Irak und aus Syrien am übernächsten Tag aus ihrer Gemeinde in die kaum ausgelastete Erstaufnahme nach Rossau gebracht werden sollten. Wegen der Kosten, wie Landrat Matthias Damm (CDU) den Umzug begründete, und weil die beiden Zelte in Wiederau eigentlich nur als Notunterkunft gelten.

      Dabei waren die Flüchtlinge dabei, sich in der Gemeinde einzuleben, die Helfer hatten die Unterkunft so wohnlich wie möglich gestaltet. „Ein abrupter Abtransport wäre ein menschliches Desaster gewesen“, sagt Bürgermeister Johannes Voigt (CDU).

      Erst im Februar war der Landkreis Mittelsachsen durch Fremdenhass aufgefallen, als in Clausnitz ein wütender Mob vor einem Bus mit Flüchtlingen tobte. In diesem Landkreis liegt auch die 2.500-Seelen-Gemeinde Königshain-Wiederau. Auch Wiederau macht Schlagzeilen – aber ganz anderer Art: Wiederau kämpft für Flüchtlinge.

      In nur zwei Monaten nach Ankunft der 60 jungen Männer war nicht nur die Zahl der Helfer ins Dreistellige gewachsen. Zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen hatte sich auch eine enge Bindung entwickelt. Alle Flüchtlinge hatten einen Paten aus der Gemeinde bekommen. Die Helfer reden die Schützlinge heute schon mit den Familiennamen ihrer jeweiligen Paten an, vom „Zeisler Achmed“ ist etwa die Rede. Mit öffentlichen Kochabenden oder Hilfe beim Aufbau einer Geflügelausstellung trugen die Flüchtlinge das Ihre zur Gemeinschaft bei.

      Deswegen beschlossen die Flüchtlingshelfer, sich gegen die Verlegungspläne zu wehren: Sie wollten ihre Flüchtlinge in Sicherheit bringen. Über die Zwischenstation eines Kirchenasyls verbrachten die Männer das kommende Wochenende bei ihren Paten. Zwei Flüchtlinge fanden spontan sogar Unterkunft in einer Hotelsuite im nahen Markersbach.

      Ein „Brandbrief“ der Helfergruppe stimmte auch Landrat und Innenministerium nachdenklich. Zur Zusammenkunft mit dem Landrat und seinem Asylbeauftragten am nächsten Tag kamen Flüchtlinge und Helfer gemeinsam und baten darum, nicht getrennt zu werden. Der in Windeseile organisierte Protest hatte Erfolg: Das Landratsamt gab schließlich nach.

      Das Engagement von so vielen Bewohnern für ihre neuen Mitbürger war im Oktober 2015 noch nicht absehbar: Als die Kommune laut Verteilungsschlüssel insgesamt 48 Flüchtlinge aufnehmen sollte, brach zunächst Panik aus: Alleinstehende junge Männer, nur hundert Meter neben der Grundschule einquartiert – schlimmer konnte es nicht kommen. Die Bürgerinitiative „Nein zum Flüchtlingslager“ sammelte 360 Unterschriften, die Turnhalle erlebte eine turbulente Bürgerversammlung, im Internet tauchten bis heute nicht verstummte Schmähungen und Anschlagsdrohungen auf.

      Doch Bürgermeister Voigt, ein aktiver evangelischer Christ, erließ einen anfangs kaum beachteten Aufruf zur Hilfe. Als zwei Tage vor Heiligabend die 60 Flüchtlinge tatsächlich eintrafen, fanden sie eine von zahlreichen Helfern halbwegs wohnlich hergerichtete Unterkunft mit Schlafkabinen und einem Aufenthaltszelt vor. Weil im Internet gedroht worden war, zehn Kanister Benzin würden zu Silvester Verwendung im Flüchtlingscamp finden, feierten Helfer und Neuankömmlinge gemeinsam den Jahreswechsel.

      Ganzer Text: taz.de/!5288374/
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      - Kurt Tucholsky -
      Ich kann wieder gucken.
      Am Montag haben sie mir in Lokalanästhesie, und das war Stressig, meinen linksseitigen Grauen Star operiert. Fühle mich noch etwas matschig, aber es geht. Und es kommt mir nicht mehr so vor,m als wär mein linkes Brillenglas nicht geputzt.
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Meine Augenärztin war am 19. sehr zufrieden, ich hab auch fleissig getropft bzw. tropfen lassen, das geht noch eine Weile weiter. Mittlerweile sehe ich zwar so etwas wie eine Fliege in meinem Auge, eher wie eine in einem Spinnennetz gefangene tote Wespe, die am Spinnwebfaden hin- und her schwingt, aber das juckt nicht, die Augenärztin (nach gründlicher Inspektion) auch nicht, dh da kann ich im Gegensatz zur fiktiven Wespe damit leben.

      Was mir im Magen liegt, ist die irgendwann nörige Op. des rechten Auges, aber da lass ich mir noch Zeit.
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -