Sticky Bayern aktuell

      Amoklauf in Ansbach

      Es war gestern um 8.35 Uhr, als bei der Polizei im mittelfränkischen Ansbach der Notruf eingeht. Ein Schüler ruft um Hilfe: Ein Person sei in in das Carolinum-Gymnasium eingedrungen. Mit einer Axt, zwei Messern und drei Molotow-Cocktails. Elf Minuten später treffen eine Polizeibeamtin und ihre Kollege mit ihrem Streifenwagen an der Schule ein. Das Gebaude liegt mitten in der Altstadt von Ansbach.

      Im dritten Stock hat zu diesem Zeitpunkt bereits die Amoktat stattgefunden. Der 18-jährige Täter aus Ansbach, der in die 13. Klasse des Gymnasiums geht, hat bereits zwei Molotow-Cocktails in Klassenzimmer einer neunten und einer elften geworfen. Zum Glück zündet nur einer der beiden Brandsätze. Einen dritten Molotowcocktail werden die Beamten später bei ihm finden. Ein Brandsatz geht jedoch in Flammen auf. Eine Schülerin erleidet schwere Brandverletzungen, eine andere eine lebensgefährliche Schädelverletzung – wahrscheinlich vom Messer oder der Axt. sechs weitere Schüler sind leicht verletzt.

      „Die Beamten stellen Brandgeruch im Gebäude fest und stellen den Amokläufer im Toilettenbereich. Doch statt sich zu ergeben, geht er auf die Polizisten zu. Die Beamten eröffnen das Feuer aus ihren Maschinenpistolen, der Täter wird von fünf Kugeln getroffen. Er wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, dort operiert und außer Lebensgefahr gebracht. Ansprechbar war er bis gestern Nachmittag noch nicht. Die Staatsanwaltschaft beantragte mittlerweile Haftbefehl gegen ihn wegen versuchten Mordes.
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      An der Schule war ich mal ... :traurigdenkend:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Ja Lefteri, da warst Du mal Schüler und so berührt es Dich auf eine besondere Art :knuddel1:

      Allgemein zum Thema Amoklauf an Schulen:
      Es macht mir inzwischen, auch wenn ich keine Kinder habe, Angst die steigende Tendenz zu sehen, zu hören.

      Wann endlich kapieren wir und damit meine ich natürlich insbesondere Politiker, das unsere Gesellschaft immer Kränker wird - wegen der betriebenen, kranken Politik!

      Trotzdem entbindet es keinen von uns, die Gesellschaft mit zu gestalten und Sorge zu tragen.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Original von Schnuppi
      Trotzdem entbindet es keinen von uns, die Gesellschaft mit zu gestalten und Sorge zu tragen.


      Wie Recht Du hast :knuddel1:


      Über das "Warum" wird noch immer gerätselt.

      Der 18 Jahre alte Amokläufer hatte die Tat an seiner Schule von langer Hand geplant. Sein handgeschriebenes Testament sei mit dem Datum "9/11" - also dem Jahrestag der Anschläge von New York am 11. September 2001 - versehen gewesen, sagte Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger am Freitag. Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Opfer des Anschlags vom Donnerstag auf zehn. Eine 15-Jährige, der Georg R. mit einer Axt auf den Kopf geschlagen hatte, war nach einer siebenstündigen Operation am Nachmittag außer Lebensgefahr.

      Neben dem Testament fanden die Ermittler im Zimmer des 18-Jährigen weitere brisante Dokumente. So war auf einem Kalenderblatt unter dem Datum vom Donnerstag der Eintrag "apocalypse today" (Apokalypse heute) zu lesen. "Aus den sichergestellten Schriftstücken ergaben sich keine konkreten Drohungen gegen konkrete Personen", erläuterte Lehnberger. Die Schwester des Täters, die ebenfalls das Gymnasium Carolinum besucht, gehe nicht in eine der beiden attackierten Klassen.

      Der Schüler des Abschlussjahrgangs, der eigentlich am Donnerstag zu einer Abschlussfahrt nach Rom aufbrechen wollte, sei in keiner Weise aktenkundig gewesen, berichtete Direktor Franz Stark. Der 18- Jährige habe als introvertiert gegolten, sei jedoch im Strom der Masse mitgeschwommen. Unter Mitschülern war zu hören, dass der Jugendliche unbeliebt gewesen sei; niemand habe auf der Klassenfahrt mit ihm das Zimmer teilen wollen.

