Sticky Region Mecklenburg-Vorpommern

      Region Mecklenburg-Vorpommern

      Nach der Wende wurde alle Atomkraftwerke auf dem Boden der ehemaligen DDR stillgelegt, auch das von Lubmin bei Greifswald - so weit, so gut. Während sich aber das Atomkraftwerk im "Rückbau" befindet, gibt's daneben ein immer größer werdendes Atomklo in Form eines Zwischenlagers für abgebrannte, aber trotzdem noch strahlende Brennelemente - bekanntermaßen haben wir immer noch kein Endlager und werden womöglich auch nie eines bekommen, d.h. das Atommüllager Lubmin wird ein Dauerzustand.

      Doch nun könnte der Protest auch in Lubmin wachsen: Erstmals wird dort auch Strahlenschrott gelagert, der nicht aus der DDR stammt. Ende dieser Woche soll aus dem verschlafenen Rentnerdomizil in Mecklenburg-Vorpommern ein Ziel für politische Aktionsreisen im großen Stil werden. Atomkraftgegner wie Felix Leipold erwarten am Samstag um 13 Uhr mehrere tausend Menschen zu einer Demonstration in Greifswald - und in den folgenden Tagen Sitzblockaden und kreative Aktionen gegen den für den 15. und 16. Dezember avisierten Castor-Transport ins oberirdische Zwischenlager Lubmin. Nach dem Großereignis im Wendland, wo vor einem Monat bis zu 50.000 Menschen gegen den Castor-Transport demonstriert haben, will die Protestgemeinde das Brachland entdecken. Denn ganz in der Nähe des Ostseebades schlummert eines der größten Atommülllager Deutschlands.

      65 gefüllte Castor-Behälter sind dort derzeit geparkt, bis ein Endlager für sie gefunden ist. Und das kann dauern. Mit der Dezember-Lieferung aus dem französischen Cadarache werden vier weitere Castoren mit Kernbrennstäben aus bundesdeutschen Einrichtungen erwartet. Anfang nächsten Jahres werden in Lubmin fünf weitere Castoren aus dem Forschungszentrum Karlsruhe eintreffen. Darin befindet sich sogenannte Atomsuppe. Das ist eine radioaktive Lösung, die für Transport und Lagerung in Glaskügelchen umgewandelt wurde. ( ... )

      So ergibt sich in Lubmin - beflügelt von einer beispiellose Anti-Atom-Welle - nun erstmals die Möglichkeit, mit den Protesten gegen das dortige Zwischenlager auch bundesweit wahrgenommen zu werden. Felix Leipold, Pressesprecher der Initiative "Lubmin nix da", geht davon aus, dass in der kommenden Woche hunderte Atomkraftgegner bleiben, um die Gegend rund um Lubmin beim Castor-Transport mit Protest zu bevölkern.

      Axel Vogt findet das nicht witzig. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Lubmin hat harte Geschütze aufgefahren und will in Zukunft gegen jene vorgehen, die weiter behaupten, das Zwischenlager bei Lubmin gehöre zu Lubmin.

      Erst im November beschloss seine Gemeindevertretung, "rechtliche Schritte gegen Medien und Personen des öffentlichen Interesses zu unternehmen, sofern nicht korrekt vom Zwischenlager Nord berichtet wird und auf die namentliche Verknüpfung mit dem Seebad Lubmin verzichtet wird".
      taz.de - ganzer Text hier :link:

      Lefteri sein :©senf1:
      Formal hat Herr Vogt Recht: Das Zwischenlager Nord befindet sich nicht in 17509 Lubmin, sondern in 17509 Rubenow. Herrn Vogt's Amtssitz und das Atomklo trennen laut Google-Maps stolze 5,3 Kilometerchen.
      Kurverwaltung und Gemeinde
      Freester Straße 8
      17509 Lubmin
      038354 22011

      - Auf Wusterhusener Str. nach Süden starten 46 m
      - 2. links nehmen, um auf Wusterhusener Str. zu bleiben 600 m
      - Bei L262 links abbiegen 4,3 km
      - Links abbiegen 300 m
      ZLN Zwischenlager Nord GmbH
      Latzower Str. 1
      17509 Rubenow

