24. August

      1572:
      In der Bartholomäusnacht werden zwischen 2.000 und 10.000 Hugenotten in Paris ermordet.

      1961:
      Erstes Todesopfer an der Berliner Mauer wird elf Tage nach Grenzschließung bei einem Fluchtversuch der DDR-Bürger Günter Litfin :link:
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      RE: 24. August

      Original von Grizzly
      1572:
      In der Bartholomäusnacht werden zwischen 2.000 und 10.000 Hugenotten in Paris ermordet.


      :oops: Ich muss erst einmal schauen was Hugenotten sind ....

      Original von Grizzly
      1961:
      Erstes Todesopfer an der Berliner Mauer wird elf Tage nach Grenzschließung bei einem Fluchtversuch der DDR-Bürger Günter Litfin :link:


      Leider blieb er nicht der Letzte :muede_traurig:
      Diese Zeit ist nun jedoch, glücklicherweise, vorbei. Es wird keine weiteren Opfer geben können!
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)

      RE: 24. August

      Original von Schnuppi
      :oops: Ich muss erst einmal schauen was Hugenotten sind ....


      Ich nehm an, Du hast inzwischen nachgegoogelt.
      Für alle Übrigen :klick:

      Original von Schnuppi
      Original von Grizzly/i]
      1961:
      Erstes Todesopfer an der Berliner Mauer wird elf Tage nach Grenzschließung bei einem Fluchtversuch der DDR-Bürger Günter Litfin :link:


      Leider blieb er nicht der Letzte :muede_traurig:
      Diese Zeit ist nun jedoch, glücklicherweise, vorbei. Es wird keine weiteren Opfer geben können!

      1997 kam eine späte Quittung:
      Wegen der Tötung von Flüchtlingen an der innerdeutschen Grenze veruteilte die 27. Große Strafkammer des Berliner Landgerichts die ehemaligen Mitglieder des SED-Politbüros Krenz, Schabowski und Kleiber zu Freiheitsstrafen.
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      - Kurt Tucholsky -
      1569
      In Bad Harzburg wird das erste Salz gewonnen.

      2001
      Auf dem Weg von Toronto nach Lissabon geht dem Air-Transat-Flug 236 über dem Atlantik der Kraftstoff Kerosin aus. Nach dem bislang längsten Gleitflug eines Düsenflugzeugs kann der Pilot den Airbus A330 mit 293 Passagieren und 13 Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Azoreninsel Terceira notlanden.
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      - Kurt Tucholsky -
      1820
      In Porto bricht ein Aufstand von Offizieren aus. Die Liberale Revolution in Portugal zielt auf die Rückkehr des in Brasilien residierenden Königs Johann VI., die Schaffung einer konstitutionellen Monarchie und das Entfernen im Lande weilender britischer Militärs ab.
      Mehr hier :klick:
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      - Kurt Tucholsky -
      1853: Kartoffelchips werden zum ersten Mal zubereitet.

      1953: Der Zebrastreifen wird in die westdeutsche Straßenverkehrsordnung aufgenommen.
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      79
      Bei einem Ausbruch des Vesuv werden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae verschüttet. Durch den Bericht des römischen Schriftstellers Plinius der Jüngere, dessen Onkel Plinius der Ältere bei dem Vulkanausbruch ums Leben kommt, handelt es sich um die erste detailliert dokumentierte Naturkatastrophe.
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      - Kurt Tucholsky -
      1499
      Geführt vom spanischen Seefahrer Alonso de Ojeda kreuzen die ersten Europäer im Golf von Venezuela und der Maracaibo-See. An Bord seines Schiffes sind auch die Kartografen Juan de la Cosa und Amerigo Vespucci.

      Grizzly sein :senf2:

      Nach Amerigo Vespucci ist der Kontinent "Amerika" benannt worden, weil er als erstes - im Gegensatz zum Erstentdecker Columbus - die Meinung verbreitete, dieses Land bestünde nicht aus einzelnen womöglich zum Indien gehörenden Inseln, sondern es sei ein neuer von Europäern bisher unentdeckt gewesener Kontinent.
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      - Kurt Tucholsky -
      1582
      Der spanische Forscher und Seefahrer Francisco de Orellana beendete seine Pionierfahrt auf dem Amazonas, nachdem er die gesamte Länge des Stroms befahren hat, an der Atlantikküste. Er erkundete den 6.400 Kilometer langen Amazonas vom Quellgebiet im heutigen Nordperu bis zur Mündung in Nordbrasilien. Unterwegs hatte er einige gefahrvolle Situationen zu bestehen. Neben den "üblichen" Herausforderungen für Forscher und Entdecker hielt die Region für Orellana noch eine besondere Überraschung bereit: Amazonen. Orellana taufte den Fluss "Amazonas" nach dem sagenhaften Frauenvolk, weil er unterwegs kriegerischen Indianerinnen begegnet war.