      Rund 150 der 700 Schüler des Carolinum-Gymnasiums waren am Freitag freiwillig in ihre Schule gekommen, um gemeinsam das Geschehene zu verarbeiten. "Sie fangen erst jetzt an, zu verstehen, was passiert ist", berichtete Notfallseelsorger Thomas Barkowski. Schulleiter Franz Stark ergänzte: "Das Spektrum der Äußerungen reichte von tiefer Betroffenheit, von Tränen bis hin zu dem Wunsch, möglichst schnell in die Normalität zurückzukehren." Viele Schüler zündeten vor dem Gebäude Kerzen an und legten weiße und rote Rosen nieder. Für Sonntag ist ein ökumenischer Gottesdienst geplant. Auch am Montag findet noch kein regulärer Unterricht statt.

      Trotz aller politischen Versprechen nach den Amokläufen von Erfurt und Winnenden fehle es nach wie vor massiv an Schulpsychologen und Sozialarbeitern, kritisierte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, in der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Wir brauchen endlich ein flächendeckendes Frühwarnsystem für Schulen.» Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte: «Alles, was Geld kosten würde, ist nicht gemacht worden.» Der Philologenverband forderte regelmäßige Sicherheitsübungen. Ein Training, bei dem sich die Schüler in ihren Klassenzimmern verbarrikadieren müssten statt nach draußen zu laufen, sei bislang die Ausnahme.

      - Gekürzt aus n24.de -
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      - Kurt Tucholsky -
      Inzwischen mache ich mir Gedanken, warum ich damals nicht zum Amokläufer geworden bin.
      Ich war ebenfalls ein Aussenseiter, hatte keine Freundin (OK, das war damals mit 15 noch häufig der Fall),
      und meine Schulnoten waren auch nicht so prickelnd ...



      Das Problem, einen Doppelzimmerpartner zu finden (wie der jetzige Amokläufer) stellte sich für mich nicht, weil wir auf Klassenfahrten immer in Schlafsälen mit Doppelstockbetten untergebracht waren, und überhaupt war mir das Wort Amok , genau weiss ich das nicht mehr, noch unbekannt.

      Entscheidend war wohl, dass ich das Gefühl hatte, es würde irgendwann für mich besser werden,
      und das ist dann auch eingetreten.

      :laubhuepfen1:


      P.S.
      Dankschön, liebe Schnuppi :knuddel1: für's Einscannen :hbl8:
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      - Kurt Tucholsky -

      Bayern aktuell

      Mit scharfen Worten hat der Regensburger Bischof Müller die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle angegriffen. In seiner Predigt im Dom sprach er von einer Medienkampagne gegen die Kirche und zog Parallelen zur christenfeindlichen Ideologie des Nationalsozialismus.

      Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller rückte die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten. "Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen die Kirche", sagte Müller am Samstagabend nach Informationen des Bayerischen Rundfunks in einer Predigt im Regensburger Dom. Der Bischof bat die Katholiken, der Kirche treu zu bleiben, "so wie auch damals die Katholiken und Katholikinnen treu gewesen sind." Den Medien gehe es darum, die Glaubwürdigkeit der Kirche zu erschüttern. Die Menschen würden "manipuliert durch verkürzte Berichte, durch ständige Wiederholung von Vorgängen aus alter Zeit, so dass der Eindruck erweckt wird, die Kirche - das ist eine Institution, wo die Leute völlig verdorben sind", sagte Müller bei dem Gottesdienst.

      Entsetzen und scharfe Kritik

      Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, zeigte sich entsetzt über die Worte von Bischof Müller und sprach von "Geschichtsfälschung". Auch Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) reagierte mit Unverständnis auf Müllers Worte: "Vergleiche mit dem Dritten Reich führen erfahrungsgemäß zu nichts." Sie habe den Verdacht, dass der Bischof "die Tragweite der Situation nicht erkennt". Der bayerische Landtagsvizepräsident Franz Maget (SPD) kritisierte Müllers Äußerung als "unerträglich und unverzeihlich". Jeder Anschein, dass das Institut Kirche vor die Interessen der Betroffenen gestellt werde, füge der Kirche schweren Schaden zu. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Landtagsfraktion, Ulrike Gote, forderte den Bischof zum Rücktritt auf. Müller habe sich mit seiner Äußerung im Amt "untragbar gemacht". Durch seinen Vergleich mit der Nazizeit habe er die Missbrauchsopfer verhöhnt.

      (br-online)

      Lefteri sein :©senf1:
      Man kann nachvollziehen, dass bei den hohen Herren die Nerven blank liegen.
      Insbesondere in Regensburg, wo über besonders üble sexuelle und brachiale Gewalt im Internat der weltberühmten Regensburger Domspatzen berichtet wird :link:
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      - Kurt Tucholsky -
      Mittlerweile gibt es immer mehr ehemalige Insassen eines Schrobenhausener Kinderheims, die den damaligen Stadtpfarrer (1975-96) und jetzigen Augsburger Bischof Walter Mixa belasten. Er habe damals, sozusagen als letzte Instanz ("Wart nur, bis der Herr Stadtpfarrer kommt") mehreren Heiminsassen, Buben wie Mädchen, zum Teil mehrmals ins Gesicht geschlagen. Inzwischen gibt der Herr Bischof die eine oder andere "Watsche" sogar zu, entschuldigt sich aber damit, dass das damals üblich gewesen sei.
      "Das war damals vollkommen normal, und alle Lehrer und Schüler dieser Generation wissen das auch", sagte der Bischof. Bisher hatte er entsprechende Vorwürfe von Opfern stets strikt zurückgewiesen. Noch vor zwei Wochen hatte der Bischof demselben Blatt zu den Vorwürfen der Kindesmisshandlung gesagt: "Ich habe ein reines Herz."
      ([URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,689353,00.html]spiegel.de[/URL])

      Wenn er mit "damals" die 50er und 60er Jahre gemeint hätte, könnte man ihm Recht geben. Wobei es ein Unterschied ist, ob ein überforderter Vater oder Mutter reinhaut, weil er/sie sich nicht mehr anders zu helfen weiss (womit ich das nicht entschuldigen oder verniedlichen will) oder ob ein Amtsträger den Exekutor spielt, um seine sadistischen Triebe auszuleben. Schliesslich hatte er sonst keinen Stress mit Kindern, als Zölibatär (oder ????).
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      - Kurt Tucholsky -
      (aus derwesten.de)

      Es sind große Schwierigkeiten, in denen Mixa, der zum streng konservativen Flügel in der Bischofskonferenz zählt, steckt. Und doch sind dies nicht die einzigen Vorwürfe gegen ihn. Es geht auch noch um Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Geldern der Waisenhausstiftung Schrobenhausen. Ein Sonderermittler, den die Stiftung zur Klärung eingesetzt hat, Rechtsanwalt Sebastian Knott, präsentiert jetzt Rechnungen, die belegten, dass Mixa damals Stiftungsgeld sachfremd verwendete.

      Knotts Zwischenbericht offenbart einen Hang des einstigen Stadtpfarrers zum Luxus, der so gar nicht zu dem Bild passen will, dass der jetzige Bischof als ein gestrenger Wächter über Sitte und Moral öffentlich von sich malte. In dem Bericht ist von Rechnungen über 5000 Euro für Wein und ein Solarium die Rede, von Geschenken für Neupriester, von Kirchenteppichen und dem Ankauf eines Stiches für 43.000 Mark – alles gekauft von Stiftungsgeldern, gedacht für benachteiligte Kinder. Knott fand zudem eine Rechnung für einen Bischofsring aus Feingold. Kosten: 3854,34 Mark. Und er präsentierte kurios Anmutendes: Mit Mixas Abschied aus Schrobenhausen 1996 – da wurde er Bischof von Eichstätt – habe der nachweisbar hohe Weinkonsum geendet.

      Mixa hatte erklärt, er habe sich damals nicht akribisch um finanzielle Dinge gekümmert. Die Finanzangelegenheiten zwischen ihm und der Stiftung seien geregelt worden.

      Dennoch warten viele Fragen auf Antwort. Der Druck auf Mixa wächst. Aber es ist beileibe nicht das erste Mal, dass Mixa, der auch Militärbischof ist, im Kreuzfeuer steht. So erntete er Empörung, als er in der Diskussion über die Kinderbetreuung bemerkte: Frauen würden durch den Ausbau der staatlichen Betreuung zu „Gebärmaschinen” degradiert. Und erst kürzlich, im Zusammenhang mit dem Missbrauch, machte er die 68er Revolution mitverantwortlich für das Vergehen von einigen Priestern.

      Diese Art von Kritik ist also nichts Neues für ihn. Doch jetzt sieht Mixa sich mit einer ganz anderen Kritik konfrontiert. Diesmal geht es um die Frage, ob der Bischof für seine Kirche noch tragbar ist.

      Lefteri sein :©senf1:
      Ich war zwar nie in einer dieser greusslichen Einrichtungen, sondern "nur" in einem evangelischen Internat, in dem zwar auch geprügelt wurde, in dem es - gemessen an den Berichten von Mitschüler, die von woandersher kamen, vergleichsweise "gemäßigt" zuging - aber ich habe die pädagogischen Segnungen der 50/60er mit "Watschen", "Tatzen" und Psychoterror ebenfalls geniessen dürfen, und es ist mir eine Genugtuung, wenn einer der damaligen Täter doch noch in - hoffentlich größere - Schwierigkeiten kommt.
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      Mixa, der - wie soll man ihn jetzt nennen - Manualtherapeut :icon_thumbdown:
      hat inzwischen um seinen Rücktritt gebeten, worüber der Papst zu entscheiden hat. Die Herrschaften in seinem Umfeld sind heilfroh darüber, zu sehr hatte Watsch'n-Walter zuletzt die Innung blamiert.
      Mehr dazu hier [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,690673,00.html]:klick:[/URL]

      Verhungern wird er ja nicht. Die Angaben im Netz über die Höhe seiner Pension variieren etwas, aber um die 8000 € sind's anscheinend schon. Aus der Steuerkasse.

      Lefteri der Stinkige :feuerspuk:
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      - Kurt Tucholsky -
      Nachtrag: Mixa ist weg vom Fenster und soll sein Gnadenbrot in einem Nonnenkloster verzehren.
      Davon sind die Damen nicht begeistert :link:

      Zeit für etwas Neues in
      :bayer:


      Anti-Atom-Demo:
      Tausende bilden Menschenkette durch Münchens Innenstadt


      Zehntausende Kernkraftgegner haben in München mit Trillerpfeifen und Plakaten ihren Unmut über die Laufzeitverlängerung der deutschen Meiler zum Ausdruck gebracht. Sie bildeten eine zehn Kilometer lange Kette durch die bayerische Landeshauptstadt. Laut Polizei lief die Veranstaltung friedlich ab.

      München - Friedlicher Protest in München: Mehrere zehntausend Menschen haben gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung protestiert. Höhepunkt der Demonstration gegen verlängerte Laufzeiten der Atomkraftwerke war eine rund zehn Kilometer lange Menschenkette durch die Münchner Innenstadt. Nach Angaben der Organisatoren nahmen daran etwa 50.000 Menschen teil, die Polizei sprach hingegen nur von rund 25.000. Erst Mitte September waren in Berlin rund 100.000 Menschen gegen die Atompolitik von Union und FDP auf die Straße gegangen.

      "Das ist ein Riesenerfolg für uns. Es ist das angekündigte und erwartete Erdbeben", sagte Marcus Greineder, Cheforganisator des Bündnisses "KettenreAktion Bayern". Aus Berlin erklärte SPD-Chef Sigmar Gabriel zu der Münchner Protestaktion: "Das zeigt einmal mehr, dass die Bevölkerung die Lobbypolitik der Bundesregierung für die vier Atomkonzerne nicht einfach hinnimmt."

      Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sagte bei der Abschlusskundgebung am Odeonsplatz, mit der gesetzlichen Regelung eines Atomausstieges habe es bereits einen gesellschaftlichen Konsens gegeben. "Dass man wieder auf die Straße gehen muss, ist dem Wortbruch der Atomindustrie und der schwarz-gelben Regierung zu verdanken", kritisierte er.
      [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722276,00.html](spiegel.de)[/URL]
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      - Kurt Tucholsky -

      Pfahlbauten zählen nun zum Weltkulturerbe

      Früher waren sie im ganzen Alpenraum, heute sind nur noch Spuren von den prähistorischen Pfahlbauten an Plätzen wie der Fundstelle Pestenacker in Oberbayern übrig geblieben. Und nicht nur dort. 111 Fundstätten in fünf Ländern sind nun Weltkulturerbe - auch drei in Bayern.
      :clickme:


      Siehe auch :bw1:
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      Spektakuläre Notlandung mitten in Wohngebiet

      Im unterfränkischen Stockstadt (Kreis Aschaffenburg) ist ein Sportflugzeug notgelandet - mitten in einem Wohngebiet. Die spektakuläre Aktion endete für den Piloten und seine Co-Pilotion glimpflich, beide wurden nur leicht verletzt. Auch die Menschen am Boden kamen mit dem Schrecken davon.
      Mehr bei br.online.de :klick:
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      - Kurt Tucholsky -

      Bad Grönenbach: Mord in Reha-Klinik

      Das 5000-Einwohner-Örtchen Bad Grönenbach im Unterallgäu ist stolz auf sein Prädikat 'Kneippheilbad' und wirbt auf seiner Internetseite mit dem Satz 'Durchatmen und Kraft tanken bei freundlichen Gastgebern'. Wie die Polizei erst jetzt bekanntgab, wurde die Idylle in der Nacht zum Dienstag mit einem brutalen Verbrechen zerstört: In der 'Helios-Klinik am Stiftsberg' wurde am Dienstagmorgen eine Patientin aus dem Landkreis Dachau von einer Schwester tot in ihrem Zimmer aufgefunden. Nach Polizeiangaben starb die 39-jährige Frau an 'massiver Gewalteinwirkung'. Eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe 'Klinik' hat die Arbeit aufgenommen, aber noch keine heiße Spur.'

      Es gibt gewisse Überlegungen', sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Süd in Kempten, 'aber wir haben noch keine Festnahme.' Fest steht, dass die ledige Frau am Abend vor ihrem Tod auf einer Party war, die Patienten auf dem Klinik-Gelände organisiert hatten. Etwa 20 Personen feierten mit. Zu später Stunde war sie auf ihr Einzelzimmer gegangen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung stammt die Getötete aus Karlsfeld, einer 18500-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Dachau. Sie lebte im Haus ihrer Eltern, war gehörlos und hatte keine Kinder.

      sueddeutsche.de, ganzer Text :klick:


      :traurigdenkend: In der unmittelbar benachbarten Klinik war ich selber zwei Mal - es macht einen schon betroffen, wenn ein solches Gewaltverbrechen in unmittelbarer Nähe eines vertrauten Ortes passiert. Zumal die Berichte am Anfang so unklar waren, dass ich nicht sicher sein konnte, wo das war - evtl. in "meiner" Klinik ?
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      - Kurt Tucholsky -
      Vom Datum her könnte man an einen Aprilscherz glauben, aber ich weiss, dass es den Verein gibt, und die Ortswahl hat auch einen historischen Hintergrund: Denn in Schwarzenbach an der Saale unweit von Hof lebte die geniale Übersetzerin für die Comics über Donald Duck, Micky Maus, Daniel Düsentrieb etc., Erika Fuchs (1906-2005).

      An der Jean-Paul-Grundschule ist die Schulordnung außer Kraft gesetzt. Überhaupt gelten hier an diesem Samstag im oberfränkischen Schwarzenbach an der Saale ganz eigene Regeln: Wer etwa Applaus mit den Händen spendet, läuft große Gefahr, böse Blicke auf sich zu ziehen. Denn: Donaldisten würden so etwas nie tun. Donaldisten rufen stattdessen laut “Klatsch – Klatsch – Klatsch”.

      Gut 200 Anhänger der “Deutschen Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus” (D.O.N.A.L.D.) aus ganz Deutschland haben sich an der Schule eingefunden, um sich über die jüngsten Erkenntnisse in der Duck-Forschung auszutauschen.

      “Es dreht sich alles um die berühmte Comic-Ente Donald Duck und um Entenhausen”, erklärt Martin Söllig. Wer ihn als Präsident von “D.O.N.A.L.D.” bezeichnet, ist bereits ins nächste Fettnäpfchen getreten. Er ist natürlich die Präsid”Ente”.