      :infos: lubmin-nixda.de/
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      P.S.
      Auch um sinkende Übernachtungszahlen in seinem schönen Seebad muss sich Herr Vogt derzeit keine Sorgen machen:
      Noch vor Weihnachten steht die Zwischenlagerung von Atommüll aus West- und Süddeutschland in Lubmin an der Ostsee an. In Häusern wie dem "Hotel Seebrücke", Hotel am Park" oder dem "Schawi Sport- und Jugendhotel" klingelt dann noch mal die vorweihnachtliche Kasse: Vor allem in der unmittelbaren Region um Lubmin seien für den Zeitraum des Castortransports nämlich schon viele Hotels und Pensionen nahezu komplett belegt, teilte die Kurverwaltung Lubmin mit. Zimmer würden vor allem von Atomkraftgegnern, Polizeibeamten und Journalisten gebucht. Allerdings gebe es im Ort auch noch verfügbare Unterkünfte.
      welt.de, ganzer Text hier :link:

      :infos: lubmin-nixda.de/
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      - Kurt Tucholsky -
      Mit Verspätung aufgrund diverser Blockaden trotz eisiger Kälte hat der Castor-Transport inzwischen das Zwischenlager in Lubmin erreicht (OK, damit der ehrenamtliche Bürgermeister nicht meckert: bei Lubmin, siehe Eingangsposting).
      Mehr dazu :klick:

      Am Wochenende hatte sogar Ministerpräsident Sellering :mecklenburg: mitdemonstriert :wmannclap1:
      Unterstützung haben die Demonstranten erneut aus der Landespolitik Mecklenburg-Vorpommerns erfahren. Alle Parteien im Land sind gegen eine Einlagerung von Atommüll aus westdeutschen Forschungsreaktoren bei Lubmin, Erwin Sellering (SPD). Der Ministerpräsident wehrt sich gegen Castor-Transporte, die Atommüll aus ganz Deutschland nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bringen. "Wir sind bereit, Atommüll aus Lubmin und Rheinsberg aufzunehmen, aber bitte nicht aus ganz Deutschland", sagte Sellering in der Sendung NDR aktuell im NDR Fernsehen. Er habe dies der Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben, die Antwort sei aber negativ. "Ich finde das nicht richtig, es ärgert mich", so der Landeschef im NDR Fernsehen. Es sei schade, dass einem Ministerpräsidenten keine andere Möglichkeit bleibe als zu demonstrieren, und fügte hinzu: "Wir wollen das hier nicht haben." Am vergangenen Wochenende hatte Erwin Sellering an Demonstrationen gegen den aktuellen Castor-Transport teilgenommen.
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      - Kurt Tucholsky -
      Bei einer Massenkarambolage sind am Freitagmittag auf der Autobahn 19 bei Kavelstorf nahe Rostock bis zu 80 Fahrzeuge ineinandergerast. Laut Polizei sind dabei acht Menschen ums Leben gekommen. Zunächst war von zehn Toten und 97 Verletzten die Rede. Notärtze und Feuerwehrleute konnten zum Teil erst Stunden nach dem Massen-Crash Tote und Verletzte aus den Fahrzeugwracks bergen. Die Bergung soll noch bis in die Nacht andauern. Am Abend wurden Lastwagen mit riesigen Leuchtern herangefahren, damit die Bergung der Wracks fortgesetzt werden kann. Die Autobahn sei taghell beleuchtet, hieß es.

