Heraus zum 1. Mai

      Heraus zum 1. Mai

      Heraus zum 1. Mai !

      Mir wär auch jeder andere Tag Recht.

      - Fritz Teufel -


      :link:

      1890: Der Erste Mai wird im Gedenken an die Haymarket Riot erstmals international als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ begangen. Der Gedenktag ist von der Zweiten Internationale ausgerufen worden.

      1933: Der 1. Mai wird durch das Gesetz vom 10. April 1933 von den Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag („Tag der nationalen Arbeit“) bestimmt.
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      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      1. Mai 2009

      Es wurde natürlich in vielen Städten wieder demonstriert, hauptsächlich von Linken, Grünen, Gewerkschaftlern und Krisenopfern.

      Nazis, die mit den sozialen Sorgen der Wirtschatskrisenbetroffenen ihre braune Dreckbrühe kochen wollten, kamen nur wenig zum Zug, im Mainz kamen ihr Häufchen infolge Tausender Gegendemonstranten nicht aus dem Bahnhof heraus, in Berlin wurde ihr "Maifest" auf einen Hinterhof zusammengedrängt und in Dortmund nahm die Polizei lobenswerterweise 200 dieser Verbrecher fest - leider nicht für lange.

      [URL=http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4221574,00.html]:link:[/URL]
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Die Vorgeschichte (zum 1. Mai/Grizzly) begann zum Ende des Bürgerkriegs 1865, als die amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Forderung nach der Einführung des Acht-Stunden-Tags erhoben. Bis in die 1860er Jahre galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis 13 Stunden, erst dann konnten sie den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Es sollten weitere beinahe zwanzig Jahre vergehen, bis sie 1884 die allgemeine und verbindliche Durchsetzung einer täglich achtstündigen Arbeitszeit in Angriff nahmen. Sie beschlossen, am 1. Mai 1886 dafür einen mehrtägigen Generalstreik zu führen. Noch stand nicht der Termin, sondern die Forderung im Mittelpunkt.

      Der Grund für die Terminwahl war ein völlig banaler und wenig zur Mythenbildung geeignet: Der 1. Mai galt in den USA traditionell als "Moving day", als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. Dafür traten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA in den Streik, aber nur für 20.000 Arbeiter konnte er wirklich durchgesetzt werden. Diesen bescheidenen Erfolg überschatteten die Ereignisse in Chicago. Die Kundgebung am dortigen Haymarket endete in einem Desaster. Nach Darstellung der Polizei warfen Anarchisten eine Bombe auf die anwesenden Beamten, der sieben Polizisten zum Opfer fielen. Vier anarchistische Arbeiterführer wurden, obwohl keine Beteiligung am Anschlag nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und gehenkt.

      Weiter hier:
      erstermai.dgb.de/article/archive/352/
      :reg:
      :wechsel:
      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      1931: Das Empire State Building in New York City wird von US-Präsident Herbert C. Hoover eröffnet. Es löst das Chrysler Building als höchstes Gebäude der Welt ab, ein Status, den es erst 1972 durch das World Trade Center wieder verliert. :link:
      :o_linie3:


      Jede Reise hat zwei Höhepunkte:
      den einen, wenn man hinausfährt,
      erlebnishungrig und voller Erwartung -
      und den anderen, wenn man heimkehrt, gesättigt von den Eindrücken
      und in Vorfreude auf das eigene Zuhause.

      (Heinrich Spoerl, Auszug aus "Die Hochzeitsreise)
      1402
      Die normannisch-französisches Edelmänner Jean de Béthencourt und Gadifer de la Salle stechen von La Rochelle aus in See, um die Kanarischen Inseln für die spanische Krone zu erobern, eine Aufgabe, die fast vier Jahre in Anspruch nehmen wird.

      ... und - Grizzly muss wieder seinen :senf2: dazu geben -
      was vielen der Ureinwohner, genannt Guanchen, das Leben, und letztendlich ihre Sprache, Kultuir und Religion kosten wird.

      Ein Teil der Altkanarier wurde umgebracht, viele wurden versklavt oder verschleppt. Die steinzeitliche Kultur ging zu Grunde. 1441 kam der spanische Franziskanermönch Didakus, San Diego de Alcalá, auf die Kanarischen Inseln, gründete auf Fuerteventura das Kloster Fortaventure und missionierte von dort die Guanchen, was neben der physischen auch die kulturelle Vernichtung ihrer Ethnie vorantrieb.
      ( ... )

      Es sind nur noch wenige Wörter aus dem Guanche bekannt. So bedeutet Guanche eigentlich Mann/Mensch aus Teneriffa und wurde erst später zu einer Sammelbezeichnung für die Bewohner aller Kanaren. Die Sprache starb nach der spanischen Eroberung aus. Allerdings haben sich bis heute Elemente dieser Sprache im Kanarischen Dialekt gehalten. Viele Ortsbezeichnungen auf den Kanaren sind beispielsweise guanchischen Ursprungs, ebenso sind noch Vornamen verbreitet. El Silbo war die Pfeifsprache der Guanchen. Sie ist heute nur noch auf der Insel La Gomera gebräuchlich. Um dieses kulturelle Erbe zu bewahren, wird die Sprache in den Schulen auf La Gomera gelehrt.

      Zwischen den einzelnen Inseln bestanden keine Verbindungen, da die Guanchen die Schifffahrt nicht beherrschten. Sie sollen friedfertige, aber ihre Heimat verteidigende Menschen gewesen sein. Die beiden Geistlichen, die Jean de Béthencourt auf seinen Eroberungszügen begleiteten, sollen sinngemäß mitgeteilt haben: Nirgends auf der Welt werdet ihr besser gewachsene Menschen antreffen, hättet ihr ihnen Gelegenheit gegeben, etwas zu lernen, hätte man sich sicher besser verstanden.

      :kratz: Dem letzten Satz ist nichts hinzuzufügen.
      :reg:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      1929
      In Berlin kommt es zum so genannten Blutmai, als die Polizei auf einen von der Kommunistischen Partei Deutschlands organisierten Demonstrationszug von Arbeitern schießt.


      P.S. zum Eingangsposting:
      Fritz Teufel ist am 6. Juli 2010 gestorben, mehr hier :klick:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Demonstrieren tue ich heut nicht mehr zum 1.Mai.
      Früher, als es Pflicht war, hat auch keiner ein
      Verlangen nach "Randale" gehabt. Heut möchte
      ich lieber nicht auch nur in der Nähe einer dieser
      Gewalt anziehenden Demos sein.
      Deshalb hier die Erinnerung an etwas, was unser
      Leben in ähnlichen Größenordnungen mitbestimmt hat.
      Das eine gesellschaftlich...das andere kulinarisch. :zwinker2:
      1.5.1887: Die Maggi-Würze
      Am 1. Mai 1887 begann die industrielle Herstellung von Suppenwürze in Deutschland.
      Erfinder war der Schweizer Unternehmer Julius Maggi, der mit seinem Produkt bald den
      europäischen Markt eroberte.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Ich war seit längerem mal wieder da, auch um vollkommen unpolitisch meine neue Kamera auszuprobieren.

      Hamburg, Landungsbrücken - na was wohl - 1. Mai natürlich:
      Es ist 3 nach 12, Freund und Helfer wartet schon - ei wo laufen sie denn ?



      Das war jetzt ein Trick, sie sind schon fast vorbei.





      Der Gewerkschaftschor schmettert ein Lied,



      das im Lärm der verschiedenen zum teil konkurrierenden Lautsprecher nicht weit zu hören ist.











      Uniformiert marschieren ist eigentlich nicht mehr in Mode, wenigstens nicht ohne Musik.


      Türkische Jugendgruppe Dev Genc

      Nach der langen Rede einer französischen Gewerkschafterin ein nicht angekündigter Höhepunkt -



      die Rede des fast 93jährigen griechischen Europa-Abgeordneten Manolis Glezos,
      Am 30. Mai 1941 erklomm er zusammen mit Apostolos Sandas die Akropolis und riss die dort seit der deutschen Einnahme von Athen am 27. April 1941 gehisste Hakenkreuzfahne herunter. Diese erste Widerstandshandlung in Griechenland, durch die Glezos ein antifaschistischer Held wurde, war ein Fanal, das viele Griechen zum Widerstand anregte



      dem auch elf Jahre Haft und vier Jahre Exil weder Humor



      noch Kampfgeist austreiben konnten.



      P.S.
      Manolis Glezos spricht morgen um 18:00 im Hamburger Rathaus.

      Mehr dazu: die-linke-hamburg.de/termine/d…er-weg-aus-der-krise.html
      :reg:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -

      Post was edited 1 time, last by “Grizzly” ().

      Ach grizzly....
      Deine ersten Fotos mit der neuen Kamera sind nicht ein
      Werbebeitrag für die "Kreuzfahrtfraktion" sondern ein
      Abbild des realen Lebens. Damit kannst du natürlich keine
      Werbeeinnahmen generieren. Doch wenn wir durch Deine
      Augen sehen, wie die Welt wirklich ist, haben wir einen
      positiven Kick in unserem Leben. :icon_thumbsup:
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.
      Dankschee fer de Bleamerln :blreich:
      Zumal diese Kreuzfahrer mich, naja, kreuzweise halt ...

      Hab eben noch etwas entdeckt, was nicht so 1.Mai-typisch war, oder irgendwie doch - bei Radio Prag:
      1. Mai 1945 - Pilsen wird befreit

      ... und zwar nicht vom auf Befreiung abonnierten Brudervolk, sondern vom amerikanischen Klassenfeind, und das kam so:
      „Erstens handelt es sich um den 70. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung der Stadt Pilsen. Zudem erinnern wir daran, dass vor 25 Jahren die Bewohner Pilsens die Befreiung der Stadt erstmals wieder feiern durften. Es ist nicht ganz selbstverständlich. Denn vor 65 Jahren haben die Kinder beispielsweise in der Schule gelernt, dass unsere Stadt durch sowjetische Soldaten befreit wurde, die US-amerikanische Uniformen trugen.Foto: Europäische Kommission Es wurde sogar behauptet, dass mehrere der Soldaten ihre Gesichter schwarz angemalt hatten. Damit wurden die verschiedenen Hautfarben der Soldaten erklärt. 40 Jahre wurde darüber gelogen, wer die Stadt befreit hat. Dies ist einer der Gründe dafür, warum seit der Wende von 1989 bei uns die Befreiung so spontan und mit so viel Freude gefeiert wird.“

      Deshalb sind es zwei runde bzw. halbrunde Jahrestage.
      Der Festabend heißt „Aus der Normandie nach Pilsen oder D-Day+334“. Václav Marhoul über den seltsamen Titel:
      „Als D-Day wird der 6. Juni 1944 bezeichnet – der Beginn der Landung der Alliierten in der Normandie. Die US-Armee bezeichnete seitdem die Tage, an denen Militäroperationen durchgeführt wurden, als D-Day plus eine Ziffer. Der 7. Juni 1944 war also D-Day+1. Ich habe ausgerechnet, an welchem Tag die US-Armee nach Pilsen kam. Es war der D-Day+334.“

      Vor allem die Kriegsveteranen, die Pilsen als junge Soldaten vor 70 Jahren befreit haben, sollen am Samstagabend im Mittelpunkt stehen, sagt Michal Caban.

      „Wir möchten sie einzeln mit Jeeps zum Podium bringen, dort ihre Geschichte kurz schildern und einige Fotos aus ihrem Leben zeigen. Möglicherweise werden sie das Gefühl haben, an einen Ort zurückzukehren, der auch für sie von Bedeutung war. Mit dieser ´Huldigung an die Kriegsveteranen´ wird der Abend eröffnet.“

      In Pilsen werden 17 Kriegsveteranen aus den USA und fünf aus Belgien erwartet. Denn auch belgische Soldaten waren an der Befreiung der Stadt beteiligt. Zwei der Veteranen besuchen Pilsen seit 1945 zum ersten Mal wieder. Die anderen haben schon in den vergangenen Jahren an den Feierlichkeiten teilgenommen. Neben den Amerikanern und Belgien wird auch ein Vertreter der Pilsener Widerstandskämpfer mit dabei sein, sagt Václav Marhoul:

      „Ich muss zugeben, dass man die hiesigen Widerstandskämpfer manchmal vergisst, wenn die Rede von der Befreiung der Stadt ist. Der Aufstand brach am 5. Mai in Pilsen aus – einen Tag vor der Ankunft der US-Armee. Viele Menschen fielen damals vor allem im Kampf um den Radiosender. Darum möchte ich, dass die Pilsener Widerstandskämpfer bei der Huldigung an die Kriegsveteranen auch vertreten sind.“

      Ganzer Text: radio.cz/de/rubrik/spezial/pil…it-amerikanern-und-bayern
      :reg:
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      Entspanne dich. Lass das Steuer los. Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
      - Kurt Tucholsky -
      Nun ist er wieder da, der "1.Mai".
      Und gerade heute kann man wieder ganz deutlich sehen,
      wie die Gesellschaft in einzelne Blöcke zerfällt, die nicht mehr
      für ein gemeinsames Ziel kämpfen.
      Der Kampf um die Ressourcen eines Staates verläuft jetzt
      nicht mehr zwischen Arbeitgeber/ Arbeitnehmer sondern
      quer durch alle Schichten...Migranten gegen Einheimische, Arbeitslose
      gegen Beschäftige oder gegen Mitbewerber, Arbeitnehmer
      mit Tarifvertrag gegen die ohne, Menschen mit Beamtenstatus
      gegen Alleinselbstständige...die Kette ließe sich unendlich fortsetzen.
      Und damit hat sich der Sieg des Neo-Kapitalismus angelsächsischer
      Prägung über die soziale Marktwirtschaft (wir sprachen schon mal
      über das Aushängefenster gegenüber dem sozialistischen Staaten)
      auch in diesem Punkt manifestiert. Mittlerweile kreist das monopol-kapitalistische
      Gesellschaftssystem nur noch um sich selbst, zwecks operativer "Gewinnoptimierung".
      Gerade in Hinblick auf die zu erwartenden Veränderungen in Kombination mit
      der Thematik Industrie4.0 heißt es den 1. Mai neu zu definieren.
      Ich schlage mal die Arbeitsthese vor
      "1.Mai- Tag des verlorenen Gemeinschaftssinns"
      Wäre jetzt ein kurzes polit-comedy Filmchen angebracht:
      Die Kanzlerin hatte am Vorabend des 1.Mai einen Albtraum.
      Sie steht am Fenster des Bundeskanleramtes und sieht einen unendlicher Strom
      sichtlich ärmlicher und heruntergekommener Menschen vorbeiziehen.
      Unten skandieren sie "Wir sind das Volk!" Hinter der Kanzlerin steht der Chef des BDI
      und sagt "Undankbares Gesindel...suchen wir uns eben ein Neues."
      Fragt die Kanzlerin: "Und was mache ich dann ohne Volk?"
      Sagt der BDI-Chef: "Demonstrieren..."
      Nun laßt die Bilder im Kopf zu und es braucht keine Fragen mehr.
      Die regierenden Parteien und Institutionen haben den Sinn des 1.Mai
      erfolgreich gekillt. Ob dieser "Burgfrieden" aber auf Dauer so sinnvoll ist wird nur die
      Zukunft zeigen. :kopfkratz:

      PS: Damit wir noch etwas "unpolitischen" am heutigen Tag haben...
      beglückwünsche ich alle orthodoxen Christen (zb. Russen, Ukrainer ,Griechen, .......)
      zum heutigen Osterfeiertag.
      Wer noch Infos zum Unterschied zwischen katholischer und orthodoxer Kirche braucht
      hier entlang.
      wasistwas.de/archiv-geschichte…paltung-im-jahr-1054.html
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Ich liebe diese sarkastischen Schnipsel aus
      der Ecke der Politischen Comedy.
      Manchmal fallen mir eben auch solch drastische
      Bilder im eigenen Köpfchen ein. :smfreude:
      Meist sind es aber auch Situationskomiken aus fremder Feder.
      So ein Beispiel habe ich gerad in einem Zuschauerchat
      zur Sendung von Anne Will gelesen....Türkei, Migrations-
      abkommen, Beleidigungsdebatte.
      Hat da doch ein Zuschauer auf die fehlerhafte Fragestellung
      hingewiesen:
      Jeder fragt sich, warum will die Türkei unbedingt in die EU?
      Mittlerweile ist wohl eher angebracht zu fragen: Warum will
      die EU unbedingt in die Türkei?
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Auch wenn die Bilder wieder aus den Köpfen verschwinden....
      die realen Grundlagen bleiben. Der BDI-Chef hinter der Kanzlerin
      taucht auch ganz real woanders wieder auf. So zB. im Rahmen
      der VW-Krisendiskussion.
      Der Schlußakkord der unten verlinkten Quelle liest sich so:
      Wie ein Mann müssten die Chefs der großen deutschen Unternehmen aufstehen und sagen: So
      sind wir nicht. Wir ächten das, weil es unanständig ist. „peer pressure“ nennt man das, Druck von
      Seinesgleichen – er würde mehr helfen als alle Politiker-Appelle oder Gewerkschafts-Proteste. Aber die
      Chefs drücken sich.
      Die Maßlosigkeit der einen und das Schweigen der anderen zersetzen diese Gesellschaft.


      bild.de/geld/wirtschaft/volksw…-blome-45604804.bild.html
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

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      Es wird wieder ruhiger um den 1.Mai.
      Die Gründe sind vielfältig und wohl unumkehrbar.
      Wagen wir mal einen Blick zurück zu den Wurzeln
      des 1.Mai als "Kampftag und/oder Feiertag der
      Arbeiterklasse". Als gelernter Bürger eines sozialistischen
      Staates sollte ich alles über diesen Tag verinnerlicht
      haben. Aber Pustekuchen.... :kopfkratz:
      Schaut man mal genauer hin kommt immer noch mal was
      neues ans Licht.
      In diesem Fall sind es die konkreten Umstände, die zur
      Ausrufung dieses Tages führten.
      Es ist ein Gemenge aus Unterdrückung der Gewerkschaftsarbeit,
      Verfolgung von Journalisten, gnadenloser Ausbeutung der Arbeiter,
      Mißbrauch von Migranten zum Spalten der Belegschaften und der
      Unfähigkeit des Staates eine für alle Parteien zufriedenstellende
      Problemlösung zu moderieren. Die bewaffnete Staatsmacht steht
      im Zweifelsfall immer hinter den Besitzern der Produktionsmittel,
      allein schon um die bestehende Gesellschaftsordnung und die
      Machtverhältnisse zu zementieren.
      In vielen Ländern der Erde sind die obigen Punkte nicht nur relevant
      sondern akut.
      Quelle: wikipedia
      Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur
      Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf – in
      Anlehnung an die Massendemonstration am 1. Mai 1856 in Australien,
      welche ebenfalls den Achtstundentag forderte. Der 1. Mai war traditionell
      auch der moving day, an dem öfter Wechsel im Beruf oder Wohnort
      durchgeführt wurden.[3] Es kam darauf zu Massenstreiks und
      Demonstrationen in den Industrieregionen. Auch in einer Chicagoer Fabrik
      für landwirtschaftliche Geräte erklärten sich zu dieser Zeit die Mehrheit der
      Arbeiter solidarisch gegen die Betriebsleitung und drohten mit Streik, weil
      sie unzufrieden waren mit dem 12-Stunden-Tag bei einem
      Durchschnittstagesverdienst von drei US-Dollar. Die Geschäftsleitung
      reagierte mit Massenaussperrungen und versuchte, die nun 800 bis 1000
      freien Stellen mit neuen Einwanderern zu besetzen. Infolge der Kampagnen
      der sozialistischen Arbeiter-Zeitung meldeten sich jedoch nur 300 neue
      Arbeiter, während in anderen Fällen Arbeiter vor der Fabrikpforte Schlange
      standen. Das wurde und wird bis heute als großer Sieg der Gewerkschaft gewertet.
      Drei Wochen später hielt August Spies, der Chefredakteur und
      Herausgeber der Arbeiter-Zeitung, am Abend des 1. Mai 1886 auf einer
      Arbeiterversammlung auf dem Haymarket in Chicago eine Rede. Nach der
      Haymarket-Versammlung – Ursprung des Arbeiterklassenbewusstseins in
      den USA – folgte ein mehrtägiger Streik in Chicago und führte zunächst am
      3. Mai zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten
      und der Polizei, bei der zwei Demonstranten getötet wurden. Bei einer
      Protestkundgebung am Tag darauf eskalierte die Gewalt. Nach der
      Stürmung der friedlichen Versammlung durch die Polizei warf ein
      Unbekannter eine Bombe, die einen Polizisten sofort tötete und zahlreiche
      Polizisten wie auch Demonstranten verletzte. Sechs weitere Polizisten
      starben an den Folgen des Bombenanschlags. Bei dem anschließenden
      Gefecht, das in die US-Geschichte als Haymarket Affair eingegangen ist,
      wurden mehr als 200 Arbeiter verletzt; die Zahl der Toten wird mit sieben
      Polizisten und schätzungsweise der dreifachen Anzahl auf Seiten der
      versammelten Arbeiter angegeben.[4] Acht Anarchisten, die die Kundgebung
      organisiert hatten, wurden festgenommen und der Verschwörung angeklagt.
      Vier von ihnen, darunter der Chefredakteur und Herausgeber der Arbeiter-
      Zeitung, Spies, wurden durch den Strang hingerichtet, einer beging in seiner
      Zelle Suizid. Die noch lebenden drei wurden sechs Jahre später begnadigt.
      Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale 1889 wurde zum
      Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot der 1. Mai als „Kampftag der
      Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal
      dieser „Protest- und Gedenktag“ mit Massenstreiks und
      Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.

      Post was edited 1 time, last by “COOLmann” ().

      Wahrscheinlich wie immer........ :muede_traurig:
      Auf der einen Seite ein Familienausflug a`la FDP...
      Spaßgesellschaft vom feinsten eben.
      Als Gegenprogramm das ziellose "Mach kaputt was
      Dich kaputt macht", was die Radikalen jedweder
      politischen Ausrichtung verinnerlicht haben.
      Und mittendrin ein paar Vernünftige, die aber nicht mehr
      für ernst genommen werden. Denn sie generieren
      weder "Spaß für`s Volk" noch "Aggressionsentladung".
      An eine wirkliche Veränderung durch friedliche Aktionen
      glaubt eh keiner mehr.
      Wenn am Abend noch das Feuer brennt hat der Schmied den Feierabend verpennt.