      Das Hauptziel von D.O.N.A.L.D, so heißt es in der Satzung, ist die “Duck-Forschung”. Statt einer bunten Comicfiguren-Parade à la Disneyland stehen daher in der oberfränkischen Kleinstadt wissenschaftliche Vorträge auf dem Programm: Wie sieht es mit der Streitkultur in Entenhausen aus? Welche Kalender hängen bei Donald an der Wand? Welche Instrumente sind in Entenhausen beliebt?
      ( ... )

      Dass ihr 35. Kongress in Schwarzenbach stattfindet, ist kein Zufall: Noch in diesem Jahr soll dort mit dem Bau eines Museums, des Erika-Fuchs-Hauses, begonnen werden. “Zwei wichtige Förderbescheide hat uns der Regierungspräsident heute mitgebracht, nun steht nur noch eine EU-Förderung für das 4,6 Millionen Euro teure Projekt aus”, sagt Severin. Er ist von Beruf Richter. Zum Kongress hat er sich richtig in Schale geworfen: Matrosen-Hemd, rote Fliege und blaue Mütze – so wie die Comic-Ente Donald eben stets durch ihre Abenteuer watschelt
      newsburger.de, ganzer Text :klick:

      P.S:
      Auch das geplante Erika-Fuchs-Haus ist keine Ente bzw. kein Aprilscherz, denn der hier zitierte Eintrag ist vom 29.2.
      :hereklick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Zum Mord in einer Rehaklinik in Bad Grönenbach (siehe 2 Posts weiter oben):

      (5.4.12)
      Unter dringendem Tatverdacht ist am Donnerstagvormittag ein ehemaliger Patient der Klinik festgenommen worden.

      Den Ermittlungen zufolge hatte der 18-Jährige aus dem Ostalbkreis (Baden Württemberg) als Patient der Klinik an der gleichen Feier wie das spätere Opfer teilgenommen. "Nach derzeitigen Erkenntnissen verließen diese beiden Personen gemeinsam die Veranstaltung, bei der rund 20 Personen anwesend waren. Im Zeitraum zwischen 23 Uhr und zwei Uhr wurden dann der Frau die tödlichen Verletzungen zugefügt. Für den Tatverdächtigen endete am nächsten Tag der planmäßige Aufenthalt der Klinik und er reiste nach Hause ab", so Christian Owsinski von Polizeipräsidium Schwaben Süd-West.

      augsburger-allgemeine.de/bayer…n-18-fest-id19516726.html


      P.S.
      Der Betroffene hat inzwischen gestanden, mehr hier:
      aerztezeitung.de/news/article/…18-jaehriger-gesteht.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Kempten: Drogendealer rufen selbst die Polizei

      Diese Opfer eines Raubüberfalls hätten wohl besser nicht die Polizei gerufen: Zwei Drogendealer wurden in Kempten von drei jungen Männern in eine Falle gelockt und zusammengeschlagen.

      Eines der Opfer des Raubüberfalls ief die Polizei. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, waren die drei Angreifer im Alter von 18, 20 und 21 Jahren schnell gefasst. Bei den Vernehmungen stellten die Ermittler fest, dass auch die Opfer in diesem Fall keine weiße Weste hatten.

      Das Geld stammte aus dem Verkauf von Betäubungsmitteln - die Polizisten stellten rund 3000 Euro Drogengeld und 170 Gramm Marihuana sicher. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen zwei der drei Angreifer sowie gegen die beiden Rauschgiftdealer.

      br.de/polizeireport/inhalt/schwaben/polizei1458.html

      Lefteri sein :©senf1:
      Das war dümmer :vogelzeig: als die :polizei: erlaubt :grins:
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      - Kurt Tucholsky -
      Die Landespolitiker der Union haben aktuell anscheinend eine Pechsträhne. Nachdem in Niedersachsen schon die halbe Landesregierung ein unfreiwilliges Bad im Zwischenahner Mehr genommen hat, hatte Bayerns Innenminister Herrmann jetzt Pech bei einem Spatenanstich für einen Straénneubau, den er mit einem Bagger ausführen wollte. Denn das 40-Tonnen-Trumm wollte nicht so wie der Minister :grins:
      Schmerzhafter Spatenstich für den bayerischen Innenminister: Joachim Herrmann ist am Montag in Kempten mit einem Bagger umgekippt und hat sich dabei Schürfwunden im Gesicht und an der linken Hand sowie Prellungen am Bein zugezogen, wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet. Ein Ministeriumssprecher sagte, die Verletzungen seien nicht gravierend. Der Innenminister habe hinterher noch zu einem anderen Termin fahren können.