      Insgesamt sollen von dem Unfall etwa 110 Menschen betroffen gewesen sein, wie viele verletzt sind und wie schwer ihre Verletzungen sind, war am Abend noch nicht zu überschauen. Weitere Todesopfer seien möglich, hieß es. Unter einem ausgebrannten Lastwagen ist noch ein Auto eingeklemmt, möglicherweise liegen noch ein oder mehrere Fahrgäste darin.
      ( ... )

      Die Massenkarambolage ereignete sich gegen 12.50 Uhr nahe der Anschlussstelle Rostock-Laage. Laut Polizei stießen in beiden Fahrtrichtungen Fahrzeuge zusammen. In Richtung Rostock gerieten 17 Autos und drei Lkw in Brand, darunter ein Gefahrguttransporter, wie ein Polizeisprecher sagte. Einer der Laster war offenbar mit einem Gefahrgut - Wasserstoffperoxid - beladen. Das Feuer griff auf einen Lkw über, der Holzwolle transportierte. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt. Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr waren mit mehreren Hundert Einsatzkräften und sechs Rettungshubschraubern vor Ort. Die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, um die Flammen zu löschen. ( ... )

      Ursache war nach Angaben der Polizei in Rostock Sand und Erde, die ein Sturm von den Feldern links und rechts der Autobahn auf die vierspurige Fahrbahn wehte. Den Autofahrern in beiden Fahrtrichtungen wurde so schlagartig die Sicht genommen. Augenzeugen berichteten von einer regelrechten Wand, als sie in eine leichte Senke hinter einem Waldstück hineinfuhren. Auf der Fahrbahn lagen Sandverwehungen. Die Sichtweite soll unter zehn Metern betragen haben. ( ... )
      ndr.de :hereklick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Original von Fuchsie
      Und alles wegen der Monokultur...riesige Flächen ohne Zwischenbepflanzung... :hasendaumunten: die haben sich früher schon was dabei gedacht als sie Hecken dazwischen pflanzten...aber vielleicht erfinden sie es wieder "Neu".

      Sie sind wohl schon dabei :kratz:
      Der Massenunfall hat die Diskussion auch über Windschutzstreifen auf Feldern neu entfacht. "Da liegt einiges im Argen", sagte der Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule Neubrandenburg, Mathias Grünwald. Gebraucht würden Feldhecken, nicht nur entlang der Straßen. Die Landwirtschaft aber sei nur an Großflächen interessiert, die sich gut bearbeiten ließen. "Jetzt haben wir die Kehrseite davon gesehen", sagte Grünwald. "Jedem Landwirt muss das Herz bluten, wenn er sieht, wie die Ackerkrume davonweht", meinte Grünwald.

      Dass unbedeckter Boden bei Trockenheit weggetragen wird, "gehört zum Erfahrungsschatz seit der Jungsteinzeit", kommentierte der Professor. Heute seien im Frühjahr hauptsächlich die Felder kahl, auf denen Mais gelegt werden soll. Der Anbau einer Zwischenfrucht, die als Gründünger untergepflügt werden könne, sei sinnvoll. Wo jetzt Winterweizen oder -raps wachse, gebe es das Erosionsproblem nicht.
      Aus stern.de :hasenweisklick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Original von Fuchsie
      Und alles wegen der Monokultur...riesige Flächen ohne Zwischenbepflanzung... :hasendaumunten: die haben sich früher schon was dabei gedacht als sie Hecken dazwischen pflanzten...aber vielleicht erfinden sie es wieder "Neu".



      das sollten sie mal, das währe nicht nur gut für die verkastung sondern auch für vögel und kleintier wie hasen und sowas, auch würde der boden dann nicht weiter so austrocknen.

      Aber wer macht sich da schon von den landwirten gedanken darüber?.

      grüsse

      Günter


      Zum Schwedenfest in der Hansestadt Wismar gehört traditionell die Sommertour von NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin. Stars wie Kim Wilde, 2raumwohnung oder Marquess waren bereits bei den NDR-Sommertour-Abenden auf dem Marktplatz zu Gast. 18 000 Menschen feierten vor einem Jahr bei der größten Open-Air-Party Mecklenburg-Vorpommerns mit.

      Am kommenden Sonnabend ist es wieder so weit: Die NDR-Sommertour macht während des Schwedenfestes in Wismar Station und hat dieses Mal als Stargast The BossHoss mit dabei. Die Moderatoren Ralf Markert und Frank Breuner präsentieren ab 19 Uhr Stimmung pur.

      Aber bevor die Musiker von The BossHoss, der Dire Straits Coverband „dIRE sTRATS“ und der Sommertour-Band T.G. die Bühne betreten, muss die Hansestadt erst einmal ihre Stadtwette einlösen. In diesem Jahr wetten die Wismarer, dass sie es schaffen, auf einem Trabi eine Pyramide aus Knäckebrot zu stapeln, um dann mit dem Auto einmal quer über den Marktplatz bis vor die Sommertour-Bühne zu fahren.
      ostsee-zeitung.de :klick:


      Das Schwedenfest geht noch bis heute. Gestern Abend war auf dem Marktplatz kein Durchkommen mehr, und wie die Ostseezeitung ihren Abonnnenten, aber leider nur diesen, berichtet, hat die Trabbifahrerin trotz des holperigen Kopfsteinpflasters den Balanceakt gemeistert - Nichtabonnenten wie Lefteri bleibt nur die Googlenachricht "Wismar gewinnt die Stadtwette".

      P.S.
      Mehr dazu hier :klick: bei Schnuppis Beitrag
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      - Kurt Tucholsky -
      In Mecklenburg-Vorpommern kann Ministerpräsident Erwin Sellering weiter regieren. Die SPD gewann bei der Landtagswahl deutlich an Stimmen hinzu. Sie kommt laut ARD-Hochrechnung von 19.17 Uhr auf 36,6 Prozent der Stimmen. Das sind knapp sieben Prozent mehr als bei der Wahl 2006. Die CDU landet bei nur noch 23,3 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis für die Christdemokraten in dem Land.

      Die FDP kommt auf 2,8 Prozent und verpasst somit deutlich den Einzug in den Landtag. Die Grünen hingegen schaffen mit 8,0 Prozent erstmals den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde in Mecklenburg-Vorpommern. Die rechtsextreme NPD liegt in der jüngsten Hochrechnung bei 5,9 Prozent, ihr Wiedereinzug in das Parlament ist folglich sehr wahrscheinlich. Für die Linken stimmten 18,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 53,5 Prozent und somit so niedrig wie nie seit 1990.
      ndr.de :klick:


      Geringfügige Veränderungen könne sich sowohl im Lauf des Wahlabends noch ergeben, als auch bei den Nachwahlen im Wahlkreis Rügen 1 in zwei Wochen, wo am 20. August der CDU-Kandidat Udo Timm überraschend gestorben ist. Konflikte sind vorprogrammiert, da sowohl der CDU-Nachfolgekandidat einst bei der rechtsradikalen DVU mitgemischt hat,
      als auch der NPDler mittlerweile zu einer 14monatigen Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden ist :link:
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      - Kurt Tucholsky -
      Am Wahlergebnis hat sich nicht mehr viel geändert, ausser dass die NPD-Faschisten sich bei 6,0 % festgesetzt haben und so wahrscheinlich auch bei einem schwachen Rügen-Nachwahl-Ergebnis nicht mehr aus dem Landtag gekickt werden können. Es sei denn, die Innenminister haben endlich mal einen Lichtblick und verbieten diese Verbrecherorganisation.
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      - Kurt Tucholsky -
      Nur wenige Stunden nach dem für die CDU enttäuschenden Ausgang des Wahlabends bereits die nächste Hiobsbotschaft: Der Kreisvorstand hat am Montag einstimmig die CDU-Mitgliedschaft des Landtagskandidaten Thomas Gens aufgehoben. „Wir distanzieren uns von ihm und fühlen uns hintergangen“, erklärt Rügens Kreisvorsitzender Burkhard Lenz.

      Gens, der seit einem Jahr Bürgermeister von Hiddensee ist, war für den verstorbenen Landtagskandidaten Udo Timm nachnominiert worden. Im Wahlkreis 33 findet deshalb die Nachwahl am 18. September statt.

      In der vergangenen Woche hatte der NDR jedoch aufgedeckt, dass Gens von 1998 bis 2002 Mitglied der rechtsextremen DVU gewesen sein soll. In dem Zeitraum soll der umstrittene Kandidat Vorsitzender des DVU-Kreisverbandes Nordvorpommern gewesen sein und 2001 zudem für drei Monate geschäftsführender Landesvorsitzender.
      endstation-rechts.de, ganzer Text hier :klick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Original von Lefteri
      Die Grünen sehen Chancen, der rechtsextremen NPD im Schweriner Landtag einen Sitz abzuknöpfen.