      kalenderblatt.de/index.php?wha…r=2015&dayisset=1&lang=de

      Grizzly sein :senf2:
      Dass der Amazonas deshalb so heisst wusste ich auch noch nicht :kratz:

      Der Chronist der Expedition, der Dominikanermönch Gaspar de Carvajal, schildert in seinem Reisetagebuch die angeblich im Juni 1542 stattgefundene Begegnung mit „sehr hellhäutigen und groß gewachsenen Frauen, die ihr sehr langes Haar zu Zöpfen geflochten um den Kopf gewickelt tragen und sehr stämmig gebaut sind.“ Sie kämpften wild und entschlossen „wie Anführer an der Spitze der Indios“ und „zielten nur auf die Augen.“

      de.wikipedia.org/wiki/Amazonas#Name
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      - Kurt Tucholsky -
      24.8.1992: Brandanschlag in Rostock
      Die Bilder gingen um die Welt: Menschen, die in einem brennenden Hochhaus eingeschlossen waren, während um sie herum eine jubelnde Menschenmenge tobte. Einige Kommentare gebrauchten erstmals seit 1945 wieder das Wort "Pogrom".

      Der Rostocker Ausländerbeauftragte Wolfgang Richter, der 1992 mit über 150 Menschen in dem Haus eingeschlossen war: "Es war damals eine Situation, in der mit katastrophalem Versagen von Politik ein Pulverfass entstanden ist, in der dann tatsächlich auch die Lunte rangehalten wurde und explodiert ist. Und was dort passiert ist, das vergesse ich mein ganzes Leben nicht."
      ( ... )

      Am Abend des 24. August 1992 drangen Jugendliche in einen zweiten Aufgang des Sonnenblumenhauses ein. Hier war ein Wohnheim für Vietnamesen untergebracht, die zum großen Teil als DDR-Vertragsarbeiter nach Rostock gekommen waren. Steine und Brandsätze flogen gegen das Haus, die unteren Stockwerke wurden mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt, die Feuerwehr vertrieben. Es gab Applaus, Sprechchöre skandierten: "Deutschland den Deutschen" und "Ausländer raus".

      Ungeschützt waren die Menschen im Haus, rund 150 Vietnamesen und eine Handvoll Deutsche, darunter auch ein Kamerateam des ZDF. Sie filmten, zufällig anwesend, die Todesgefahr. Erst als es gelungen war, die mit Ketten gesicherte Tür zum Dach aufzubrechen, konnten sich die Eingeschlossenen von dort aus in das Nebenhaus retten.

      Die Stadt Rostock war zum Schauplatz rechter Gewalt geworden. Sie reihte sich damit in eine bedenkliche Kette fremdenfeindlicher Vorfälle in Deutschland seit Beginn der neunziger Jahre. Doch mehr noch als Orte wie Hoyerswerda, Mölln und später Solingen und Lübeck wurde Rostock zum Synonym für rechte Gewalt und Fremdenhass.

      Ganzer Text: kalenderblatt.de/index.php?wha…r=2016&lang=de&dayisset=1
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Im November 2001 saßen schließlich die letzten Täter auf der Anklagebank im Schweriner Landgericht. Alle drei erhielten Bewährungsstrafen zwischen zwölf und 18 Monaten, diesmal wegen Mordversuchs und schwerer Brandstiftung.

      Bewährung für Mordversuch, das muss man sich mal reinziehen, das geht gar nicht.

      Rostock hat mit einer Gedenkveranstaltung an die rassistischen Ausschreitungen in Lichtenhagen vor 25 Jahren erinnert. "Wir wollen vor allem alles dafür tun, dass sich Ereignisse, wie wir sie im August 1992 erlebt haben, in Deutschland nie wieder wiederholen", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in der Rostocker Marienkirche. An den Vorfällen von 1992 gebe es nichts zu beschönigen.

      Ganzer Text: ndr.de/nachrichten/mecklenburg…ngen,lichtenhagen338.html

      Gedenken reicht nicht. Faschistische Ausschreitungen müssen wirksam verhindert werden - wenn nicht anders möglich mit Schusswaffen. Wer glaubt, Angst vor Fremden zu haben, hat in Psychotheapie zu gehen, tut er das nicht und versucht eine politische Idee daraus zu machen, ist er ein Verbrecher.
      Anderweitige Versäumnisse der Politik (z.B. Niedergang der Infrastruktur) sind da zu bearbeiten wo sie entstanden sind, und nicht durch Hass gegen Menschen die dafür nichts können.
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -