Bergenhusen

      Bergenhusen

      In der Touristeninformation machten wir bereits einmal auf dieses Dorf aufmerksam.

      Original von Schnuppi
      Im Zentrum der Eide - Treene - Sorge Niederung liegt das Storchendorf Bergenhusen.
      Das Dorf besitzt eine hübsche Windmühle, eine auf den Grundmauern einer aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kapelle erbaute Kirche (jetzt ca. 300 Jahre alt) und viele Reetdgedeckte Häuser.
      Von April bis September bietet sich dort ein besonderer Anblick - bis zu 20 Storchenpaare ziehen dort ihre jungen groß.


      Als dieses Lamm :un:



      den ersten Storch sah, machte es wie man sieht gleich eine Kehrtwendung und ein anderes blöckte unterstützend.

      [youtube]yd5VITthv3w[/youtube]

      Doch macht Euch selbst ein Bild:



      Um nicht alle Tiere zu vergraulen ohne überhaupt einen Storch gesehen zu haben, schauten wir uns erst einmal im Dorf um.

      Von weitem sahen wir als erstes die Ansätze von den Flügeln einer Windmühle.
      Hier ist das Prachtstück:



      Grizzly hat sie aufnehmen können ohne sie zu zerlegen :grins:



      Die Windmühle scheint in diesem Dorf überhaupt eine große Rolle zu spielen, denn wir sahen einige Miniaturen in Gärten:





      [youtube]ktjVNskp8m0[/youtube]

      [BLINK]Mehr später, ich muss dringend eine Pause einlegen.[/BLINK]
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Schalte ich mich halt einmal dazwischen.

      In den Gärten steht z.T. so viel herum, das man meinen könnte in einem Gartencenter zu sein :grins:







      Beim genauen betrachten eigentlich recht nett gemacht:



      Nun zog aber etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich.
      Die Natur, die sich wieder ihren Weg durch ungeahnte Gefilde bahnt:



      Das wollte ich genauer betrachten. Der :baum: wuchs aus diesem Haus :un:





      Nun musste eine Entscheidung her oder?



      Doch eigentlich wollten wir ja Störche angucken und ich sah auch einen ganz in der Nähe von dieser exklusiven Villa:



      Sore wird das bestimmt bald kommentieren :herzlali:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Ein richtiges "Windmühlendorf" und ich glaube heut zu Tage hat jedes Dorf/Stadt eine Ruine. Und da sieht man das sich die Natur alles zurück holt...wenn der Mensch es nicht mehr will.

      Ein toller Storch und ganz schön groß...kann der auch "klappern" :lachen2:
      Liebe Grüße von :fuchsiezwinkertlila:

      Lebe den Tag, solange er dich noch hat.
      Original von Fuchsie
      Ein richtiges "Windmühlendorf" und ich glaube heut zu Tage hat jedes Dorf/Stadt eine Ruine. Und da sieht man das sich die Natur alles zurück holt...wenn der Mensch es nicht mehr will.

      Ein toller Storch und ganz schön groß...kann der auch "klappern" :lachen2:


      Und wie :biggrin:

      Hier grinst "er" doch schon wieder ganz verschmitzt ...



      Doch zurück zu den Ureinwohnern.

      Bergenhusen hat eine Storchenauffangstation.
      Das bedeutet das Störche die kein leeres Nest mehr fanden bzw. bauen konnten oder verletzt waren dort eine vorübergehende Heimat finden.
      Zugänglich für Besucher ist diese nicht, man kann es nur von weitem betrachten was tw. bei den Fotos durch den Maschenzaun schon durchkam.
      Hier nun weitere.

      Der Storch scheint gerade erst mit dem Nestbau zu beginnen, was für die Jahreszeit ungewöhnlich ist.




      Dieses Paar scheint mit dem erstellten Werk zufrieden zu sein ...



      Im Dorf selbst entdeckt man dann, im Gegensatz zu unserer vorherigen "Beobachtung" dann aber doch einige Storchennester - in erster Linie auf Häusern jedoch auch auf Masten (die zuwachsen):



      Dieser Storch scheint gerade seinen Nachwuchs zu füttern:



      Manch einer pausiert einfach einmal so:



      [BLINK]Fortsetzung folgt![/BLINK]
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Störche gibt es bei uns auch viel in der "Heide"...schon wegen den vielen Teichen haben sie dort ideale Bedingungen. Wenn man in der Heidelandschaft durch die Dörfer fährt sieht man auch viele Störchennester. Jetzt schrieben sie in der Zeitung das sich die Störche wieder zum Abflug vorbereiten.
      Liebe Grüße von :fuchsiezwinkertlila:

      Lebe den Tag, solange er dich noch hat.
      Das kommt hin, es ist der übliche Zeitrahmen der Abflüge.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      So, dann kommen wir mal ganz langsam dem Ende zu.
      Das mit der An- und Abflugtagen finde ich super. Eine sehr große habe ich mal auf Usedom gesehen.

      Zurück zu unserem pausierendem Storch (habe den Stoch mal rangezoomt):



      So



      konnte man ja kaum etwas erkennen.

      Beim Mast schaut es so aus:



      Und wenn man an einem Mast steht und nach oben schaut, so:



      Auf den Reetdächern schauts besonders schön aus (bei blauen Himmel sicher ein toller Anblick, aber das Glück hatten wir leider nicht):



      Da haben wir natürlich auch Zoomversuche unternommen (Grizzlys Aufnahmen sind da schöner als meine):





      Meine im Vergleich dazu:





      Noch einmal kurz zur Auffangstation.
      Bei folgendem Foto fragt man sich evtl. warum der Zaun drum herum ist.



      Zum einen soll es die Jungstörche die noch nicht richtig fliegen können vor anderen Tieren (und auch Menschen) schützen zum anderen erleichtert es die Fütterung der elternlosen Störche bzw. halt auch jene die aus dem Nest geworfen wurden und überlebt haben.

      Original von Grizzly
      Seit diesem Jahr haben sie eine Abflugtafel, der vom letzten Jahr steht nicht mehr drauf.



      Aus einer Mitteilung vom 16.8.09 geht hervor, dass sie sich da grad gesammelt haben, die jungen etwas vor den alten:
      proplanta.de/Agrar-Nachrichten…n-_article1250442357.html


      Hierzu ergänzend die durchschnittlichen An- und Abflugzeiten:

      • April: Ankunft, verbunden mit Belegung der Nester (auch durch Kämpfe), Paarung und viel geklapper
      • Mai: Brutzeit, tw. noch Ankunft der Spätheimkehrer
      • Juni: Die ersten Jungen schlüpfen Anfang des Monats. Ein Elternteil bewacht immer den Horst
      • Juli: Erste Flugübungen der Jungstörche. Die Eltern sind nun immer beide unterwegs und die Jungen betteln wie verrückt wenn einer von ihnen zurückkehrt.
      • August: Die Störche halten sich nur noch wenig im Nest auf. Sie suchen auf dem Boden nach Nahrung. Ab Mitte des Monats fliegen die Jungstörche u.a. in Richtung Afrika, Ende des Monats folgen die Eltern.


      Demnächst folgt dann unser Abschlussposting, da es über das Storchendorf natürlich auch noch andere Dinge zu sagen und zu zeigen gibt!
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Kommen wir zum Abschluss, denn unser Storch ist leider



      Nein, keine Sorge er ist nicht wirklich tot.
      Wächter Grizzly hat aufgepasst:



      Und hier der Kälteschutz:



      Aufgenommen sind die Fotos im Infocenter vom Naturschutzbund - na, erkennt Ihr Sore's Mütze wieder :zwinker:

      Schauen wir mal, was es im Dorf noch so gibt.





      Zu folgendem Foto gelangte ich durch einen "Einheimischen" der uns sehr liebenswürdig in seinen Garten einlud.



      Ach so und eine kleine, uralte Kirche gibts auch noch - die wir aus irgendeinem Grund nicht aufgenommen haben, vielleicht weil sie von außen recht unscheinbar wirkt.
      Zitieren kann ich folgendes:
      1304 wird Bergenhusen erstmals urkundlich erwähnt. Daraus schließen die Forscher, dass es bereits eine Felsenkapelle an diesem Ort gab, die allerdings erheblich kleiner gewesen sein muss als die jetzige Kirche. Nachdem diese im 18. Jahrhundert so baufällig geworden war, dass in ihr keine Gottesdienste mehr abgehalten werden konnten, befahl Herzog Christian August im Jahr 1711 die Reparatur von Kirche und Glockenturm.
      Die Gemeinde beschloss jedoch, auf den erweiterten Grundmauern der Kapelle eine neue Kirche zu bauen. Die anfänglichen Finanzierungsschwierigkeiten wurden aus dem Weg geräumt, indem die Stadt Hamburg eine Kirchbaulotterie gestattete. So konnte am 14. Dezember 1712 in Gegenwart des Herzogs und Bischofs Christian August die neue Kirche, wie sie heute zu sehen ist, eingeweiht werden.


      Quelle: kirche-in-bergenhusen.de/kirche/kirchenfuehrer/index.html
      Innen war es aber interessant.
      Ein Schiff im Schiff, also ein Schiff im Kirchenschiff:







      Und dann gibt es noch einen Altar (was ja nicht ungewöhnlich ist) zu dem es auch was zu vermelden gibt.
      Erst einmal die Aufnahme:



      Hochaltar mit Schnitzwerk aus Ranken. Die Figuren Glaube und Hoffnung flankieren die Kreuzigungsszene in der Mitte. Darunter auf der Pedrella die Darstellung des letzten Mahles Jesu. Auf dem Tisch erkennt man das Passahlamm.


      Quelle: kirche-in-bergenhusen.de/kirche/kirchenfuehrer/index.html
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)