      Das hat leider nicht geklappt.
      Zwar haben die Grünen bei den gestrigen Nachwahlen auf Rügen dank jeder Menge Leihstimmen von Links und Freien Wählern einen zusätzlichen Sitz im Landtag bekommen, der ging allerdings auf Kosten der SPD und nicht, wie vorausberechnet, der NPD.
      Mehr dazu hier :klick:
      Lefteri sein :©senf1: Da hilft jetzt nur noch ein Verbot dieses Verbrechervereins :daumenrunterklein:
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      - Kurt Tucholsky -

      Erdrutsch auf Rügen: Mädchen vermisst

      Im Norden der Ostseeinsel Rügen ist es am zweiten Weihnachtstag zu einem größeren Küstenabbruch mit dramatischen Folgen gekommen: Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises wurden dabei mehrere Menschen verletzt. Ein zehnjähriges Mädchen konnte bis zum Morgen von den Einsatzkräften nicht gefunden werden. Mehr als 100 Retter suchten die ganze Nacht über nach der Vermissten, die wohl unter einer riesigen Menge Kalkschlamm begraben wurde. Suchhunde hätten dort angeschlagen, sagte der Einsatzleiter in der Nacht. Die Chancen, das Kind lebend zu finden, dürften bei den Temperaturen aber gering sein.

      Die Mutter und eine Schwester der Vermissten wurden bei dem Küstenabbruch verletzt. Eine vierköpfige Familie, die sich in der Nähe aufhielt, blieb unverletzt.

      ndr.de, ganzer Text :klick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Inzwischen wurde die Suchaktion vorerst komplett eingestellt, da die Wetterverhältnisse eine weitere Suche nicht zulassen (es herrscht (es herrscht stürmischer Westwind und die Geröllmassen sind bis zu 5 Metern hoch).

      Hoffnung gibt es kaum noch, denn viel von dem wurde bis zu 30 Metern ins Meer geschoben.
      An der fraglichen Stelle wurde das Mädchen jedenfalls nicht gefunden, sie kann inzwischen überall sein, d.h. auch im Wasser.

      ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/kreideabbruch119.html
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Rügen: Suche nach Katharina eingestellt

      Am Kap Arkona auf Rügen mischen sich Trauer und Hilflosigkeit - Jetzt wurde die Suche nach Katharina endgültig eingestellt. Am Ende mussten die Helfer kapitulieren: "Wir sehen keine Chance, Katharina zu finden. Das ist der Punkt, an dem wir aufhören müssen", sagte Markus Zimmermann, Leiter Katastrophenschutz im Kreis Vorpommern-Rügen am Sonntagnachmnittag. Rettungskräfte hatten auf der Insel Rügen zuvor zwei Wochen lang nach der zehnjährigen Katharina gesucht. Sie war bei einem Abbruch der Steilküste am Kap Arkona verschüttet worden.

      "Niemand kann sagen, wo sie sich befindet." Dies, so fügte Zimmermann mit brüchiger Stimme an, sei eine besonders schwere Nachricht für die Angehörigen. Polizeiseelsorger Andreas Schorlemmer ergänzte: "Wir sind alle erschöpft und unendlich traurig". Schorlemmer war den 15 Einsatzkräften den ganzen Tag über nicht von der Seite gewichen. Zusammen mit Einsatzleiter Zimmermann fuhr er zur Mutter, um ihr die Entscheidung persönlich zu erklären.
      ( ... )

      Nach Einschätzung der Helfer liegt der Körper des Mädchens entweder unter einer zwei bis drei Meter dicken Schicht aus Kreide, Geröll und Erde begraben oder wurde durch den Druck der Gerölllawine ins Meer hinaus gespült. Der Unglücksort soll zukünftig ein "Ort der Ruhe" werden, so Zimmermann.

      ndr.de, ganzer Text :hereklick:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      :kerzenlicht:
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Ja, denke ich auch und so wird ihre Trauer evtl. etwas erträglicher.
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      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)