      Der CSU-Politiker sollte die symbolische erste Baggerschaufel für einen Straßenneubau ausheben. Dabei kippte das 40 Tonnen schwere Gefährt auf die Seite und schloss den Minister im Führerhaus ein.

      Seine Leibwächter befreiten Herrmann laut Bericht durch die eingeschlagene Frontscheibe des Baggers. Anschließend wurde er in der Privatwohnung des Kemptener Oberbürgermeisters Ulrich Netzer (CSU) behandelt. Am Abend gab der Verletzte dann Entwarnung: „Mir geht's gut, der Schreck ist weg“, sagte Herrmann dem Blatt.

      Ganzer Text: morgenpost.de/vermischtes/arti…-40-Tonnen-Bagger-um.html
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      - Kurt Tucholsky -
      Bei einem Großbrand in der Coburger Altstadt sind acht dieser denkmalgeschützten Häuser schwer beschädigt worden, darunter auch das Puppenmuseum. 13 Personen wurden leicht verletzt. Das Feuer war offenbar im Dachstuhl eines Gebäudes ausgebrochen, einen Steinwurf entfernt vom restaurierten Marktplatz. Es entstand ein Millionenschaden.

      Eine Frau hatte am Sonntag eine Stunde nach Mitternacht einen brennenden Dachstuhl entdeckt. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits auf das benachbarte Ensemble übergegriffen. Die Herrngasse ist nicht nur geprägt von alter Bausubstanz, mit stark brennbaren Materialen: Fachwerk, Stroh und Lehm. Das historisch gewachsenen Ensemble gilt auch als äußert verwinkelt, es gibt Innen- und Hinterhöfe und kaum Brandschutzwände, sagt ein Sprecher der Coburger Feuerwehr - was das Löschen sehr erschwert habe.

      Insgesamt 80 Anwohner mussten in der Nacht in Sicherheit gebracht werden. Die meisten von ihnen kamen bei Verwandten unter, für andere musste die Stadt Hotelzimmer anmieten, "was über Pfingsten gar nicht so leicht" gewesen sei, wie Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner sagt.

      sueddeutsche.de/bayern/grossbr…spur-des-feuers-1.1368210
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      - Kurt Tucholsky -
      Nachtrag vom 8.6.:
      Der Großbrand in der Coburger Innenstadt vor etwa einer Woche hat viele Häuser, vor allem in der Herrengasse, stark beschädigt. Dennoch können alle Gebäude wieder saniert werden, versichert Thomas Goppel vom Landesdenkmalrat.
      Ganzer Text :klick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Koa dritte

      Das war die Parole der Flughafenausbaugegner, die sich im Gegensatz z.B. zu Frankfurt durchgesetzt haben, sehr zum Ärger von CSU/FDP/SPD. Immerhin erklärte Münchens OB Ude, der auch SPD-Kandidat für die Landtagswahlen 2013 ist, sich auch als möglicher Ministerpräsident an dieses Wählervotum halten zu wollen.

      MÜNCHEN taz | Die Münchner BürgerInnen haben am Sonntag den umstrittenen Bau der geplanten dritten Start- und Landebahn am Flughafen im Erdinger Moos per Bürgerentscheid verhindert.

      Laut dem vorläufigem Endergebnis stimmten 54,3 Prozent gegen das rund 1,2 Milliarden Euro teure Projekt. 45,7 Prozent waren dafür.
      Ganzer Text :hereklick:
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      - Kurt Tucholsky -
      Gewitterbedingt hat es in Unterfranken in der Nacht zum Samstag ordentlich gerumst.
      In Mönchberg schlug der Blitz in einen Kirchturm ein und verursachte ein Dauerbimmeln, in Volkach traf es eine Schule mit 22 schlafenden Kindern, denen nix passiert ist - nur der Feueralarm wurde ausgelöst.
      In Kitzingen führten Sturm und Starkregen zu einem Schuldachleck und verursachten eine innerschulische Überschwemmung.

      Das ganze Drama:
      mainpost.de/regional/franken/B…enlaeuten;art1727,6942846
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -