Sticky Region Niedersachsen

      Region Niedersachsen

      Im maroden Atomlager Asse sind stark erhöhte Werte von Cäsium 137 gemessen worden. Strahlenschützer sind besorgt - sehen aber keine Gefahr für die Beschäftigten. Die Verseuchung geht offenbar auf eingelagerte Abfälle zurück.
      spiegel.de [URL=http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,757080,00.html]:hasenklick:[/URL]

      - Remlingen -
      Im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maß in einem Bohrloch vor der Kammer 12 eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter. Das sei der bislang höchste Wert von Cäsium 137 in einer Probe aus der Asse nach dem Ende der Einlagerung im Jahr 1978.

      In einer geringeren Konzentration sei in der Lösung auch das Radionuklid Kobalt 60 festgestellt worden. Die sogenannte Freigrenze für die Cäsium-137-Aktivitätskonzentrationen liegt bei 10.000 Becquerel pro Kilogramm.

      Das Bohrloch sei vom früheren Asse-Betreiber Helmholtz-Zentrum eingerichtet worden, sagte BfS-Sprecher Werner Nording. Das Zentrum habe 2008 in dem Bohrloch eine Aktivitätskonzentration von etwa 90.000 Becquerel pro Liter gemessen, erklärte Nording. Damit hätte sich die Aktivitätskonzentration an dieser Messstelle innerhalb von drei Jahren fast verdreifacht.

      Bei einem sachgerechtem Umgang bestehe jedoch keine Gefahr durch die jetzt festgestellte Cäsium-Aktivität, sagte Nording später - weder für die Beschäftigten und schon gar nicht für die Anwohner. Die Messstelle befinde sich in einem Überwachungsbereich, der nicht von jedermann betreten werden dürfe.
      Lefteri sein :©senf1:
      Nein, das Grundwasser darf da auch nicht hin, weder rein noch, nach erfolgter Verstrahlung, wieder raus - das hat der Umweltminister von Niedersachsen höchstpersönlich verboten, jawoll
      :hasendaumunten:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      Seiner Zeit voraus Fagus-Werk ist Weltkulturerbe

      Schon seit 100 Jahren werden im Fagus-Werk in Alfeld Schuhleisten produziert. Seit Samstag steht fest: Walter Gropius' Erstlingswerk wird von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Eine schönere Würdigung zum Jubiläum hätte es wohl kaum geben können.

      Mit seinen Flachdächern, den vorgehängten Glasfassaden und den „offenen“ Gebäudeecken kommt der 1911 errichteten Fabrik eine Vorreiterrolle der Moderne zu. Als Skelettbau entworfen sind die Ecken des Gebäudes durch eine Kreuzkonstruktion ausgesteift. Eine weitere Besonderheit ist außerdem die Gestaltung der Stahlträger, die nach oben hin schlanker werden. Diese Leichtigkeit und Transparenz stehen in bewusstem Kontrast zu dem geschlossenen Ziegelbau mit seinen gelben Klinkern.

      Seinen Namen verdankt der Industriebau den Rotbuchen, damals der wichtigste Werkstoff für Schuhleisten. Firmengründer Carl Benscheidt wählte für seine Schuhleistenfabrik „Fagus“ als lateinischen Namen für Buche. Er beauftragte den erst 27 Jahre alten Architekten Walter Gropius mit dem Bau seiner Fabrik, die anders werden sollte als die massiven, dunklen Bauten dieser Zeit. :hereklick:
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      Vater erschießt Tochter

      Nach dem Mord einer 13-Jährigen im niedersächsischen Stolzenau hat das Amtsgericht Verden Haftbefehl gegen den flüchtigen Vater des Mädchens erlassen. Die Fahndung nach dem unter Mordverdacht stehenden 35-Jährigen laufe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden. Hinweise auf seinen Aufenthaltsort gebe es nicht.

      Die Eltern der 13-Jährigen hatten am Montagnachmittag mit dem Mädchen in einer Jugendhilfeeinrichtung ein Gespräch geführt. Danach tötete der Mann die Tochter auf offener Straße mit mehreren Schüssen. Nach Angaben des Landkreises Nienburg fand das zur Versöhnung gedachte Gespräch zwischen Eltern und Tochter in einer privaten Jugendhilfeeinrichtung in Stolzenau statt. Das Mädchen sei nach Konflikten innerhalb der Familie seit einem halben Jahr auf eigenen Wunsch außerhalb des Landkreises Nienburg untergebracht gewesen, sagte Landkreissprecher Torsten Rötschke.

      ( ... )

      Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis sei die 13-Jährige von mehreren Schüssen in Kopf und Oberkörper getroffen worden.


      Quelle und Weiteres: welt.de/print/welt_kompakt/ver…r-erschiesst-Tochter.html

      Schon längst wollte ich diese Tat hier einstellen, aber ich konnte nicht...
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      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Als erstes Bundesland hat Niedersachsen die NS-Vergangenheit seiner Landtagsabgeordneten wissenschaftlich untersuchen lassen. Jeder dritte Nachkriegsparlamentarier war demnach NSDAP-, SA- oder SS-Mitglied.

      Fündig wurde die Historische Kommission Niedersachsen-Bremen, die im Auftrag des Landtags 755 Biographien überprüft hat, in allen Fraktionen. Zu Hochzeiten - zwischen 1955 und 59 - saßen insgesamt 61 Ex-NSDAP-, SS- oder SA-Mitglieder im Landtag in Hannover. Selbst 1994 waren es noch fünf. Die FDP-Fraktion bestand zwischen 1963 und 1967 zu 60 Prozent aus Ex-NSlern, die CDU zwischen 1959 und 1963 zu 45 Prozent, und auch in den Reihen der SPD waren es zwischenzeitlich 19 Prozent.

      taz.de, ganzer Text :hereklick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Statistiken vertraue ich nicht.
      Doch selbst wenn diese Zahlen stimmen, so finde ich es alleine schon lobenswert, dass Derartiges mal untersucht und bekannt gegeben wurde :daumenhalten:
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      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Wobei sich einige der Jüngeren, grad aus der derzeitigen schwarz-gelben Regierung (v.a. der Innenminister) so aufführen, als hätten sie gut in diese Naziblase reingepasst.
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      - Kurt Tucholsky -
      CDU-Spitze geht auch in Niedersachsen baden

      Ganzer Text: ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/mcallister727.html

      Das Wichtigste vorweg: Piraten können nicht verantwortlich gemacht werden für den Schiffbruch, den Teile der Landesregierung am Dienstag bei einer Drachenboottour auf dem Zwischenahner Meer erlitten haben. Dabei kühlte Ministerpräsident David McAllister (CDU) als Trommler und Taktgeber selbst die Regierungsmannschaft ordentlich ab: Unter anderem Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), Kultusminister Bernd Althusmann (CDU), aber auch Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und Umweltminister Stefan Birkner (FDP) waren an Bord.

      Wenn Ihr beim o.g. Link ein bissl runterscrollt, seht Ihr ein wunderschönes Bild des badengegangenen McAllister :grins:

      "Die Bugwelle eines Motorbootes hat das Drachenboot erwischt", sagte McAllister. Die Boote seien ja recht instabil und da sei es in Sekundenschnelle zur Seite gekippt. Der Untergang sei aber kein Symbol für die politische Zukunft von Schwarz-Gelb in Niedersachsen, betonte er. Glücklich waren die Politiker zunächst nicht über das Kentern. "Die haben erst mal ordentlich geschimpft", berichtet Klaus Klar, Wachleiter bei der DLRG-Ortsgruppe Bad Zwischenahn und Augenzeuge des unfreiwilligen Politiker-Bades im 12 Grad kalten Wasser. Ein anderes DLRG-Mitglied meinte: "Die werden wohl das Gleichgewicht verloren haben." Der Unfall habe sich etwa 500 Meter vor dem rettenden Ufer ereignet: "Die hatten schon eine Strecke von drei Kilometern hinter sich. Da lässt die Konzentration auch ein bisschen nach."
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      - Kurt Tucholsky -
      Jetzt geht er wohl tatsächlich baden, McAllister und sein schwarzgelber Chaoshaufen:

      Knappe Mehrheit für Rot-Grün in Niedersachsen

      Mit einem denkbar knappen Wahlergebnis könnte es zu einem Machtwechsel in Niedersachsen kommen. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis haben SPD und Grüne eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme vor Schwarz-Gelb. Auch bei nur einem Mandat Mehrheit will SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil eine rot-grüne Koalition in Niedersachsen bilden. Das machte er am späten Abend in der ARD klar.

      Nach Auszählung aller Wahlkreise kommt die CDU auf 36,0 Prozent und bleibt damit trotz Verlusten stärkste Kraft. Die SPD mit Spitzenkandidat Stephan Weil erreicht 32,6 Prozent und damit etwas mehr als 2008. Die Grünen sind erstmals bei einer Wahl in Niedersachsen zweistellig: Mit 13,7 Prozent holen sie ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl.

      Die große Überraschung des Wahltags gelingt aber der FDP: Mit 9,9 Prozent klettert sie nicht nur über die Fünf-Prozent-Hürde, sondern springt weit darüber hinaus. Anders Linkspartei und Piraten: Sie scheitern mit 3,1 beziehungsweise 2,1 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Marke.

      Aus diesen Zahlen ergibt sich folgende Sitzverteilung im niedersächsischen Landtag: Die CDU kommt auf 54 Sitze, die SPD auf 49. Die FDP wäre mit 14 Abgeordneten vertreten, die Grünen mit 20. Das heißt: Schwarz-Gelb käme auf 68, Rot-Grün auf 69 Sitze. Demnach hat Rot-Grün knapp die Nase vorn.

      tagesschau.de/inland/niedersachsenwahl122.html
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      - Kurt Tucholsky -
      „Raus aus dem Euro“ hieß das Wahlkampfmotto der NPD in Niedersachsen. Nach dem desaströsen Ergebnis gilt das nun ausgerechnet für die Neonazis selbst.

      Die NPD ist im Norden erneut gescheitert: In Niedersachsen bekam die Rechtsaußenpartei nach einem Wahlkampf unter dem Motto „Raus aus dem Euro!“ am Sonntag nur 0,8 Prozent der Stimmen.

      Für die NPD unter ihrem Bundesvorsitzenden Holger Apfel und den niedersächsischen Spitzenkandidaten Adolf Dammann und Patrick Kallweit ist dies nicht nur politisch, sondern auch finanziell ein herber Schlag. In der aktuellen Ausgabe der NPD-Monatszeitung hatte es noch geheißen, dass der „Niedersachsen-Wahl“ eine „besondere Bedeutung“ zukomme. ( ... )

      Die NPD blieb klar hinter dem Ergebnis von 2008 zurück, als sie noch 1,5 Prozent erhielt.
      Der Staat erstattet nach gesetzlichen Regelungen nur dann die Wahlkampfkosten, wenn eine Partei mindestens 1 Prozent der Stimmen erzielt. Das heißt also, dass die NPD nun kein Geld erhält – so hatte sie sich das „Raus aus dem Euro!“ nicht gedacht.

      Ganzer Text: taz.de/NPD-Desaster-in-Niedersachsen/!109509/

      Grizzly sein :senf2: frei nach Wilhelm Busch:
      Als man dies im Dorf erfuhr, war von Trauer keine Spur
      :tischhaun: :clap: :mir_gehts_gut:
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      - Kurt Tucholsky -
      Hannover: Der Keks ist wieder da

      Der am Dienstag in Hannover gefundene Keks ist offenbar echt. Das teilte die Polizei Hannover mit. "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist es der echte Keks", sagte ein Sprecher gegenüber NDR.de. Der Gold-Keks trage das geklaute Bahlsen-Emblem. Zudem stimmten Beschaffenheit und Gewicht überein. Damit hat das "Krümelmonster" sein Versprechen gehalten und das Firmenwahrzeichen zurückgegeben. Allerdings muss der Keks vom Unternehmen noch zweifelsfrei identifiziert werden. Firmenchef Werner M. Bahlsen reagierte erleichtert auf die Nachricht: "Ich freue mich sehr und hoffe, dass dies wirklich unser Keks ist und wir ihn bald wieder anbringen können", sagte er.

      Der Keks wird nun im Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminialamtes (LKA) untersucht. Als Erstes gehe es um die Aufklärung einer nicht unbedeutenden Straftat, so der Sprecher des LKA, Frank Federau, am Dienstag. Darüber hinaus versuchten die Experten auch eine mögliche Mittäterschaft des Krümelmonsters nachzuweisen. "Dieses ist allerdings äußerst schwierig, da ein bundesweiter Spurenabgleich von blauem Fell in einer Monster-Datenbank nicht möglich ist", sagte Federau.

      Am Dienstagmorgen war der Keks am Sachsenross-Denkmal vor dem Welfenschloss der Universität Hannover gefunden worden. Ausgerechnet an der Leibniz-Uni war das Fundstück aufgetaucht - immerhin heißt eines der bekanntesten Produkte von Bahlsen, der Butterkeks, auch Leibniz-Keks. Die Feuerwehr holte das goldene Objekt mithilfe einer Drehleiter vom Denkmal. Nach Auskunft der Einsatzkräfte war der gefundene Keks "sehr schwer". Der Original-Keks wiegt etwa 20 Kilogramm.

      Bei der Polizei war gegen acht Uhr am Dienstagmorgen ein Anruf zum "Fall Keks" eingegangen. "Wir haben einen Hinweis bekommen, dass vor der Leibniz-Universität ein Keks hängt mit einer roten Schleife darum", sagte eine Polizeisprecherin NDR.de. Ob der Anrufer anonym geblieben ist oder ob gar das Krümelmonster selbst am Telefon war, hat die Polizei noch nicht mitgeteilt. Nach dem Diebstahl waren zwei mit "Krümelmonster" unterzeichnete Erpresserbriefe aufgetaucht.

      Ganzer Text und Bilder: ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/keks111.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Millionen für Bahlsen statt Krümel

      14.02.2013 · Bahlsen hat von seinem geklauten Keks profitiert. Ein Magazin errechnete, dass die so erhaltene Aufmerksamkeit der Medien mehr wert war als die Kekspende, die das Unternehmen leistete, um den Keks zurückzubekommen.
      Von Thiemo Heeg


      Es war ein Diebstahl der medialen Superlative. An nur wenigen Deutschen dürfte die Nachricht vorbeigegangen sein, dass der Kekshersteller Bahlsen seinen sogenannten „Goldenen Keks“ vermisst. Den erhielt das Unternehmen nach einer Keksspende wieder zurück - und immer wieder fragen sich Beobachter, ob es sich bei der Geschichte nicht um einen genialen PR-Coup handelt. Das Unternehmen dementiert, hat aber von der ganzen Angelegenheit erheblich profitiert, wie nun das Unternehmermagazin „Markt und Mittelstand“ ausgerechnet hat.

      Demnach hat die Berichterstattung über Bahlsen und den Keksklau einen medialen Gegenwert im Millionenhöhe. Schließlich sei der Kekshersteller „im Rahmen des Krümelmonster-Krimis“ vom 24. Januar bis zum 11. Februar 595-mal in deutschen Zeitungen in Form von Berichterstattungen und Artikeln vertreten gewesen. Dies entspreche nach einer Anzeigen-Gegenwert-Analyse einem Betrag von rund 1,7 Millionen Euro.

      faz.net/aktuell/wirtschaft/unt…att-kruemel-12074205.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Assistenzärzte der Göttinger Asklepios Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie bemängeln in einem offenen Brief die dortige Patientenbetreuung.

      Im Göttinger Asklepios Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie werden laut den dortigen Assistenzärzten Patienten unzureichend betreut. Das geht aus einem offenen Brief hervor, den Assistenzärzte der Klinik geschrieben haben. Die Klinik gehört seit 2007 zu dem Klinikunternehmen Asklepios und ist von der Gewerkschaft Ver.di und verschiedenen Lokalpolitikern in den letzten Wochen bereits mehrfach wegen angeblicher Kürzungen bei Personal und Therapien kritisiert worden.

      Die Assistenzärzte schreiben, dass vor allem Kürzungen beim pflegerischen und ärztlichen Personal die Gesundheit der Patienten bedrohten. So würden selbstmordgefährdete Patienten teilweise unzureichend beaufsichtigt, obwohl sie nach Einschätzung des Personals einzeln betreut werden müssten. Das sei „aber aufgrund von Personalmangel nicht realisierbar“, heißt es in dem Schreiben. Daneben gebe es auch weniger drastische Auswirkungen, sagt ein Arzt, der anonym bleiben will: „Ich mache unglaublich viele Überstunden. Unter solchen Arbeitsbedingungen ist eine vernünftige therapeutische Beziehung zum Patienten nicht möglich.“

      taz.de/Sparen-an-der-Gesundheit/!117862/


      Grizzly sein :senf2:
      Ähnliche Klagen gibt es auch aus Hamburger Kliniken, die dem Asklepios-Konzern angehören. Alle diese Kliniken waren früher staatlich und wurden unter maßgeblicher schwarz-gelber Mitwirkung privatisiert. Es wird Zeit, dass das rückgängig gemacht wird, und zwar entschädigungslos - Asklepios muss enteignet werden.
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      - Kurt Tucholsky -
      Ich kann nur bestätigen das etliche Krankenhäuser - die vorher Allgemeines Krankenhaus XY hießen - unter Asklepios untragbar schlechter geworden sind.
      Und zwar für Patienten UND Personal!
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Flüchtlingsfamilien feiern ihren Neuanfang

      Ihre Geschichten haben Menschen in ganz Deutschland bewegt: die Flüchtlingsschicksale der Familien Önder - früher Salame - und Naso. Vor allem der Name Gazale Salame ist in den vergangenen Jahren fast schon zu einem Synonym geworden für eine besonders harte Flüchtlingspolitik. Für eine Politik, für die der Schutz der Familie und vor allem die Rechte der Kinder offenbar nicht zählen. 2005 wurde die Familie auseinandergerissen, die schwangere Mutter mit dem jüngsten Kind in die Türkei abgeschoben. Der Vater blieb mit den beiden Töchtern Amina und Nura zurück. Zwei kleine Mädchen, traumatisiert, ohne Mutter.

      Die Familie wurde dafür bestraft, dass die Eltern - Aminas und Nuras Großeltern - bei der Einreise nach Deutschland einst falsche Angaben gemacht hatten. Eine Art Sippenhaft. Es mussten acht Jahre vergehen, um dieses Unrecht aus der Welt zu schaffen. Erst im März 2013, Niedersachsen hatte inzwischen einen neuen Innenminister, durfte Gazale Salame wieder mit ihren beiden kleinen Kindern nach Deutschland zurückkommen. Sie und ihre vier Kinder tragen nun den Namen Önder. Es ist der türkische Name ihrer Familie. Die beiden ältesten Töchter sprechen allerdings gar kein Türkisch, dafür aber fließend Deutsch. Ihre Mutter müssen sie jetzt erst einmal wieder neu kennenlernen. ( ... )

      Auch Familie Naso wurde auseinandergerissen. Kurz vor Ausbruch des Krieges schoben die Behörden Vater Bedir und Sohn Anuar nach Syrien ab. Es folgten Haft, Flucht nach Bulgarien, Fluchtversuch, wieder Haft. Im Juni können Bedir und Anuar Naso endlich wieder zur Familie nach Deutschland zurückkehren. Zwei Jahre sind mittlerweile vergangen.

      Wenn man die Familie jetzt in ihrer Wohnung in Giesen im Landkreis Hildesheim trifft, merkt man schnell: Die Wunden, die die Abschiebung geschlagen hat, sind verheilt. Vater Bedir und Sohn Anuar, das jüngste von zehn Kindern, haben ihre Plätze wieder eingenommen. Die Familie macht da weiter, wo sie aufgehört hat - fast.

      Ganzer Text: ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/salame175.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Original von Grizzly
      Wenn man die Familie jetzt in ihrer Wohnung in Giesen im Landkreis Hildesheim trifft, merkt man schnell: Die Wunden, die die Abschiebung geschlagen hat, sind verheilt.


      Wenn es so ist, wäre es wirklich schön, doch ich hege Zweifel.
      Manche Narben sieht man nicht auf Anhieb, vielleicht auch nur Eingeweihte...
      Und sie mussten lernen zu schauspielern.
      Man ging mit ihnen um wie mit Ware, das kann nicht einfach so weggesteckt werden.
      Aber ich glaube zumindest das sie wieder Glücklich sind über das Beisammen sein können.
      Möge ihnen noch viel Gutes wiederfahren, damit das angetane Unrecht etwas an Kraft verliert.
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      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Vor allem der Name Gazale Salame ist in den vergangenen Jahren fast schon zu einem Synonym geworden für eine besonders harte Flüchtlingspolitik. Für eine Politik, für die der Schutz der Familie und vor allem die Rechte der Kinder offenbar nicht zählen. 2005 wurde die Familie auseinandergerissen, die schwangere Mutter mit dem jüngsten Kind in die Türkei abgeschoben.

      (Siehe oben)

      Der Hauptverantwortliche für diese Verbrechen, Ex-Innenminister Schünemann (CDU), hat am vergangenen Sonntag noch einmal eine Klatsche eingefangen, sicher auch mit für seine unmenschliche Flüchtlingspolitik. Bei den nach den Todeschüssen auf den bisherigen Landrat von Hameln-Pyrmont erforderlichen Neuwahlen hatte er sich als Kandidat aufstellen lassen, verlor aber die Stichwahl krachend (40,2 %) - sein SPD-Konkurren Tjark Bartels zeigte ihm mit 59,8 Prozent die Nase.
      ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/wahl1293.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Minister verordnet sofortigen Abschiebestopp

      Für Zuwanderer, die sich in Niedersachsen gut integriert haben, hat Innenminister Boris Pistorius (SPD) einen Abschiebestopp angeordnet. Dieser gelte ab sofort. Das sei ein Signal, "dass die Menschen, die sich mit ihren Familien seit Jahren trotz bestehender Ausreiseverpflichtung vorbildlich integriert haben, nun berechtigte Aussicht auf ein Aufenthaltsrecht und damit eine Langzeitperspektive für ein Bleiberecht in Deutschland haben", sagte Pistorius.

      Als "gut integriert" gelte zum Beispiel, wer "mehrere Jahre hier lebt, hinreichende deutsche Sprachkenntnisse erworben hat", straffrei geblieben sei oder seine Kinder regelmäßig in die Schule schicke, sagte der Minister im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Das Innenministerium gebe den Rahmen vor, im Einzelfall entschieden dann die Ausländerbehörden. Sicherlich werde es weiterhin zu Streitfällen kommen, doch er gehe davon aus, dass es "in den wenigsten Fällen zu ernsthaften Schwierigkeiten kommen dürfte".

      Bisher bekommen Ausländer nur dann ein Bleiberecht, wenn sie als Familie spätestens am 1. Juli 2001 in Deutschland eingereist sind. Für Alleinstehende gilt der Stichtag 1. Juli 1999. In Zukunft solle ein dauerhaftes Bleiberecht davon abhängen, wie gut sich die Zuwanderer in einem bestimmten Zeitraum integrierten, erklärte Pistorius. Für Familien mit minderjährigen Kindern soll der Integrationszeitraum mindestens sechs Jahre betragen, für andere acht Jahre. Den Stichtag soll es dann nicht mehr geben.

      Ganzer Text: ndr.de/regional/niedersachsen/abschiebung301.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Am Dienstag geht nichts mehr im Nahverkehr

      Dienstag und Mittwoch ist es wieder so weit: Streiks im öffentlichen Dienst. Besonders hart trifft es Niedersachsen. Das heißt: geschlossene Kitas, Berge von Müllsäcken, kein Bus und keine Straßenbahn. Nach den Warnstreiks der vergangenen Woche wollen die Gewerkschaften ab Dienstag erneut ihre Stärke unter Beweis stellen - obwohl sich die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite in der zweiten Tarifrunde angenähert haben. ( ... )

      Ver.di fordert für den öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen insgesamt 6,7 Prozent mehr Gehalt. Zum Forderungspaket gehören eine Lohnanhebung um 3,5 Prozent, für Geringverdienende mindestens jedoch 100 Euro mehr, sowie ein Mindesturlaubsanspruch von 30 Tagen. Die Arbeitgeber haben bislang noch kein Angebot gemacht. Die dritte Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst ist für den 31. März geplant.

      Für Dienstag hat die Gewerkschaft ver.di darüber hinaus zu einer zentralen Demonstration in Hannover aufgerufen. Vorsitzender Bsirske und der zweite Vorsitzende des dbb-Beamtenbundes, Willi Russ, wollen bei der anschließenden Kundgebung sprechen. Rund 10.000 Teilnehmer werden erwartet.

      ndr.de/regional/warnstreiks255.html

      Grizzly sein :senf2:

      Da hab ich ja Glück gehabt - morgen will ich zwar :zug1: fahren, aber woandershin.
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      - Kurt Tucholsky -
      Heute vor 60 Jahren:

      Schulenberg - ein Ort versinkt im See

      Schulenberg 1954: In dem Oberharzer Dorf leben fast 300 Menschen, die meisten in kleinen Holzhäusern. Aber das ist bald Vergangenheit, die Abrissbagger rücken an. Das sogenannte Weißwassertal soll einem Stausee weichen. Eine dringend erforderliche Maßnahme, sagen Politiker, Ingenieure und Wasserbauexperten.

      Die Schneeschmelze der vergangenen Winter hat erhebliche Wassermassen aus dem Mittelgebirge in die umliegenden Orte gespült und verheerende Überschwemmungen verursacht, unter anderem in Wolfenbüttel und Braunschweig. Deshalb soll die Oker mit einer 75 Meter hohen Betonmauer kurz hinter Schulenberg gestaut werden. Im Sommer ist die Oker ein plätscherndes Flüsschen, aber im Winter und Frühjahr kann sie sich in einen reißenden Strom verwandeln.

      Am Sonntag, den 29. August, verlassen die Umsiedler das Waldarbeiterdorf im Kreis Goslar. Der Umzug ist von großem Medien-Interesse. Rund 10.000 Gäste begleiteten ihn - an der Spitze marschiert der Bürgermeister. Reporter und Kamerateams aus ganz Europa sind dabei. Ihr neues Zuhause beziehen die Schulenberger westlich ihrer alten Wohnstätte auf dem "Kleinen Wiesenberg". Das neue Schulenberg liegt rund 60 Meter über dem Stausee auf 490 Metern Höhe und mit schönem Blick über den See sowie auf den Brocken.

      Weiter: ndr.de/kultur/geschichte/schau…chulenberg113_page-2.html

      Das alte Schulenberg vor und (Ton einschalten) nach der Überflutung
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      - Kurt Tucholsky -